Riverty Inkasso von der Bahn wegen nicht vorgelegter BahnCard

23. März 2024 Thema abonnieren
 Von 
pa515097-1
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Riverty Inkasso von der Bahn wegen nicht vorgelegter BahnCard

Meine Tochter konnte bei einer Bahnfahrt am 05. Oktober 2023 ihre BahnCard 25 bei der Fahrkartenkontrolle nicht vorlegen. Der Kontrolleur hat Ihr daraufhin einen Beleg für erhöhtes Beförderungsentgelt ausgestellt, meinte aber dass dies kein Problem sei und ihr eine URL gegeben, bei der sie den Nachweis hochladen könne. Wenn sie das mache, müsse sie nur eine Bearbeitungsgebühr bezahlen. Den Nachweis hat meine Tochter am gleichen Abend hochgeladen und eine Bestätigungsmail von der Bahn mit einem Aktenzeichen erhalten und dem Hinweis das Zahlungsforderungen ausgesetzt sind, bis sie wieder von der Bahn hört. Sie hat dann von der Bahn nichts mehr gehört, bis Ende Januar ein Schreiben von Riverty Inkasso mit einer Forderung von 281,91 EUR kam. Wir haben bei Riverty Einspruch eingelegt, daraufhin kam am 05.03.2024 ein erneutes Schreiben, in dem dargelegt wurde, dass sich bei Vorlage der Bahncard lediglich das Beförderungsendgelt um 7,00 EUR reduziert. Darüberhinaus hätte meine Tochter am 26.10.2023 von der Bahn eine mail erhalten, wo sie nochmal dazu aufgefordert wurde, den Nachweis für die BahnCard und den Fahrschein hoch zu laden. Diese mail hat meine Tochter jedoch nicht erhalten und blieb daher unbeantwortet, was Riverty Inkasso auch anmahnte. Laut Quelle Focus (https://praxistipps.focus.de/bahncard-vergessen-das-muessen-sie-wissen_105166; Abgerufen am 21.03.2024 13:00h) fällt bei Vorlage der BahnCard Lediglich eine Gebühr von 7,00 EUR an. Bei der Bahn selbst findet sich die Info, dass beim Hochladen des Nachweises die Forderung auf eine Bearbeitungsgebühr reduziert wird (Quelle: https://www.bahn.de/faq/ich-habe-eine-fahrpreisnacherhebung-erhalten-was-jetzt; abgerufen am 21.03.2024 13:05 h) was wahrscheinlich die im Focus genannten 7,00 EUR sein werden.

Die konkrete Frage ist nun:
- Darf die Bahn ein Inkasso ohne jede weitere Mahnungen einleiten?
- Meine Tochter ist Ihrer Pflicht, den Nachweis hochzuladen, unverzüglich nachgekommen. Die Antwort der Bahn mit der Forderung den BahnCard mit dem Fahrschein (der ja vom Kontrolleur kontrolliert wurde) hochzuladend hat meine Tochter nicht bekommen. Ist die Forderung der Bahn damit überhaupt rechtmäßig?
- Wie hoch ist überhaupt die Forderung der Bahn? So richtig klar ist das ja nirgendwo ersichtlich.
Vielen Dank für einen Antwort.


-- Editiert von User am 23. März 2024 16:07

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120219 Beiträge, 39849x hilfreich)

Zitat (von pa515097-1):
bis Ende Januar ein Schreiben von Riverty Inkasso mit einer Forderung von 281,91 EUR kam

Wie setzt sich denn diese Summe zusammen?



Zitat (von pa515097-1):
Darf die Bahn ein Inkasso ohne jede weitere Mahnungen einleiten?

Ja.



Zitat (von pa515097-1):
- Meine Tochter ist Ihrer Pflicht, den Nachweis hochzuladen, unverzüglich nachgekommen.

Offensichtlich nicht, so wie ich es las hat sie nur die BahnCard hochgeladen. Und 50% von Nachweis sind hat nur 50%.



Zitat (von pa515097-1):
- Wie hoch ist überhaupt die Forderung der Bahn?

Das sollte sich durch lesen des Inkassoschreibens ergeben.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16535 Beiträge, 9306x hilfreich)

Zitat (von pa515097-1):
Den Nachweis hat meine Tochter am gleichen Abend hochgeladen und eine Bestätigungsmail von der Bahn mit einem Aktenzeichen erhalten und dem Hinweis das Zahlungsforderungen ausgesetzt sind, bis sie wieder von der Bahn hört

Je nach Inhalt der Bestätigungsmail würde ich mich entspannt zurücklehnen. Wenn man schriftlich hat, dass Zahlungsforderungen ausgesetzt sind, dann muss sich die Gegenseite auch daran festhalten lassen.

Zitat (von pa515097-1):
- Darf die Bahn ein Inkasso ohne jede weitere Mahnungen einleiten?

Man darf immer irgendwelche Inkassos einleiten - die Frage ist halt, ob der Kunde bezahlen muss. (Eine unberechtigte Forderung wird ja nicht dadurch berechtigt, dass ein Inkassobüro beauftragt wird. Umgekehrt wird eine berechtigte Forderung nicht dadurch unberechtigt, dass keine Mahnung geschickt wurde.)

Zitat (von pa515097-1):
- Wie hoch ist überhaupt die Forderung der Bahn? So richtig klar ist das ja nirgendwo ersichtlich.

Die Bahn fordert doch nichts mehr. Jetzt fordert "nur" noch das Inkassobüro. Wie sich die Forderung zusammensetzt, muss natürlich klar dargestellt werden.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120219 Beiträge, 39849x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Je nach Inhalt der Bestätigungsmail würde ich mich entspannt zurücklehnen

Ja, da wäre mal der Wortlaut interessant ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2332 Beiträge, 364x hilfreich)

Wenn da tatsächich drin steht "Forderung ausgesetzt, bis sie wieder von der Bahn hören"...

Dann würde das zwei Dinge bedeuten:
1. Solange die Bahn die Forderung nicht wieder einsetzt, kann das Inkasso einen Hampelmann machen...die Aussetzung hat eine klar definierte Bedingung bis wann sie läuft und das kann nur die Bahn und nicht irgendein daherbeauftragter Dritter.

2. (spitzfindig und durchaus lebensfremd) Hören ist nicht Schreiben und nicht Mailen sondern akustische Wahrnehmung und selbst wenn man die Mail bekommen hätte, wenn man sie sich nicht gerade von einem Screenreader vorlesen lässt, dann hört man den Inhalt nicht sondern man liest ihn.

-- Editiert von User am 26. März 2024 11:55

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