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Klarna Ratenkauf Kündigung coeo Inkasso

27. Januar 2020 Thema abonnieren
 Von 
schoenling25
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)
Klarna Ratenkauf Kündigung coeo Inkasso

Hallo,

Ich hatte einen Klarna Ratenkauf und war mit 3 Raten im Rückstand. Ich war einige Male im Spital und hatte viel um die Ohren und so muss es untergegangen sein.

Also zunächst hatte ich die Letzte Mahnung von Klarna. Die Rechnung muss bis zum 25 oder 26.12. Bezahlt sein sonst Kündigung. Dummerweise habe ich die Klarna Rechnung wieder vergessen, aber noch die Kurve gekriegt und an Weihnachten bezahlt. Ich habe in der Klarna app per Lastschrift bezahlt, ging schneller. Am 27.12. War es auf dem Bankkonto als vorgemerkter Umsatz drauf, es war Freitag. Nach dem Wochenende wurde aber abgebucht. Daraufhin kam die Email, danke für die Bezahlung, und ein Brief mit der Kündigung des Ratenkaufvertrags. Ich dachte, nunja es hat sich überschnitten, das werden sie selbst bemerkt haben. Es wird schon nicht gekündigt und die Post kann ich ignorieren. Ja Pusteblume, nun habe ich Post von coeo. Die wollen noch 200 Flocken mehr.

Habe versucht mit Klarna zu telefonieren, gebracht hat es, hätte ich mir fast gedacht, nicht so viel. Seitens des Kundenservice hieß es, nicht fristgerechte Zahlung, wenden sie sich an coeo. Der wollte mir nichtmal zuhören, und sagte wünsche noch einen schönen Abend.

Ja, Wie sieht das nun rechtlich aus? Ist die Forderung von coeo an sich bis auf die Inkassogebühren rechtmäßig? Was könnte man da tun? Forderungssumme war knapp 1000.

Danke und mfg

Post vom Inkassobüro?

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Lehrling
(1896 Beiträge, 603x hilfreich)

Verstehe ich das richtig ... Klarna hat selbst abgebucht, es gab keine RLS und trotzdem würde das IB beauftragt? Das muss Ironie sein.
Sollte das so gewesen sein, beim IB einmalig schriftlich widersprechen ggf KA beifügen wo die Abbuchung ersichtlich ist und dann sollte gut sein.

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#2
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16073x hilfreich)

Die Kündigung der Ratenzahlung war ggf. OK. Wie hoch sind die restlichen Raten? Kannst du die restlichen Raten direkt bezahlen?

Eine Grundlage für Inkassokosten sehe ich aus diversen Gründen bei Klarna schon mal nicht. Aber dazu noch eine Frage: Wusste Klarna von deinen Problemen bzw. von deinem Krankenhausaufenthalt?

-- Editiert von mepeisen am 27.01.2020 13:15

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

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#3
 Von 
schoenling25
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Jo daskommt mir auch alles seltsam vor. An Weihnachten habe ich die Lastschrift ausgelöst, in der app also bezahlt. Normalerweise muss das Geld ja dann am nächsten Werktag da sein, wenn die Zahlungsfrist an einem Feiertag wäre. Ok, abgebucht wurde 2 Werktage darauf. Am 27.12. War es auf dem Konto vorgemerkt.

Die Raten waren pro Monat ungefähr so 50€. Momentan bin ich etwas klamm. Nein die wussten von dem Krankenhausaufenthalt nicht. Wo ich da angerufen habe, war es ein sehr kurzes Gespräch. Sie haben nicht fristgerecht bezahlt folglich Inkasso. Ich sagte eine Überweisung hätte auch 2 Tage gedauert. Die Antwort war.. sie versuchen sich rauszureden. Bezahlung war nicht fristgerecht also inkasso. Wenden sie sich an coeo. Schönen Abend noch.

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#4
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16073x hilfreich)

Ich würde dann erst mal beim Inkasso bestreiten, dass die jemals eine Rechtsdienstleistung erbringen. Sie mögen doch erst mal den mit Klarna komplett geschlossenen Vertrag in Kopie vorlegen. Sowie ein Arbeitsprotokoll. Damit du das prüfen lassen kannst. Bis dahin gehe man davon aus, dass echtes/unechtes Factoring vorliegt und gemäß BGH-Rechtsprechung dürfen dann keine Inkassokosten gefordert werden.

Parallel halt so bald wie möglich die restlichen Raten bezahlen. Zweckgebunden.

Dann sieht man weiter.

