Rechnung v. Inkasso Unternehmen - dringend Rat

15. November 2012 Thema abonnieren
 Von 
sternchen234
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)
Rechnung v. Inkasso Unternehmen - dringend Rat

Guten Tag,

ich habe über den Bayrischen Inkasso Dienst eine Rechnung bekommen, da ich eine Forderung von der 1&1Telecom nicht gezahlt habe, die meinerseits nicht gerechtfertigt war.
Hintergrund:
- Mobilfunkvertrag abgeschlossen von 16.09.2010 bis 17.09.2012 (24 Monate), inkl. Handy
- Telefonisch verlängert am 21.01.2012 für weitere 24 Monate, aber mit der Option bei Umzug ins Ausland außerordentlich zu kündigen; mit monatliche geringerer Gebühr, allerdings wurde mir verschwiegen, dass sich der sms Preis verdoppelt hat.
- Außerdordentliche Kündigung zum 15.08.2012 wurde nach mehrfachem Schriftverkehr zugestimmt, auch ohne Gebühren (99,-), die mir "kulanterweise" erlassen wurden.
- Im Oktober 2012 wurde ich aufgefordert, das Handy zurück zuschicken oder die Rechnung über den Originalpreis von 249,- zu zahlen. Ich hatte aber in den ersten 12 Monaten bereits mit 10,- monatlich das Handy „abgezahlt" und unabhängig davon, wäre es auch zum Zeitpunkt des Kaufs nicht mehr 249,- Wert gewesen. Da ich das Handy nicht mehr habe, bat ich um eine Kulanz. 1&1 verwies auf die AGB und bestand auf die Forderung.
- Am 08.11.2012 habe ich von o.g. Inkassounternehmen eine Rechnung i.H.v. 324,63 erhalten:
Hauptforderung: 249,-
5% Zinsen: 1,63
Mahnspesen: 20,-
Gebühren: 45,-
Kontoführungskosten: 9,-

Zahlung soll bis 21.11.2012 erfolgen, sonst droht eine Pfändung.

- Ich bin etwas geschockt und unsicher, inwiefern ich dieser Forderung nachgehen muss. Denn nach wie vor sehe ich die Zahlung nicht ein, da ich das Handy teilweise abgezahlt hatte. Der Hauptgrund liegt aber darin, dass ich den Ursprungs-Vertrag hätte laufen lassen sollen bis zum 17.09.2012. Somit wäre mir die Rechnung erspart gewesen. Eine ordentliche Kündigung war allerdings nicht möglich, also blieb nur die außerordentliche. Vom 15.08.2012 bis 19.09.2012 liegen 32 Tage und hatte hier auf eine Kulanz gehofft.

Kann ich noch eine Rechtschutzversicherung abschließen, um einen Anwalt einzuschalten? Gibt es eine Verbraucherschutz-Anlaufstelle?

Vielen Dank für eine Rückmeldung.

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Ramos
Status:
Schüler
(352 Beiträge, 145x hilfreich)

quote:
Kann ich noch eine Rechtschutzversicherung abschließen, um einen Anwalt einzuschalten?


Mir ist keine RSV bekannt, die rückwirkende oder gegenwärtige Fälle abdeckt. Im Gegenteil: i. d. R. gibt es eine vertragliche Wartezeit nach Vertragsschluss.

quote:
Gibt es eine Verbraucherschutz-Anlaufstelle?


Verbraucherschutzstellen gibt es in jeder Stadt. Meist aber haben die ziemlich lange Wartezeiten und beraten nicht kostenlos.

Handelt es sich denn bei dem Handy um jenes aus dem Vertrag mit Laufzeit vom 16.09.2010 bis 17.09.2012? Oder gab es bei der Verlängerung im Januar 2012 ein neues, welches jetzt zurückverlangt wird?

Was konkret stand in dem Schreiben vom Oktober 2012? Hatte man dort eine Frist gesetzt?

Selbst wenn die Forderung berechtigt wäre - die gelisteten "Mahnspesen" und "Kontoführungskosten" sind nicht legitim. Die 45 EUR sind vermutlich nach dem RVG berechnet.

