Rechtsmässiger Titel ohne Mahnung/Adresse?

19. November 2012 Thema abonnieren
 Von 
Pwnzer
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)
Rechtsmässiger Titel ohne Mahnung/Adresse?

Hallo

Ich bin vor einigen Jahren in die Schweiz ausgewandert und habe dabei eine kleine Restschuld in Deutschland vergessen (unter 1000€). Vor kurzem habe ich nun erfahren, dass in den Jahren gegen mich in Deutschland ein Titel erworben wurde inklusive Zahlungsbefehl.

Was mich stutzig macht ist, dass ich nie eine Mahnung/Vorladung oder ähnliches erhalten habe und auch die Adresse auf dem erworbenen Titel nicht stimmt.

Ist denn so ein Titel überhaupt Rechtskräftig ohne meine korrekte Anschrift bzw. Kontaktaufnahme mir gegenüber?

Freundliche Grüsse, Peter

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3 Antworten
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#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16172x hilfreich)

Die Wichtigste Frage ist zunächst einmal, ob die Forderung wirklich auch inhaltlich gerechtfertigt ist. Wenn ja, gibt es da wenig Handhabe.
Wenn du den Behörden deine neue Adresse in der Schweiz nicht hinterlassen hast, ist auch erklärbar, warum nie was kam seither. Dann geschah das alles in Abwesenheit.

Einen Titel kann man auch aufgrund eines Gerichtsurteils erhalten.

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#2
 Von 
Pwnzer
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

In meinen Augen ist die Forderung in der Form natürlich nicht gerechtfertigt. Aber wie kann ich mich nun noch dagegen wehren, wo schon ein Titel erlangt wurde? Bisher hatte ich Hoffnung, dass überhaupt Zweifel an der Rechtmässigkeit so eines Urteils in Abwesenheit besteht.

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#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16172x hilfreich)

Nochmal deutlich die Frage: Ist die Forderung in der Sache OK? Unabhängig davon ob es einen Titel gibt oder nicht. Hast du wirklich etwas vergessen oder will man dir was anhängen?
Wenn du was vergessen hast, wirst du wenig ausrichten können, weil du es in der Sache nicht anfechten kannst. Du könntest bestenfalls nur den Zahlungsbefehl selbst und die Auswirkungen anfechten. Verzugsschaden wirst du bis zu einem gewissen Grad zahlen müssen.
Es ist gewissermaßen deine Schuld, dass du ausgewandert bist. Anders ausgedrückt: Es war deine Entscheidung. Aufgrund der Verjährung hatte der Gläubiger keine andere Chance, als in deiner Abwesenheit einen Titel zu erwirken. Wer weiss wann er dich widergefunden hätte und ob überhaupt.
Wenn die Kosten nicht gerade explodiert sind, würde ich da dann bezahlen. Forderungen, die gerechtfertigt sind, sind halt zu bezahlen, auch für Menschen die auswandern :)
Lass dir ggf. eine Forderungsübersicht vorlegen welche Kosten wann aufgelaufen sind und dann kann man einzeln drüberschauen.

Wenn die Sache inhaltlich nicht OK ist, wirst du ggf. gute Chancen haben mit einer "Vollstreckungsabwehrklage". Mit Verweis darauf, dass du ausgewandert bist und dass alles in deiner Abwesenheit passierte ohne dass du kenntnis erlangt hast.
Da würde ich ggf. einen Anwalt hinzu ziehen.

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