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Lowell Inkasso Wuppertal - Nötigung?

 Von 
inkassoopfer2020
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Lowell Inkasso Wuppertal - Nötigung?

Hallo Leute,

leider hat mich jetzt folgendes Inkasso angeschrieben: Inkasso Becker Wuppertal.

Es geht sich um eine Forderung in Höhe von 390,44 € welche sich laut deren Forderungsaufstellung so zusammensetzt:
offene Beträge: 306,90 € (stimmen soweit, da hier wirklich nicht bezahlt wurde, Clever Fit Fitnessstudio)
Bankkosten bish. Gläubiger: 8 €
Mahnspesen bish. Gläubiger: 2,50 €
4,12 % (5,00 % über Basisznssatz aufgrund der Hauptforderung): 2,84 €
Erstattung der vertraglich mit dem Gläubiger vereinbarten 1,30 Geschäftsgebühr analog Nr. 2300 VV RVG i.V.m. § 14 RVG aus 306,90: 58,50 €
Erstattung der vertraglich mit dem Gläubiger vereinbarten Post- und Telekommunikationsentgeltpauschale analog Nr. 7002 VV RVG: 11,70 €


Ich habe also, weil es wirklich mein Fehler war, 320,- € zweckgebunden mit dem Betreff "Hauptforderung + erlaubte Auslagen" überwiesen.

Es war dann auch Ruhe, dann ist jedoch ein Schreiben gekommen in dem knapp 140 Euro gefordert wurden. Habe ich dann ignoriert. Jetzt ist kurioserweise erneut eins gekommen mit nur noch 110 Euro offen. Natürlich sind die E-Mails nicht angekommen / wurden nicht beantwortet.

Was mich sehr stutzig macht ist folgender Passus:
"Vermeiden Sie die gegebenenfalls anfallenden Kosten der Titulierung im gerichtlichen Mahnverfahren von weiteren EUR 83,75. Wird dann die neue Gesamtforderung von voraussichtlich EUR 195,36 nicht binnen 2 Wochen gezahlt, drohen auch noch weitere Vollstreckungsmaßnahmen neben Kosten"

Ich finde das es hier schon eine Nötigung ist.

Habe jetzt mal folgendes Schreiben aufgesetzt, welches ich dann per Einschreiben verschicken möchte. MIt einem Zeugen der dies Bestätigen kann:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

leider musste ich feststellen, dass Sie die billigste Masche abziehen die es gibt. "E-Mails angeblich nicht angekommen." (E-Mail vom 30. Oktober 2019 um 13:46 Uhr, sowie 08. Dezember 2019 um 22:29 Uhr.

Ich habe erneut ein Schreiben von Ihnen erhalten, 10.02.2020, indem plötzlich die Forderung um gute 30,- € verringert wurde obwohl im vorletzten Brief noch von guten 140,- Euro die Rede war.

Gerne können Sie Ihre Kosten mithilfe eines Würfels berechnen lassen, jedoch haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich diese Kosten nicht bezahlen werden.

Da es Sie es bis zum heutigen Tage nicht geschafft haben mir eine detaillierte Forderungsaufstellung zukommen zu lassen weise ich diese Fantasiekosten erneut zurück.

Sollten Sie mir eine Aufstellung zukommen lassen, so beachten Sie bitte, dass ich hierfür sämtliche Unterlagen wünsche. Dies schließt eine Kopie des Vertrages mit dem Ursprünglichen Gläubiger mit ein und eine detaillierte Auflistung aller Kosten die Sie fordern. Selbstverständlich mit Kopien der Kontoauszüge, falls die Kosten nicht ersichtlich sind.

Ihr Schreiben vom 10.02.2020 umfasst weiterhin, wie ich finde, eine Nötigung, da mir hier „Vollstreckungsmaßnahmen" angekündigt werden, ohne das ein Titel vorliegt.

Ich erwarte hiermit Ihr „Erledigt" Schreiben bis zum 03. Februar 2020.

Sie werden kommende Woche ebenfalls diese E-Mail als Einschreiben via Post erhalten.



Mit freundlichen Grüßen
"

Ich wäre daher für Meinungen sehr dankbar.


Liebe Grüße

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Kosten Mahnverfahren Macht


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(27233 Beiträge, 14890x hilfreich)

Ich erwarte hiermit Ihr „Erledigt" Schreiben bis zum 03. Februar 2020. Schwierig - selbst Inkassounternehmen verfügen üblicherweise nicht über die Fähigkeit zu Zeitreisen...

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#2
 Von 
inkassoopfer2020
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von muemmel):
Ich erwarte hiermit Ihr „Erledigt" Schreiben bis zum 03. Februar 2020. Schwierig - selbst Inkassounternehmen verfügen üblicherweise nicht über die Fähigkeit zu Zeitreisen...

:crazy: Vielen dank, es sollte natürlich der 03. März 2020 sein :party:

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#3
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11777 Beiträge, 4972x hilfreich)

Zitat (von inkassoopfer2020):
Ich finde das es hier schon eine Nötigung ist.
Ich nicht. Das ist lediglich ein Hinweis über Kosten die noch entstehen können.
Mit dem Rest gehe ich konform.

Signatur: Folgende Nutzer werden von mir blockiert und ich kann deren Beiträge nicht lesen: Xipolis; Jule28
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#4
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Lehrling
(1269 Beiträge, 458x hilfreich)

Ich sehe hier überhaupt keine Nötigung seitens des IB.

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(74430 Beiträge, 32897x hilfreich)

Zitat (von inkassoopfer2020):
Ich finde das es hier schon eine Nötigung ist.

Nein, ist es eher nicht.
Es wird auf negative Folgen in Form von möglichen Kosten hingewiesen.
Nahe an der Grenze, aber noch nicht überschritten.



Zitat (von inkassoopfer2020):
leider musste ich feststellen, dass Sie die billigste Masche abziehen die es gibt.

Na, wenn man selber auch nur die billigste Variante nimmt ...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#6
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23259 Beiträge, 15270x hilfreich)

Zitat:
Ich sehe hier überhaupt keine Nötigung seitens des IB.

Zur Erinnerung. Vodafone wurde für eine pauschale Ankündigung eines Schufa-Eintrages schon mal gerügt von Gerichten und es wurde erklärt, dass man darin eine Nötigung sehe. Gefehlt hat der Passus, dass bei einem Widerspruch auch kein Schufa-Eintrag erfolgt.

Auch hier fehlt völlig der Hinweis, dass man auch dem Mahnverfahren ja widersprechen kann. Davon abgesehen, dass es Schwachsinn ist, wenn bereits mehr als nötig bezahlt wurde (also mehr als Hauptforderung und aufgeführte Kosten), dann für die verbliebenen 70,20€ Inkassokosten über 140€ aufzurufen. Das deutet auf irgendeine verbotene Kostendopplung hin.

Nichts desto trotz würde ich das aber auch nur zum Anlass nehmen, mich beim Aufsichtsgericht des Inkassos zu beschweren. Sie mögen doch dem Inkasso mal mittels Auflagen erklären, dass solch eine Nötigung nicht erlaubt ist und dass sie gefälligst das RVG zu beachten haben und mit dem Unsinn aufzuhören haben.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#7
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13823 Beiträge, 6253x hilfreich)

Nötigung ist das nicht. Halt die üblichen Bettelbriefe. Cool bleiben, schläft ein bzw wird mangels Durchsetzungsfähigkeit irgendwann ausgebucht

Signatur:EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse
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