PayPal Konto eines Schuldners pfänden?

13. Februar 2021 Thema abonnieren
 Von 
seek2know
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)
PayPal Konto eines Schuldners pfänden?

Hallo,

ich bin Gläubiger und habe die Vermögensauskunft von einem Schuldner beantragt der angegeben hat 3.000 Euro auf seinem PayPal-Konto zu verwalten.

Der Schuldner schuldet mir nur 277 EUR

Wie wende ich mich mit meinem Vollstreckungstitel an PayPal?
Kann ich alternativ die Herausgabe des Kennworts fordern?

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23 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16160x hilfreich)

Zitat:
Kann ich alternativ die Herausgabe des Kennworts fordern?

Nö. Das wäre ja Quatsch, wenn du ihm so das Konto leerräumen könntest.

PayPal ist im Prinzip eine Bank in Luxemburg. https://e-justice.europa.eu/content_procedures_for_enforcing_a_judgment-52-lu-de.do?member=1
Das sollte weiterhelfen.

-- Editiert von mepeisen am 13.02.2021 18:07

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Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

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#2
 Von 
seek2know
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke, ich versuche mein Glück mit einer Vollstreckung bei PayPal.

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#3
 Von 
vundaal76
Status:
Junior-Partner
(5047 Beiträge, 1957x hilfreich)

Zitat:
Danke, ich versuche mein Glück mit einer Vollstreckung bei PayPal.


Dann viel Spass!
Du wirst schnell merken, dass Paypal (aus Luxemburg) an einer Brieffreundschaft mit Dir nicht interessiert sein wird.

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#4
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16160x hilfreich)

Ich denke und hoffe, dass er damit den skizzierten behördlichen Weg geht. Ein Direktkontakt mit PayPal ist in der Tat wenig zielführend.

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#5
 Von 
seek2know
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat:
Ich denke und hoffe, dass er damit den skizzierten behördlichen Weg geht. Ein Direktkontakt mit PayPal ist in der Tat wenig zielführend.


PayPal agiert als Drittschuldner. Bisher habe ich noch nie eine Vollstreckung über PayPal versucht.
Kannst du mir bitte beschreiben wie eine Vollstreckung bei PayPal korrekt abläuft ?

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118764 Beiträge, 39626x hilfreich)

Das sollte man wohl einen Luxemburger Rechtsanwalt fragen..



Zitat (von seek2know):
der angegeben hat 3.000 Euro auf seinem PayPal-Konto zu verwalten.

Und mit einem Mausklick sind die weg ...



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Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#11
 Von 
Ballivus
Status:
Lehrling
(1127 Beiträge, 303x hilfreich)

Wer erdreistet es sich hier einfach meinen Kommentar zu löschen?

Signatur:

Meine Beiträge besser schnell lesen, bevor sie wieder gelöscht werden.

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#13
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16160x hilfreich)

Vermutlich haben die gelöschten Beiträge gegen die Forenregeln verstoßen. Könnt ihr ansonsten einfach beim Thema bleiben?

Zitat:
Das Geld ist nicht weg, ist nur woanders! Es kann nicht weg sein!
Wenn es nicht mehr bei PayPal ist, ist es woanders. Es ist da.

Mag sein, bringt nur dem Gläubiger keine direkte Erkenntnis.

Bei so Situationen sollte man möglichst an der direkten Quelle (Arbeitgeber) pfänden und die Sachen, die man typischerweise nicht wie die Unterhosenwechselt (reguläres Girokonto u.ä.)

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#15
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118764 Beiträge, 39626x hilfreich)

Zitat (von Ballivus):
Wer erdreistet es sich hier einfach meinen Kommentar zu löschen?

Ich gehe mal davon aus, das es daran liegt das es die Antwort auf den vorherigen Trollbeitrag war? So einzeln ergibt der Beitrag dann keinen Sinn mehr ...



