Mahnbescheid über Inkassokosten HF bezahlt

6. Dezember 2012 Thema abonnieren
 Von 
tdjges
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 11x hilfreich)
Mahnbescheid über Inkassokosten HF bezahlt

Hallo, habe heute einen Mahnbescheid erhalten. Die HF habe ich nach Erhalt des Inkassobriefes, an den Gläubiger gezahlt. Dort ist das Konto auch im Plus. Nun kam ein Mahnbescheid: Antragsteller ist der Gläubiger. Prozessbevollmächtigter ein Anwalt.

Folgende Kosten sind aufgeführt:
Gerichtskosten: 23,00
Rechtsanwaltskosten: 25,00
Auslagen: 5,00
__________________
zusammen 53,00

Hauptforderung:
Dienstleistungsvertrag gem. Rechnung 30,00
Kosten wie nebenstehend: 53,00

Nebenfoderungen:
Mahnkosten: 14,00
Auskünfte: 7,15
Inkassokosten: 39,00

Zinsen:
0,75
____________________________

Gesamt: 143,90


Die 30,00in den Hauptforderungen bezieht sich wohl auf den Glaübiger? Zumindest steht dort die echnungsnummer des Gläubigers. Dort ist aber alles bezahlt und das haben die wohl auch dem Inkasso übermittelt.

Was mach ich denn jetzt weiter?

Teilwiderspruch? Komplett widersprechen?

Danke für eure Hilfe

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15 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16160x hilfreich)

Wieviel genau hast du bezahlt seinerzeit?
Ansonsten erst mal komplett wiedersprechen. Mindestens die Hauptforderung existiert nicht mehr, da beglichen. Teilwiderspruch bringt also auch nicht viel.

Davon ab würde ich vieles der Kosten als nicht erstattungsfähig ansehen. "Auskünfte". Bist du umgezogen? Inkassokosten und zusätzlich Anwaltskosten ist sowieso grober Unfug.
Anwaltskosten müsstest du vielleicht sogar bezahlen, nun kommt es auf die Details an, was du alles ausgeglichen hast, ob du Zinsen suw. auch ausgeglichen hast. wenn ja, dann einfach widersprechen und gut ist. Sollte Klage erhoben werden suche dir einen Anwalt, der wird das, soweit würde ich mich als Laie aus dem Fenster lehnen, ziemlich sicher auf wenige Euros drücken können wenn nicht gar ganz abschmettern.

Evtl. im Vorfeld dem Anwalt schreiben, den Widerspruch beim Mahnbescheid begründen (Zum einen ist die Hauptforderung schon vor langer Zeit beglichen worden, zum zweiten sind viele Posten unbegründet und nicht nachgewiesen). Den Anwalt um detaillierte Forderungsaufstellung und Begründung der Posten auffordern, so dass du das inhaltlich bewerten kannst. Sagen, dass du sämtliche Forderungen nicht nachvollziehen kannst und ddeswegen zurückweist. Mehr nicht schreiben, weder schreiben dass du mit ihm verhandeln willst noch auf irgendwas eingehen.


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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

-- Editiert mepeisen am 06.12.2012 10:59

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#2
 Von 
tdjges
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 11x hilfreich)

Ich hab die HF plus 5 oder 10 Euro bezahlt. Beim Gläubiger hab ich angerufen. Die sagen, die Sache ist bei denen erledigt. Alles ausgeglichen.. Soll ich beim Inkasso mal anrufen und fragen was bitte die 30 euro sein sollen?

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#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16160x hilfreich)

nö, anrufen definitiv nicht und beim inkassobüro schon gar nicht.
Schriftlich an den Anwalt wenden. In etwa wie oben beschrieben.

Da du dem Mahnbescheid innerhalb zwei Wochen widersprechen musst, musst du das aber sofort machen. nicht denken, dass man nur mit Anschreiben des Anwalts eine Fristverlängerung beim Mahnbescheid bekommt.

Es ist relativ simpel: Die Forderung ist so erstemal nicht berechtigt und das, was berechtigt sein könnte, ist nicht wirklich sauber erkennbar.
Sollte der Anwalt dir nicht ausreichend antworten, greift die Schadensminderungspflicht. Einer Klage kann man relativ gelassen entgegen sehen, solange man seine Bereitschaft signalisiert, sich das anzuschauen, sobald die Forderungen sauber aufgelistet und begründet werden.

Erst wenn der Anwalt das aufgedröselt und begründet hat und evtl. berechtigte Forderungen dabei sind, ab dann muss man sich genau überlegen was man macht und im Zweifel einen Anwalt hinzuziehen. Spätestens mit Klage empfiehlt sich evtl. sowieso ein Anwalt.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

-- Editiert mepeisen am 06.12.2012 11:09

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#4
 Von 
tdjges
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 11x hilfreich)

hm... ich hab aber noch garnix vorher vom Anwalt bekommen.. Klar, auf dem Mahnbescheid steht die Adresse. Find ich totzdem etwas kurios. Muss ich ihn anschreiben oder reicht einfach der Widerspruch beim Gericht?

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#5
 Von 
tdjges
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 11x hilfreich)

Achso: bei google find ich auch nix über den. Nur über einen Namenverwandten in einer anderen stadt????

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#6
 Von 
xpuff666
Status:
Schüler
(291 Beiträge, 192x hilfreich)

Den Widerspruch natürlich ans Gericht, nicht an den Gegneranwalt (denke mal, das war klar)! Die kriegen aber Info, wenn dem MB widersprochen wurde.

