Muss eine Inkassoforderung aufgegliedert sein?

6. Juni 2014 Thema abonnieren
 Von 
Gastkonto
Status:
Beginner
(84 Beiträge, 17x hilfreich)
Muss eine Inkassoforderung aufgegliedert sein?

Hi, [color=blue]A[/color] hat gerechtfertigt ein Schreiben von einem Inkassounternehmen bekommen. In dem steht, dass [color=blue]A[/color] 45€ zahlen muss. [color=blue]A[/color] weiß auch warum er die zahlen muss aber es steht aber weder drin, wer der Auftraggeber ist noch wie sich die Summe zusammensetzt. Muss das drin stehen?

mfg

-- Editiert Gastkonto am 06.06.2014 19:10

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16155x hilfreich)

Noch nicht. Ab 1.11.2014 gilt dann §11a RDG . Bis dahin dürfen die Inkassos (noch) schludrig arbeiten. Ich würde A hier empfehlen: Per Einschreiben zurückweisen mangels Vorlage einer Vollmacht im Original, mangels Benennen des Vorgangs und mangels Benennen der Vertragsgrundlage, auf der die Forderung beruht.

Finden tust du dieses zukünftige Gesetz unter http://www.bgbl.de/banzxaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl113s3714.pdf

Ansonsten könnte A, wenn er weiß, dass er Schulden hat, einfach direkt an den Gläubiger überweisen mit Verwendungszweck "Nur Hauptforderung".



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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

-- Editiert mepeisen am 06.06.2014 19:59

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6409x hilfreich)

Hauptforderung plus 2,50 pro mahnbrief zweckgebunden (nur HF) direkt an den Gläubiger

Gerichte anerkennen zwischen 1 € (z.b AG Bad Segeberg Urt. v. 25.11.2011 − 17 C 160/11 )und 2,50 € (z.b AG Brandenburg a.d. Havel Urteil vom 25.1.2007 – 190/0631 C ) an Mahngebühren pro Mahn Schreiben

Handelt es sich um einen Lastschriftrückläufer mangels Kontodeckung dann ca 6 € dazurechnen (Bankstornogebühren)
Resultiert dieser Lastschriftstorno aus einer mangels Kontodeckung fehlgeschlagenen EC Zahlung dann nochmals 10 € dazurechnen (Kosten einer EMA Anfrage/Adressermittlung durch die Bank )

Eventuell angefallene Verzugszinsen ebenfalls dazurechnen

-----------------
"EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse "

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Gastkonto
Status:
Beginner
(84 Beiträge, 17x hilfreich)

Hi, danke erstma für die hilfreichen Antworten :)
Eine Frage habe ich noch.
[color=blue]A [/color] muss 11,80€ + 5,50€ Bankrücklast zahlen. Muss er auch die Mahnkosten von 9,70€ zahlen?

mfg

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""

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118366 Beiträge, 39557x hilfreich)

Allenfalls angemessene Mahnkosten des Gläubigers (sofern es schriftliche Mahnungen gab), 2,50 EUR je Brief





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"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6409x hilfreich)

Je nachdem wieviel mal gemahnt worden ist
Mit 20 € dürfte der GL gut bedient sein zumal lt neustem Urteil Pro geplatzte Lastschrift des Landgericht Potsdam vom 05.09.2013 zu Az. 2 O173/13 nur 3,65 zu zahlen wären- unabhängig davon was in den AGBs eines Unternehmens steht

Zwar werden außergerichtliche Inkassogebühren nicht expl eingeklagt trotzdem solltre man sich mental auf einige böse Briefe einstellen

http://www.elo-forum.org/schulden/114457-vorgerichtliche-inkassogebuehren-umgehen.html


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"EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse "

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