P.S. Im Übrigen halte ich die ersatzweise Rückforderung in Höhe des Neupreises rechtlich für keinesfalls statthaft.

Nebenbei bemerkt: ein Inkassodienst hat keinerlei Pfändungsbefugnis. Dafür bräuchte es erstmal einen Titel. Das sind also Luftnummern.

-- Editiert Ramos am 15.11.2012 19:36

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#2
 Von 
sternchen234
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)

Es handelt sich um das Handy aus dem Ursprungsvertrag.

Ja, man hatte mir eine Frist gesetzt, das Handy zurück zu schicken:
"Sie haben Ihre Ware für 0,00 EUR erhalten. Dieser vergünstigte Preis wird nur in Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag bei 1&1 angeboten. Da der Vertrag beendet wurde, ist es wichtig, dass Sie uns die Ware als Paket innerhalb von 10 Tagen zurück schicken. Erhalten wir das Paket innerhalb von 10 Tagen, die die beiliegende Rechnung nicht eingezogen. Geht die Ware nach dieser Frist ein, berechnen wir Ihnen diese zum regulären Preis. Das bedeutet, dass die Differenz zwischen dem bereits gezahlten Betrag und dem regulären Preis abgebucht wird."

Nur kann ich nur vermuten, dass es sich bei dem bereits gezahlten Betrag um 120,- Euro geht (10,- in den 1. 12 Monaten).

Soll ich vielleicht noch einmal den Dialog mit 1und1 suchen? Telefonisch?

Auch wenn die Gebühren des Inkasso Unternehmens Wucher sind, wie komme ich um die Zahlung herum? Ich werde keinen Anwalt einschalten können.

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#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16160x hilfreich)
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#4
 Von 
Ramos
Status:
Schüler
(352 Beiträge, 145x hilfreich)

Um den Fall genau abzuklären, bräuchte man die AGB und die konkreten Verträge.

Daumen mal pi würde ich es so sehen: wenn es sich um das Handy aus dem ursprünglichen Vertrag handelt, hätte ich ganz erhebliche Zweifel, dass bei der vorzeitigen Vertragsbeendigung von einem Monat vor Ablauf der ursprünglichen Vertragslaufzeit überhaupt noch eine nennenswerte Erstattung beansprucht werden kann - schon gar nicht i. H. des Originalpreises. Einen vertraglichen Anspruch auf den Originalpreis halte ich zudem aus mehreren Gesichtspunkten für zweifelhaft - das geht schon damit los, inwiefern sich die 24-monatige Verlängerung vom Januar 2012 überhaupt auf das Handy ausdehnen lässt. In Frage käme m. E. bestenfalls ein Schadensersatzanspruch und der dürfte sich anteilsmäßig berechnen (249 EUR / 24 = 10,38 EUR), im denkbar schlechtesten Fall auf den Zeitwert eines gebrauchten Handys erstrecken.

Ich würde es deshalb in solch einem Falle darauf ankommen lassen und gegenüber dem Inkassounternehmen den Anspruch der Forderung insgesamt widersprechen und sie als unbegründet zurückweisen. Das Kostenrisiko einer Klage dürfte für 1+1 hier ungleich hoch sein, sodass davon auszugehen ist, dass da nichts mehr nachkommt.

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#5
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16160x hilfreich)

quote:



Um den Fall genau abzuklären, bräuchte man die AGB und die konkreten Verträge.

Bezogen auf die aktuellen Tarifbeschreibungen, Angebote und AGBs liegt weder eine Miete des handys vor, noch liegt eine Möglichkeit vor, das Handy zurückzufordern. Darüber hinaus sind die 10 Euro Differenz monatlich offensichtlich (ohne Handy 29,95€, mit Handy für zwei Jahre 39,95€, ab drittem Jahr identischer Preis).

Steht alles im anderen thema drin, ich denke wir sollten uns auf ein Thema beschränken :)

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0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Ramos
Status:
Schüler
(352 Beiträge, 145x hilfreich)

ahh, mercy für die Info - habe ich übersehen, dass es da wohl noch einen anderen Thread gibt.

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