Mahnung per Anwalt - Verhandlungsspielraum?

27. April 2015 Thema abonnieren
 Von 
Jasmin Phoenix
Status:
Schüler
(167 Beiträge, 72x hilfreich)
Mahnung per Anwalt - Verhandlungsspielraum?

Sehr geehrte User,
kurz und knapp.

Mit Bearbeitungsdatum 02.03.15 verschickt das Unternehmen die 2. Mahnung.
Ermessensspielraum zur Begleichung der offenen Rechnung 10.03.15, diese Frist lässt der Schuldner kommentarlos verstreichen.

Theoretisch sind an diesem Tag ja alle Züge abgefahren und das Unternehmen ist (spätestens) jetzt berechtigt einen Anwalt zu beauftragen und die Kosten dafür dem Schuldner in Rechnung zu stellen.

Am 14.04.15 fragt er beim Unternehmen per Mail eine Ratenzahlung an, unter Nennung seiner aktuellen finanziellen Beschränkung.
Am 20.04.15 überweist er Aufgrund eingehender Gelder den kompletten Betrag an das Unternehmen.

Einen Tag später erhält er dann ERSTMALS Post vom Anwalt. Es kam also zu einer "Überschneidung".

Gibt es für den Schuldner nun im Nachgang irgendeine Möglichkeit der RA-Rechnung zu entgehen, da das Bearbeitungsdatum des RA 1 Woche hinter der Nachfrage auf Ratenzahlung beim Unternehmen liegt?

Wohl kaum, oder?! Schon mit verstreichen der ersten Frist kann ein Unternehmen einen RA beauftragen.
Einziger Gedanke wäre, zu prüfen, wann genau das Unternehmen den Fall an den RA übergeben hat. Läge dies nach der Anfrage auf Ratenzahlung, könnte man ja zumindest den Umstand einfließen lassen, dass der Schuldner zwar die Frist verstreichen lies, jedoch Zahlungsbereitschaft signalisiert hat. Was rechtfertigt also die weiter anfallenden Kosten für einen RA?

Das Ganze ist nur ein Gedankenspiel. Ich pers. rechne damit, dass mit verstreichen der zweiten Frist, so oder so auf den Schuldner Anwaltskosten zukommen dürfen.


Herzlichen Dank
Jasmin

-- Editier von Jasmin Phoenix am 27.04.2015 11:33

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16088x hilfreich)

Solche Überschneidungen fallen grundsätzlich dem Schuldner zur Last.
Es bleibt, wie so oft, also stehen, ob die Anwaltsgebühren ganz grundsätzlich erstattungsfähig sind. Dabei kommt es dann auf so Fragen an, ob es sich um einen großen Konzern handelt oder ein kleines Handwerkerlein usw.

Auf Zahlungsbereitschaft kommt es übrigens gar nicht an. Der Gläubiger ist nicht gezwungen, auf ein Ratenzahlungsangebot einzugehen.

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