Mahnbescheid offensichtlich unbegründet

25. Juni 2024 Thema abonnieren
 Von 
gufari
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)
Mahnbescheid offensichtlich unbegründet

Ich habe einen Mahnbescheid erhalten über eine Forderung, von der ich zum ersten Mal höre. Ich habe zuvor weder Ware, noch Rechnung, noch Mahnung erhalten. Das ist jetzt schon das zweite Mal. Beim ersten Mal habe ich einen befreundeten Anwalt gebeten, dem gegnerischen Anwalt mitzuteilen, dass es sich um eine Verwechslung handeln muss. Dieses Mal ging dem Mahnbescheid, wie bereits beim ersten Mahnbescheid, eine Ermittlung der Adresse voraus. Im Mahnbescheid heißt es demzufolge "Anschriftenänderung aufgrund Neuzustellungsantrag". Das ganze ist totaler Unsinn, da ich schon seit 10 Jahren an dieser Adresse wohne und in der Zeit auch keine andere hatte.

Ich überlege nun, wegen Verdacht auf Betrug, Anzeige gegen unbekannt zu erstellen. Außerdem habe ich Einsicht in die Schufa für meinen Namen/Identität beantragt. Ich versuche auch zusätzlich, in diesem Zusammen eine Person zu kontaktieren, die mir unbekannt ist, aber meinen Namen hat und vor Jahren jemanden kontaktiert hat, den ich kenne. Bis jetzt hatte ich damit aber noch keinen Erfolg. Mit der Anzeige möchte ich warten bis die Verbraucherzentrale oder ein Anwalt mir ausdrücklich dazu raten.

Kennt sich jemand mit solchen Mahnverfahren aus? Mich würde v.a. interessieren, was genau die Gegnerseite veranlasst, mich anzuschreiben, obwohl ich offensichtlich in keinem Vertragsverhältnis mit dem Gegner stehe. Ist es ein Versuch, die Adresse des richtigen Schuldners rauszufinden? Darf man als Anwalt einfach so Mahnbescheide verschicken, nur weil der Name mit dem des Schuldners zufällig übereinstimmt?

-- Editiert von User am 25. Juni 2024 13:06

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cirius32832
Status:
Schlichter
(7652 Beiträge, 1594x hilfreich)

Mal ganz grundsätzlich:
Man kann bei einer wirklich ungerechtfertigten Mahnung auch warten bis ein Brief vom Gericht kommt. Diesen widerspricht man. Dann muss der, der die Forderung eintreiben möchte, eben klagen und auch beweisen, dass diese Forderung berechtigt ist.

Da brauchts vorher keinen Anwalt oder so

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122653 Beiträge, 40162x hilfreich)

Zitat (von gufari):
Ich habe zuvor weder Ware, noch Rechnung, noch Mahnung erhalten

All das ist überhaupt keine Voraussetzung das die Gegenseite nicht doch Forderungen geltend machen kann, Es reicht völlig, das man eine vertragliche Pflicht hätte.

Falls man meint, das die Forderung keine Grundlage hat, einfach das richtige Kreuzchen auf dem Formular machen und an den Absender zurücksenden.



Zitat (von gufari):
Mich würde v.a. interessieren, was genau die Gegnerseite veranlasst, mich anzuschreiben, obwohl ich offensichtlich in keinem Vertragsverhältnis mit dem Gegner stehe

Das sieht die Gegenseite ganz offensichtlich anders



Zitat (von gufari):
Darf man als Anwalt einfach so Mahnbescheide verschicken

Nö, das ist ausschließlich Gerichten vorbehalten.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
gufari
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
All das ist überhaupt keine Voraussetzung das die Gegenseite nicht doch Forderungen geltend machen kann, Es reicht völlig, das man eine vertragliche Pflicht hätte.


Ich habe keinen Vertrag mit irgendjemandem, sondern jemand, der offensichtlich behauptet, ich zu sein. Es handelt sich wahrscheinlich um Identitätsbetrug.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
gufari
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von cirius32832):
Dann muss der, der die Forderung eintreiben möchte, eben klagen und auch beweisen, dass diese Forderung berechtigt ist.


Wie muss die Gegenseite das beweisen?

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33349 Beiträge, 5802x hilfreich)

Zitat (von gufari):
Wie muss die Gegenseite das beweisen?
Das ist allein der Fähigkeit der Gegenseite überlassen.
Zitat (von gufari):
Mich würde v.a. interessieren, was genau die Gegnerseite veranlasst, mich anzuschreiben,
Das können wir nicht wissen, da gibts x Möglichkeiten...
Zitat (von gufari):
Darf man als Anwalt einfach so Mahnbescheide verschicken, nur weil der Name mit dem des Schuldners zufällig übereinstimmt?
Ja. Ein Anwalt hat beim Amtsgericht/Mahngericht einen Mahnbescheid beantragt und bezahlt. Der Anwalt arbeitet vermutlich im Auftrag eines Gläubigers, der dich für den Schuldner hält.

(Unfug editiert)

-- Editiert von Moderator am 25. Juni 2024 14:59

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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