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Rechtsanwalt Rainer Haas & Kollegen gibt nicht auf

23. Januar 2018 Thema abonnieren
 Von 
Melli123mitglied
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)
Rechtsanwalt Rainer Haas & Kollegen gibt nicht auf

Hallo,

ich bin neu hier und habe bis jetzt immer still mitgelesen aber nun glaub ich habe ich ein Problem am Hals bei dem ich Hilfe brauche.

Folgendes ist mir passiert:

Ich habe eine Forderung eines Versandhauses total vergessen zu bezahlen. Daraufhin habe ich einen netten Brief von der Rechtsanwaltgesellschaft Haas und Kollegen erhalten. Ich habe ein bisschen nachgelesen weil mir die Gebühren alle sehr hoch vorkamen und habe daraufhin von der Kostendopplung gelesen und dass diese nicht zulässig ist. Also bin ich so vorgegangen:
Ich habe gleich (das war im August 2017) die Forderung an H&M inklusive Verzugszinsen überwiesen. Ausserdem habe ich die Aufgelisteten Anwaltsgebühren gesondert an Haas usw. überwiesen. Lediglich die Inkassokosten habe ich nicht überwiesen. Da das ganze schon so lang her ist weiß ich gar nicht mehr ob vor dem Rechtsanwalt ein Inkasso kam...

Ich habe dem Anwalt geschrieben, dass ich gegen die Inkassokosten wegen Kostendopplung widerspreche. Daraufhin haben sie noch einmal versucht diese einzutreiben.

Als ich nicht reaiert habe war Ruhe. Nun - im Januar- erreicht mich ein Brief in dem es lautet:

Wir beziehen uns auf Ihre Anfrage und teilen mit, dass auf die von Ihnen bestrittenen Kosten aus Kulanz, ohne Präjudiz und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht verzichtet werden.

Die Forderung berechnet sich nunmehr wie folgt.

Hauptforderung 39,95
Verzugszinsen 0,75
Kosten 141,40

abzüglich Zahlungen 105,15

Gesamtforderung 76,98


Jetzt habe ich heute dort angerufen. Die nette Dame hat mir gesagt, dass Sie selber nicht sieht was da jetzt los ist, und dass irgendwer die Rechtsanwaltgebühren storniert hat... So.. die habe ich aber schon bezahlt..
Ich habe ihr gesagt, dass ich ohne Kostenaufstellung gar nichts zahle.Sie teilte mir mit, dass sie sich drum kümmern wird. Aber ich bin echt kurz davor dass ich das ganze einfach überweise, weil ich Angst haben, dass es jetzt immer mehr wird..

Hilfe was soll ich tun?

Für eure Hilfe wäre ich sehr dankbar

mfG

Melli

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16073x hilfreich)

Zitat:
Da das ganze schon so lang her ist weiß ich gar nicht mehr ob vor dem Rechtsanwalt ein Inkasso kam...

Offensichtlich war dem so, wenn beides in Rechnung gestellt wurde.

Zitat:
Hilfe was soll ich tun?


Mehrmals durchatmen. Du hebst dir die Kontoauszüge auf. Mehr Geld als das, was sie bekommen haben, steht denen einfach nicht zu. Egal wie oft sie betteln. Betrachte das so wie bei kleinen Kindern an der Supermarktkasse. Die wollen auch alle möglichen Süßigkeiten. dennoch musst du hart bleiben und auch mal "Nein" sagen, egal wie laut das Kind schreit.

Man könnte sich wegen der Kostendopplung noch beim Aufsichtsgericht des Inkassos und bei der zuständigen Anwaltskammer beschweren.

Davon abgesehen: Lass es zukünftig, dort anzurufen. Die schüchtern dich nur ein und verleiten dich zu Panikreaktionen. So etwas solltest du lassen. Wenn man unbedingt kommunizieren will (auch wenn ich keinen Grund darin sehe), dann ausschließlich schriftlich.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

6x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Lehrling
(1892 Beiträge, 602x hilfreich)

Na offensichtlich lief hier was schief. Entweder die Call Center Agentin kümmert sich oder du widersprichst nochmals schriftlich

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Melli123mitglied
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)

Bin ich denn im Recht wenn ich widerspreche? Ich habe Angst dass dann wieder ein Brief kommt mit noch höherer Forderung..

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16073x hilfreich)

Die Kostendopplung ist nicht erlaubt. Du musst maximal eine der gebühren bezahlen. Fertig. Und ja, du bist da im Recht, egal was Infoscore oder die Haasen behaupten.

Wenn denn ein Brief käme mit noch höherer Forderung, würde ich mich beim Aufsichtsgericht des Inkassos und bei der Anwaltskammer beschweren und die bitten, denen diese Kostentreiberei endgültig zu verbieten.

Wichtig sind nur Gerichtsbriefe. Beispielsweise ein Mahnbescheid. Da macht man dann ein Kreuzchen bei "Ich widerspreche insgesamt" und schickt es per Einschreiben zurück zum Gericht. Dann sind die genauso weit wie jetzt, haben aber Geld verbrannt. Sie werden dann nochmals meckern, dich auffordern dich zu erklären oder den Widerspruch zurück zu nehmen. Da schweigt man wieder oder schreibt maximal ein süffisantes "Sie haben wohl in den Jura-Vorlesungen nicht aufgepasst. Nicht ich habe hier etwas zu erklären. Sie haben sich zu erklären. ich erwarte ihre Klagebegründung mit Vorfreude."

Danach ist dann endgültig Ruhe. Wie gesagt: Die wissen ganz genau, was erlaubt ist und was nicht. Um mal ganz deutlich zu werden: Die versuchen einfach nur Deppen zu finden, die sich A) nicht auskennen und B) sich vor Panik nicht informieren.

-- Editiert von mepeisen am 23.01.2018 17:09

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

2x Hilfreiche Antwort

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