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Mahnbescheid über Inkassobüro beantragt

 Von 
Call776
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Mahnbescheid über Inkassobüro beantragt

Hallo,
ich habe Fragen zwecks einer Forderung, für die ich einen gerichtlichen Mahnbescheid erwirkt habe.
Dummerweise habe ich den Mahnbescheid über mahnbescheid-formular beantragt, nicht wissend, dass es sich lediglich um ein Inkassobüro handelt, was natürlich erst ersichtlich war, nachdem ich die Rg. inkl. Gerichtskosten bekam.
Das Inkassobüro nimmt 25,- für die Bearbeitung, das war ersichtlich. Da ich natürlich kein Inkassobüro beauftragen wollte und will, habe ich sofort ein Einschreiben geschickt und alles widerrufen, zusätzlich nochmals betont, dass ich in keinem Fall möchte, dass das Inkassobüro in irgendeiner Weise für mich tätig wird.

Ich bekam per E-Mail die Antwort, dass der Mahnbescheid bereits beantragt wurde und logischwerweise nicht rückgängig gemacht werden kann, parallel wurde aber bestätigt, dass nicht mehr weiter vorgegangen wird.
O-Ton: "Das Verfahren gegen xxx werden wir jedoch wunschgemäß nicht weiter betreiben."
Möchte vermeiden, dass das Inkasso-Büro dann plötzlich weitere Schritte unternimmt und mich dann versucht zu melken.

Jetzt nur die Frage: Wie erfahre ich, ob der Mahnbescheid zugestellt worden ist, bzw. ob Widerruf eingelegt wurde?
Was passiert wenn der Kunde zahlt (evtl. an das Inkassbüro) und dieses dann an mich herantritt und Forderungen stellt und sonst nicht ausbezahlt.

Vielen Dank.

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Mahnbescheid Inkassobüro Kunde passiert


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81326 Beiträge, 33956x hilfreich)

Zitat (von Call776):
was natürlich erst ersichtlich war, nachdem ich die Rg. inkl. Gerichtskosten bekam.

Nö. Das war von Anfang an ersichtlich. Trotz allen Informationspflichten- und Verbraucherschutzbohei, lesen muss man halt immer noch selber...



Zitat (von Call776):
Jetzt nur die Frage: Wie erfahre ich, ob der Mahnbescheid zugestellt worden ist, bzw. ob Widerruf eingelegt wurde?

Beim zuständigen Gericht anfragen.
Wer steht denn als Prozessbevollmächtigter drin?
Hat man ein Aktenzeichen?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
Call776
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Dass das ein Fehler war weiß ich mittlerweile selbst, aber danke dafür, mich nochmals darauf aufmerksam zu machen.
Die AGB lesen sich natürlich erschreckend: https://www.mahnbescheid-formular.de/agb

Ich habe lediglich den Mahnbescheid in Auftrag gegeben, habe also kein Aktenzeichen.
Die Frage ist wie ich jetzt vorgehen kann, bzw. ob ich irgendwelche Schritte einleiten sollte. Nachdem ich meinen Widerruf am gleichen Tag abgesandt hatte, kam folgende E-Mail:

Sehr geehrter Herr XXX,

das gesetzliche Widerrufsrecht steht lediglich Verbrauchern zu. Das Verfahren gegen xxx werden wir jedoch wunschgemäß nicht weiter betreiben.

Der Mahnbescheid gegen xxx wurde jedoch bereits beim zuständigen Mahngericht beantragt. Dies kann nicht rückgängig gemacht werden. Dies bedeutet auch, dass die Gerichtsgebühren entstanden sind und daher nicht zurück erstattet werden können.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Kann das Inkassobüro nun noch irgendwelche weitere Ansprüche anmelden, Geld eintreiben, einbehalten oder sonst irgendwelche Tricks anwenden? Sollte ich noch abwarten oder ggfs. einen Anwalt kontaktieren?

-- Editiert von Call776 am 11.05.2020 13:39

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#3
 Von 
Sir Berry
Status:
Richter
(8832 Beiträge, 2837x hilfreich)

Zitat (von Call776):
Kann das Inkassobüro nun noch irgendwelche weitere Ansprüche anmelden, Geld eintreiben, einbehalten oder sonst irgendwelche Tricks anwenden?

Ja

Zitat (von Call776):
Sollte ich noch abwarten

ja natürlich, was sonst.

Zitat (von Call776):
Sollte ich einen Anwalt kontaktieren?
Warum? Scheint mir nach aktuellem Stand unnötig.

Berry

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#4
 Von 
Call776
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Sollte der Schuldner nicht zahlen oder Widerspruch einlegen, sollte aber alles an mich zurückfallen, oder?
Immerhin wurde mir nach meinem Widerruf bestätigt, dass das Verfahren nicht weiter betrieben wird...

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