-- Editiert von mepeisen am 27.01.2020 17:18

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

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#5
 Von 
Sir Berry
Status:
Unparteiischer
(9330 Beiträge, 2982x hilfreich)

Zitat (von schoenling25):
An Weihnachten habe ich die Lastschrift ausgelöst, in der app also bezahlt.
Beschreib es doch ordentlich. Du hast keine Lastschrift ausgelöst sondern überwiesen.
Dass ist ein realer Unterschied und nicht nur Wortklauberei.

Darüber hinaus scheint mir der Sachverhalt auch recht eindeutig, du kannst allerdings gerne berichtigen, wenn ich was falsch verstanden habe:

Du warst vertraglich zu monatlich zu zahlenden Raten in bestimmter Höhe verpflichtet.
Dieser Verpflichtung bist Du mindestens drei mal nicht nachgekommen.
Daraufhin wurde Dir ein letztes Zahlungsziel gesetzt (in dem Brief stand aber mit Sicherheit nicht Weihnachten) sondern ein festes Datum.

Auch diese Zahlungsaufforderung hast Du ignoriert, d.h. Du hast nicht innert der Dir gesetzten Frist die Zahlung bewirkt.
Klarna hat daraufhin die Ratenzahlungsvereinbarung aufgekündigt.

Soweit richtig wiedergegeben?
Dann ist der Drops gelutscht. Die Restforderung ist in voller Höhe fällig gestellt.

Dass Du um nur wenige Tage verspätet gezahlt hast, ändert an der Sache nichts. Deine Schuld ist zwar um die Summe der Zahlung reduziert, die Kündigung ist gleichwohl wirksam.

Wenn im Kündigungsschreiben die volle Restsumme nicht nur textlich erwähnt sondern auch als Betrag genannt und angefordert wurde, bist Du erneut in Verzug.

Verzug berechtigt den Gläubiger u.a. auch sofort einen RA oder ein Inkasso zu beauftragen und ist dabei die Grundlage für die Kostentragungspflicht des Schuldners.
Er darf auch ohne Verzug RA oder Inkasso einschalten, nur trägt er dann die Kosten selbst.

Es wäre deshalb ganz wichtig zu wissen was genau im Kündigungsschreiben steht und ob Dir hinsichtlich der Restsumme ein neues Zahlungsziel eingeräumt wurde.

Falls ja, ging Dir der Brief des Inkassos vor oder nach Ablauf zu.

Klarna wird mit Dir keine erneute Ratenzahlung vereinbaren (Erfahrung aus anderen Berichten). Es ist daher dringend angeraten den Restbetrag jetzt schnellstens zu zahlen. Sonst kommen weitere Kosten für einen Mahnbescheid und ggf. auch ein Gerichtsverfahren hinzu.


Berry

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#6
 Von 
schoenling25
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Ok habe nochmal nachgeschaut. Zahlungsziel der letzten Mahnung der 26.12. Bezahlt habe ich am 27.12. nachts oder morgens um 2 uhr. Demnach 2 std nach ablauf der Frist. Und ich habe nicht überwiesen sondern in der Klarna app bezahlt, alle 3 Raten sofort. Aber 5€ weniger als in der letzten Mahnung gefordert war. Wie sieht das nun also aus? An Weihnachten lag ich flach, wegen der Gesundheit, war sogar noch Heiligabend im Krankenhaus. Am 2.weihnachtstag denke ich mir abends, klarna noch bezahlen nicht vergessen, dann bin ich eingeschlafen und nachts gegen 2 wieder wachgeworden.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16073x hilfreich)

Es war auch aus meiner Sicht leider zu spät. Also die Kündigung war wohl korrekt. Ändert nichts daran, dass die Inkassokosten eher Unfug sind bei Klarna und Coeo, da die keine Rechtsdienstleistung erbringen.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

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#8
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6388x hilfreich)

Habe fürs Vorgängerinkasso von coeo gearbeitet ( acoreus)
Tipp : Überweise den unstrittigen Restbetrag der Hauptforderung plus 5 € an Verzugskosten zweckgebunden an klarna (verwendungszweck im Überweisungsträger " kdnr xyz , rnr xcyz und " nur Resthauptforderung x € plus 5 € Verzugskosten)

Böse Briefe von coeo und mumm kommen trotzdem. In den großen Urteilsdatenbanken kein einziger Hinweis das es jemals einen Klageversuch bezüglich Inkassokosten im Zusammenhang mit klarna gegeben hat.

Nicht mehr dort anrufen. Du sprichst nur mit Call Agents





-- Editiert von thehellion am 29.01.2020 12:26

Signatur:

EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse

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