Zitat (von BN123):
Offenbar ist aber ja Geld da?!

Das Problem ist ja, das das Geld zum Zeitpunkt der Auskunft da war.
Der Schuldner ist aber nicht verpflichtet das Geld dort zu lassen. Er kann damit unmittelbar nach Abgabe der Erklärung das im nächsten Laden durchbringen. Der Gläubiger hat dann ziemlich viel Aufwand betrieben und steht dann immer noch mit leeren Händen und jeder Menge Kosten da.


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Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#17
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118764 Beiträge, 39626x hilfreich)

Zitat (von BN123):
da ansonsten ja diese Summe zum Lebensunterhalt genutzt werden müsste?

Nö, für den Lebensunterhalt gibt es ja ALG I, ALG II, Grundsicherung, ...


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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#19
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16160x hilfreich)

Theoretisch ja. Aber wer sagt, dass der Gläubiger das Vermögen angegeben hat? Außerdem gibt es Schonvermögen und auch wenn ich die Zahlen nicht im Kopf habe, vermute ich mal, 3000€ könnten darunter fallen.

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#20
 Von 
seek2know
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat:
Theoretisch ja. Aber wer sagt, dass der Gläubiger das Vermögen angegeben hat? Außerdem gibt es Schonvermögen und auch wenn ich die Zahlen nicht im Kopf habe, vermute ich mal, 3000€ könnten darunter fallen.

3000 € sind deutlich über der erlaubten Freigrenze! Sofern der sich nicht in der Privatinsolvenz befindet (und da ist der Schuldner nicht), sollte das Geld pfändbar sein.

Zitat:
Bei so Situationen sollte man möglichst an der direkten Quelle (Arbeitgeber) pfänden und die Sachen, die man typischerweise nicht wie die Unterhosenwechselt (reguläres Girokonto u.ä.)


Nehmen wir einfach mal an, dass sich das viele Geld immer noch auf dem PayPal-Konto des Schuldners befindet. Ich kenne es als Gläubiger so, dass das Gericht bei Pfändung von Bankkonten dem Schuldner ein vorläufiges Zahlungsverbot sendet und das Bankkonto pfänden lässt.

Sollte der Schuldner das Bankkonto zwischenzeitlich leerräumen dann wird er eine Strafanzeige am Hals wegen wegen Vereitelung der Vollstreckung.

Es ist ein Deutscher Schuldner mit Wohnsitz in Deutschland und er darf nach deutschem Recht die Vollstreckung nicht vereiteln. Wo die Bank ist, ist doch egal. Der Schuldner macht sich strafbar wenn er vorzeitig sein PayPal Konto leer räumt und die Vollstreckung vereitelt.

Wieso funktioniert der selbe Weg nicht bei Pfändung eines PayPal-Kontos?


-- Editiert von seek2know am 19.02.2021 12:20

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#21
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118764 Beiträge, 39626x hilfreich)

Zitat (von seek2know):
3000 € sind deutlich über der erlaubten Freigrenze!

Da Gesetz und Rechtsprechung das anders sehen, würde mich interesseiren wie man zu der Erkenntnis kommt?



Zitat (von seek2know):
Wo die Bank ist, ist doch egal.

Nö, den wenn dort keine Deutschen Gesetze gelten ...



Zitat (von seek2know):
Ich kenne es als Gläubiger so, dass das Gericht bei Pfändung von Bankkonten dem Schuldner ein vorläufiges Zahlungsverbot sendet und das Bankkonto pfänden lässt.

Derzeit sind wir aber noch lange vor der Pfändung ...



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Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#23
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118764 Beiträge, 39626x hilfreich)

Zitat (von BN123):
Als Schuldner also das Geld fix auf ein ausländisches Bankkonto (oder eben PayPal) überweisen und es ist vor einer Pfändung sicher?

Nö. Wie kommt man auf so einen Unfug, wo hier doch überall das Gegenteil geschrieben steht?


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