Wenn noch 5-10€ zusätzlich an den Gläubiger bezahlt wurden, vermute ich, dass die normalen Mahnkosten und Verzugszinsen damit abgedeckt wurden. Gab es vor dem Inkasso schon eine Mahnung vom Gläubiger?

Da die Zahlung überhaupt nicht berücksichtigt ist, ist der Mahnbescheid ja fehlerhaft, und 14€ Mahnkosten, Auskunft plus Inkassogebühren halte ich für sehr fragwürdig.

Wenn man verspätet zahlt, sind Verzugszinsen, auch von wenigen Cent, scheinbar ein beliebter Klagegrund (weil die gesetzlich eindeutig zustehen), aber durch die Mehrzahlung sollte das wegfallen, so dass ich hier nicht von "tödlichen 75 Cent" ausgehe, aus denen dann noch eine Verurteilung folgt.

Das sind natürlich alles nur Vermutungen und Tipps, keine Rechtsberatung.

Bitte mal weiter berichten, es ist interessant, sowas zu sehen - meist sind Mahnbescheide oder gar Klagen wegen solcher Nebenforderungen eher selten.




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#7
 Von 
tdjges
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 11x hilfreich)

ok. Also mach ich einen kompletten Widerspruch (mit Begründung oder ohne?). Trotzdem würden mich die einzelnen Posten interessieren. Wäre es schlecht fü mich, wenn ich deshalb beim Inkasso oder Ra (alledings müsste ich mir diese nummer vom Inkasso holen) anufe und da mal genau nachhake?
Werde dann auf jeden Fall weiter berichten..

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#8
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

Ich würde dem MB Komplett widersprechen ohne Begründung

Natürlich Keine Anrufe beim IB oder RA ;-))

Was soll das bringen ?

Verlink den MB mal hier ( Namen und Anschrift abdecken)





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"Empörung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen "

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#9
 Von 
tdjges
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 11x hilfreich)

kann ich leider nicht. Hab kein Scanner/Drucker.. ok. werd einfach widersprechen. Mal schauen was dann folgt. Danke für eure Hilfe fürs erste ;-)

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#10
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16160x hilfreich)

Hast du die Bestätigung, dass dein Konto beim Gläubiger ausgeglichen ist, schriftlich? Wenn er gar keine Zinsen und Co fordert und du diese Bestätigung schriftlich hast, dass alles schon lange Zeit ausgeglichen ist, dann brauchst du dir auch keine Sorgen um die "Zinsen des Todes" machen, die xpuff anspricht :)

Wenn du den Rechtsanwalt kontaktierst (ich würde es machen, um ihm den Wind aus den Segeln zu nehmen, denn wenn er dein Schreiben ignoriert hat er wegen Schadensminderung sogar bei berechtigten Restforderungen arge Probleme, dir weitere Kosten aufzuerlegen), dann wirklich nur mit der Aufforderung, eine saubere Forderungsaufstellung zu liefern und die Posten zu begründen, mehr nicht. Weder sagen "Ich erkenne den Verzug an" oder sonst einen Hinweis. Auch nicht schreiben "Nachdem sie das gemacht haben werde ich die offenen Posten begleichen." Bestenfalls schreiben "Sobald ich die Forderungsaufstellung habe, werde ich das inhaltlich prüfen."

Sprich: Nichts schreiben, was er als Bestätigung, dass du die Schuld eingestehst, ableiten kann.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

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#11
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

Bringt wirklich nichts
wenn er die gegenseite kontaktiert wird auf Begleichung der Kosten bestanden - War selbst mal im Telefoninkasso
Ich habe viele weichgeklopft

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"Empörung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen "

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#12
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16160x hilfreich)

Ich fürchte ich bin immer noch zu lieb für diese Welt :sad:

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#13
 Von 
xpuff666
Status:
Schüler
(291 Beiträge, 192x hilfreich)

Der Anwalt wird ja über den Widerspruch informiert, entweder wird der Widerspruch begründet (vorherige bezahlte Summe an Gläubiger), oder er muss selbst nochmal beim Gläubiger nachhaken (ist natürlich dumm für den, wenn er dann noch den Anwalt bezahlen soll).

Fordert man eine weitere Kostenaufstellung, so wird er wahrscheinlich noch mal Geld extra verlangen; er hat das ja im MB getan, und der war fehlerhaft (wer auch immer dran schuld war).

Wenn er eine schon bezahlte Summe einzuklagen versucht, wie sie im MB steht, wird das seine Seite auf jeden Fall einiges kosten.

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#14
 Von 
bummelbiene99
Status:
Praktikant
(593 Beiträge, 189x hilfreich)

Hallo,

mich würde mal das Datum des Inkassoschreibens sowie die gesetzte Zahlungsfrist, das tatsächliche Buchungsdatum der geleisteten Zahlung und das Erlassdatum des Mahnbescheids interessieren.



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#15
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

Widerspruch komplett und warten wie die gegenseite resgiert....
Vermutlich wird man versuchen den Schuldner auszutricksen d.h Ihn auffordern den Widerspruch zurückzuziehen da er ja im Verzug war und die dem Auftraggber entstandenen Verzugskosten ohnehin zu begleichen sind.
Geht der TE auf dieses "Angebot" ein hat er sämtliche Kosten an der Backe

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"Empörung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen "

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