Pfändung eines Kontos das nicht meins ist

22. April 2005 Thema abonnieren
 Von 
Dave_1982
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Pfändung eines Kontos das nicht meins ist

Hallo,

vielleicht kann mir einer helfen.

Meine Mutter hat ein Girokonto auf ihren Namen eröffnet, auf das mein Lohn geht und ich Vollmacht habe. Nachdem ich mit den Unterhaltzahlung in Verzug geraten bin habe ich gestern ein Schreiben von einem Gericht erhalten in dem es heißt, daß das Konto gepfändet werden soll. Es ist aber nicht mein Konto sondern das meiner Mutter - ich habe nur Vollmacht.

Soll meine Mutter das Konto jetzt auflösen? Bei wem aus der Familie werden die wohl noch Pfänden wollen?

Was soll ich tun?

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
luDa
Status:
Lehrling
(1727 Beiträge, 343x hilfreich)

die bank wird die pfändung nicht anerkennen, da es sich nicht um ein konto des schuldners handelt - lediglich wenn von dort probleme drohen sollten sie sich anwaltlichen rat holen.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
hjbartel
Status:
Schüler
(215 Beiträge, 36x hilfreich)

Hallo,

im grossen und ganzen hat luDa Recht. Da ich aber selbst in der Pfändungsbearbeitung einer deutschen Grossbank bin, vielleicht noch ein paar zusätzliche Dinge :

Die Bank wird vielleicht merken, dass alle (oder viele) Kontoumsätze nicht für den Kontoinhaber, sondern für den Bevollmächtigten sind. Das darf nicht sein (§154 AO ) und die Banken gehen auch rigoros vor, wenn sie so etwas sehen. Die Gutschrift an sich können sie (technisch) nicht auf Identität prüfen.

Es kann sehr gut sein, dass Deine Mutter "die Pistole auf die Bruest" gesetzt bekommt und entweder das Konto in ein Gemeinschaftskonto umschreiben lässt oder das Konto wird von der Bank gekündigt.
Es kann in bestimmten rechtlichen Konstellationen sogar dazu führen, dass die Bank die Pfändung anerkennen muss, obwohl der Pfändungsschuldner nur bevollmächtigt ist.

Meine klare Empfehlung für Dich :
- Eröffne ein eigenes Konto und ziehe nicht andere mit rein, das könnte bös ausgehen
- Wenn Du "freiwillig" bei keiner Bank mehr eins bekommst, geh zur Postbank oder zu einer Sparkasse und bitte um ein "Konto für jedermann". (Eine Einrichtung, damit auch Leute mit schlechter Schufa ein Konto auf Guthabenbasis führen können, um am Zahlungsverkehr teilzunehmen.
- Komme Deinen Unterhaltsverpflichtungen nach. Wenn es Dein Ziel ist, die zu umgehen, wird Dir hier keiner gern helfen.
- Wenn dann eine Pfändung droht, sofort mit dem Gläubiger in Verbindung setzen und eine Ratenzahlung vereinbaren, damit die Pfändung ruhend gestellt und das Konto wieder freigemacht wird.
- Wenn das Konto durch eine Pfändung blockiert ist, kann Dich auch die "Bank für Jedermann" rausschmeissen. Grund : Das Konto soll zur aktiven Teilnahme am ZV dienen. Wenn das Konto gesperrt ist, ist das nicht mehr erfüllt.

Gruss Hans-Jürgen
***

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
angie69
Status:
Praktikant
(606 Beiträge, 94x hilfreich)

aha so läuft das, wenn man sich vor Unterhalt drücken will ...........;)

@Hans Jürgen, habe auch vor kurzem Nach Kntopfändung des UH ds Kindesvaters über RA erfahren, das nundas Konto gelöscht sei.Sicher wegen "unaktiver Teilnahme an...", was Du geschrieben hast.

So nun kommen wir an keinen cent mahr ran - nur wenn wir wissen ob ICH in Erfahrung bringen kann, wo evtl. noch ein Konto existiert, wo jetzt Geld vom Arbeitgeber drauf geht....

@ DAVE, Dein Verhalten kann ich echt nicht für Gut heißen !!! Und man Dir übrigens auch mit Lohnpfändung kommen bis Pfändungsgrenze. Aber die Bank pfändet alles was drauf ist , sobald was eingeht, wenn ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss vorliegt!
Auch ein Gerichtsvollziehen kann noch beauftragt werde, der bei Dir dann bei Zahlungsunwilligkeit pfändet oder verlangen, dass Du eine EV abgibst. Glaube sogar auch Haftstrafe könnte er bei rückständigen UH durchsetzen.
Bin auch gerade am überlegen, was mein nächster Schritt mit RA ist ohne Kontokennung.Gerichtsvollzieher ?

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hjbartel
Status:
Schüler
(215 Beiträge, 36x hilfreich)

Hallo Angie,

viele Banken sind mittlerweile rigoros und schmeissen die Kunden raus, sobald eine Pfändung kommt. Das muss man auch verstehen, denn die Pfändungsbearbeitung ist sehr aufwändig und kostet eine Stange Geld. Seit ein paar Jahren dürfen ja keine Gebühren mehr berechnet werden.

Ich versteh aber Dein Problem nicht (Du weisst nicht, wo der Vater jetzt sein Konto hat) Du kannst doch direkt beim Arbeitgeber pfänden lassen.

Noch eine Korrektur : Die Bank pfändet nicht alles, was draufgeht. Sozialleistungen sind innerhalb einer Woche frei; mit Beschluss vom Amtsgericht kann er sich auch ein Existenzminimum von seinem Gehalt freigeben lassen.

In unserem Sozialstaat hat jeder Schuldner das Recht auf ein Minimum, um seinen eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten, auch wenn er noch so viele Schulden hat.

Gruss Hans-Jürgen
***

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
empörli
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 11x hilfreich)

Hallo, Hans-Jürgen,

als angeblicher Banker gibst Du aber seltsame Ratschläge :-)

Selbstverständlich kann kein Konto gepfändet werden, was einem nicht gehört.
Und Mitnutzer ist noch lange nicht Eigentümer.
Es stehtz nirgendwo in den Bank-AGB's geschrieben, wieviel Umsatz der Kontoinhaber oder der Mitnutzer haben soll oder darf.
Schmarrn...:-)

9x Hilfreiche Antwort

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