Muss ich PayPal-Konto ausgleichen trotz unrechtmäßiger Abbuchung - Inkasso bereits beauftragt

25. August 2022 Thema abonnieren
 Von 
Lukosmop
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Muss ich PayPal-Konto ausgleichen trotz unrechtmäßiger Abbuchung - Inkasso bereits beauftragt

Hallo liebe Community,
folgender Sachverhalt:
Mein PayPal-Account ist aktuell mit 500 Euro im Minus, da per Einzugsverfahren eine Zahlung an Airbnb erfolgte.
Da ich meinen Airbnb-Account selten nutze und mein Paypal-Konto seit über einem Jahr nicht mehr (dort ist auch noch ein Bankkonto hinterlegt, dass ich bereits vor geraumer Zeit aufgelöst habe) und zudem die Zahlungserinnerungen von PayPal in meinem Spam-Ordner landeten, habe ich von diesem Umstand überhaupt erst erfahren, als ich eine Mail von der ksp Kanlzei erhielt, die als Inkasso beauftragt wurden.

Ich war sehr erschrocken, habe mein PayPal-Konto geprüft um festzustellen, dass es tatsächlich im Minus ist. Ich habe schriftlich bei PayPal eine Konfliktlösung mit Käuferschutz angemeldet, da ich zunächst dachte, dass mein PayPal-Account gehackt wurde. Dies wurde mir abgelehnt, da dies nicht der Fall war.

Nach genauerer Prüfung fand ich heraus, dass mein Airbnb-Account gehackt wurde und dort in diesem Zusammenhang eine unrechtmässige Buchung durchgeführt wurde. Da ich noch von einer früheren Reise ein EInzugsverfahren von Paypal eingerichtet hatte, wurde in diesem Zusammenhang mein Paypal-Konto belastet.
Ich hatte zwischenzeitlich Kontakt zu Airbnb, die mir nach Prüfung schriftlich bestätigten, dass mein Account gehackt wurde und die Buchung unrechtmäßig erfolgte.
Bei Paypal rief ich ebenfalls am nächsten Tag an und erklärte ihnen den Sachverhalt. Der Mitarbeiter versicherte mir, dass man dies aufnehmen werde und auch ksp informieren würde. Er erstellte auch intern eine Konfliktlösung mit der Mitteilung, dass mein Airbnb-Konto gehackt wurde und die Zahlung nicht von mir autorisiert war. Auf diese Konfliktlösung erhielt ich die Mitteilung "Der Fall wurde zu Ihren Gunsten entschieden".
Strafanzeige bei der Polizei habe ich selbstverständlich auch direkt bei Bekanntwerden des Accounthacks gestellt.

Nun habe ich aber trotzdem noch einen Brief von ksp mit der Aufforderung zur Zahlung erhalten. Beim erneuten Kontakt mit dem PayPal-Kundenservice hatte ich eine sehr unfreundliche Mitarbeiterin am Telefon, die mich gar nicht komplett ausreden ließ und mich lediglich dazu aufforderte, das Konto unverzüglich auszugleichen.
Bei Airbnb ist der Fall aktuell noch in Bearbeitung, und eine Mitarbeiterin versicherte mir, dass man so schnell wie möglich daran arbeitet, den Fall aufzuklären und abzuschließen.

Nun meine Frage: Muss ich tatsächlich mein PayPal-Konto selbst ausgleichen oder gar noch die Inkasso-Gebühren zahlen, obwohl ich diese Zahlung weder selbst veranlasst noch autorisiert habe?

Vielen Dank im Voraus an euch, alleine schon, wenn ihr alles bis hierhin gelesen habt ;)

Viele Grüße
Lukosmop

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118526 Beiträge, 39583x hilfreich)

Zitat (von Lukosmop):
Da ich noch von einer früheren Reise ein EInzugsverfahren von Paypal eingerichtet hatte, wurde in diesem Zusammenhang mein Paypal-Konto belastet.

Was für ein Einzugsverfahren denn?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Lukosmop
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Was für ein Einzugsverfahren denn?


Eins von PayPal aus... Dies erlaubt wohl automatische Zahlungen von Händlern, Anbietern.
Ähnlich wie ein Lastschriftmandat, nur eben von PayPal aus. Mir war leider gar nicht mehr bewusst, dass so ein Verfahren mit Airbnb bestand und habe es nun aufgelöst

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Student
(2368 Beiträge, 708x hilfreich)

Zitat (von Lukosmop):
Muss ich tatsächlich mein PayPal-Konto selbst ausgleichen oder gar noch die Inkasso-Gebühren zahlen, obwohl ich diese Zahlung weder selbst veranlasst noch autorisiert habe?

Nein, aber schriftlich zu widersprechen bei KSP würde Sinn machen.

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
vundaal76
Status:
Junior-Partner
(5046 Beiträge, 1957x hilfreich)

Bitte höre mit den Telefonaten auf ! Das bringt nichts.

Zitat:
Ich hatte zwischenzeitlich Kontakt zu Airbnb, die mir nach Prüfung schriftlich bestätigten, dass mein Account gehackt wurde und die Buchung unrechtmäßig erfolgte.


Damit kannst Du nachweisen, dass Du Paypayl keine Autorisierung zur Zahlung erteilt hattest.

Du teilst jetzt KSP einmalig, schriftlich und nachweisbar mit, dass Du der Forderung widersprichst, da keine Zahlungserlaubnis Deinerseits vorlag. Danach stellst Du die Kommunikation mit KSP ein. Inkassobriefe kannst Du als kostenfreies Klopapier nutzen.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Lukosmop
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank euch für die Hilfe! Das werde ich tun.

0x Hilfreiche Antwort

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