Letzte Mahnung/ Inkasso - Fristen etc.

19. Februar 2015 Thema abonnieren
 Von 
LinWei
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 2x hilfreich)
Letzte Mahnung/ Inkasso - Fristen etc.

Ich bin gerade aus dem Urlaub gekommen und beim Öffnen der Post traf mich erst mal der Schlag.
Im Dezember hatte ich etwas bestellt und ja ich habe die Zahlung verbummelt, war also im Verzug.
Das Schreiben hieß "Letze außergerichtliche Mahnung" - daher hat mich der Schlag getroffen, weil ich davor weder eine Zahlungserinnerung, noch eine Mahnung erhalten habe - was im Schreiben allerdings behauptet wurde "Bereits mehrfach haben wir Sie an die Rechnung erinnert".
Natürlich habe ich die Überweisung sofort mit Mahngebühren getätigt - die auch im Rahmen waren.
Das Schreiben war auf den 04.02 datiert und ich bin am 07.02 bis 18.02 verreist gewesen - es ist also irgendwann dazwischen eingegangen. Nun lautet die Zahlungsfrist - "Überweisen Sie noch heute" - was ja de facto so oder so nicht geht.
Ich habe nachdem ich überwiesen habe, sofort an den Kundenservice geschrieben und mich vielmals entschuldigt - daraufhin bekam ich die Antwort dass ich seit über 2 Monaten im Zahlungsverzug sei - Lieferung war am 23.12.14 und sie rechtlich zu nichts verpflichtet seien, ich vier Briefe erhalten hätte - der letzte vom 15.02 - davon habe ich allerdings 3 inklusive dem vom 15.02 nicht erhalten. Nun soll ich mich an das Inkassobüro wenden, von dem ich keinen Brief habe, aber vorhin sowohl eine SMS als auch ein Email mit Bitte um Rückruf erhalten habe.
Nun ist meine Frage "Wie gehe ich am Besten vor"? Ich würde instinktiv erst einmal Widerspruch einlegen und die Speicherung meiner Daten und Weitergabe an Schufa und Co widersprechen - es handelt sich schließlich um nicht mal 100€.
Mir ist die Sache hochnotpeinlich und will sie so schnell wie möglich aus der Welt schaffen.


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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16088x hilfreich)

quote:
und sie rechtlich zu nichts verpflichtet seien

Und das soll bedeuten? Rechtlich sind sie nicht verpflichtet zu liefern? Oder dass sie nicht mahnen müssen?
Das ist doch einer der populärsten Rechtsirrtümer. Es gibt nur wenige Ausnahmen, wo man sich die Mahnung sparen kann. Der typische Online-Händler wird auch irgendwann mahnen müssen, wenn er dich in Verzug setzen will.

quote:
Nun ist meine Frage "Wie gehe ich am Besten vor"?

Einfach ignorieren? Solange dich niemand anschreibt, ist es sowieso egal. Du hast bezahlt.
Sollte ein Inkasso kommen, wird ihm gegenüber exakt ein mal die Forderung zurückgewiesen, dann nichts mehr geantwortet.
So würde ich jedenfalls vorgehen.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

3x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
LinWei
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 2x hilfreich)

Danke für die Antwort.
Schreiben war heute Mittag im Briefkasten mit über 48€ Inkassokosten und 15€ Mahngebühren, Verzugszinsen (weitere Zinsen ab dem 17.02- das Versanddatum...) - das letzte Erinnerungsschreiben war noch mit 5€ - woher die weiteren 10 Euro herkommen sollen, ist mir schleierhaft. Vor allem weil der Brief von Real Inkasso auf den 16.02 datiert ist, wie kann man dann am 15.02 noch ne Mahnung versenden - sind alles nur Vermutungen weil das Schreiben vom 15.02.2015 habe ich ja nicht erhalten.

Zudem habe ich noch einen Formfehler entdeckt - Rechnung & Bestellung war auf meinen neuen Nachnamen erstellt - Inkassoschreiben & Mahnung aber noch auf meinen Mädchennamen.

Ich werde es jetzt mal zurückweisen, vor allem weil Sie mir mit umgehenden Schufa-Eintrag drohen etc.

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2x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16088x hilfreich)

quote:
woher die weiteren 10 Euro herkommen sollen, ist mir schleierhaft

Erfundener Reingewinn fürs Inkasso. In meinen Augen verdient das eine Beschwerde vor dem Aufsichtsgericht. Dass das Inkasso hier Mahngebühren als offensichtlichen Reingewinn frei erfindet, die der Gläubiger gar nicht fordert.

quote:
Inkassoschreiben & Mahnung aber noch auf meinen Mädchennamen.

Dann vielleicht mal den Spaß erlauben und sie vollends verwirren: "Wertes Inkasso. So heiße ich nicht. Offensichtlich handelt es sich hier um eine Personenverwechslung." :-)

quote:
Ich werde es jetzt mal zurückweisen, vor allem weil Sie mir mit umgehenden Schufa-Eintrag drohen etc.

Das auf jeden Fall zurückweisen und verbieten.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6391x hilfreich)

quote:
Natürlich habe ich die Überweisung sofort mit Mahngebühren getätigt - die auch im Rahmen waren.

Hoffentlich nicht ans Inkassobüro überwiesen sondern an den Gläubiger direkt ?
Wieviel an mahngebühren waren schon mit drin ?

ICH würde nicht anrufen sondern auf das 1 Inkassoschreiben warten
War kein Lastschriftrückläufer ?

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"EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse "

1x Hilfreiche Antwort

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