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Schadensersatzforderung Eplus - Inkasso

26. März 2019 Thema abonnieren
 Von 
069069069
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 5x hilfreich)
Schadensersatzforderung Eplus - Inkasso

Hallo liebe Community, nach 2 Jahren des Abzahlens habe ich mich auf Herbst gefreut,der Zeitpunkt an dem ich alle meine Schulden los bin. Habe eben den Briefkasten geöffnet, und da schlummerte doch noch etwas :) Eplus...

Ich bekam Post vom Inkasso (GFKL Collections; Lowell). Eplus. Gesamtsumme: 1.868,08€

setzen sich zsm aus:
übergebene Rechn.-beträge Gesamt: 630,35
Schadensersatzforderung: 715,44
Verzugszinsen ...
Rücklastlosten ... etc

Ich habe nach meiner Erinnerung einen Vertrag in 2013 abgeschlossen, und diesen nie gezahlt. Und ich bin bereit für meine Schuld einzustehen. Ist eine so hohe Schadenersatzforderung rechtmäßig? Kann ich diese anfechten und die Gesamtschuld drücken?
Ich brauche dringend ein paar Tipps, mein Kopf qualmt... danke im voraus für jeden noch so kleinen Tipp.


-- Editiert von 069069069 am 26.03.2019 14:37

-- Editiert von 069069069 am 26.03.2019 14:39

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19 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3440x hilfreich)

Da sind mehr Infos notwendig! Möglicherweise sogar verjährt?! Oder gab es dazu bereits eine Vereinbarung (Ratenplan o.ä.) ?
Wann war die genaue Laufzeit des Vertrages? Wann wurde außerordentlich gekündigt?
Wie setzt sich die Schadenersatzfordeurng zusammen? Üblich sind 20..50% der normalen Grundgebühr. Mehr ist auch nicht durchsetzbar.

Signatur:

Vernunft ist wichtiger als Paragraphen

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#2
 Von 
069069069
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 5x hilfreich)

Danke für die Antwort vorab.

Es gab nie eine Vereinbarung, meine sim Karte wurde meines Wissens nach 3 4 Monaten deaktiviert, danach bin ich in der selben Stadt mehrfach umgezogen. Die Laufzeit waren 24 Monate und ich kann leider nicht mehr nachvollziehen, wie wo wann gekündigt worden ist seitens von ePlus. Ist das noch herausfindbar?

Vor allem frage ich mich, ob der Schadenersatz so hoch sein darf?

-- Editiert von 069069069 am 26.03.2019 15:12

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#3
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3440x hilfreich)

Könnte dann aber auch egal sein, da bei Vertragsende 2013 der Fall verjährt scheint, sofern kein Titel besteht.
Dann reicht ein Antwortschreiben, in dem Du die "Einrede der Verjährung" geltend machst.

Signatur:

Vernunft ist wichtiger als Paragraphen

2x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
069069069
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 5x hilfreich)

Der Vertrag wurde Juni 2013 abgeschlossen, wann er gekündigt worden ist, weiß ich leider nicht.

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#5
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3440x hilfreich)

Zitat:
wurde meines Wissens nach 3-4 Monaten deaktiviert
... was einer außerordentlichen Kündigung entsprechen würde.

Signatur:

Vernunft ist wichtiger als Paragraphen

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
069069069
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 5x hilfreich)







Ps: falls nicht illegal, entlohnen ich gerne für die Mühe!!! (Paypal)

-- Editiert von 069069069 am 26.03.2019 15:30

-- Editiert von 069069069 am 26.03.2019 15:42

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#7
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3440x hilfreich)

Rechnungen aus 2013 sind verjährt und nicht mehr einklagbar.
Da scheint das Inkasso auf Dummenfang zu sein. Wie man das begründen will ist mir schleierhaft. Ich fürchte aber, da kommt noch was. Wird jedenfalls einige Monate für Beschäftigung sorgen. Fordere in Deinem Brief neben der Verjährungseinrede eine Kopie aller Rechnungen um die Lage genau zu prüfen.

Entlohnen brauchst Du hier niemand. Wenn, dann spende vielleicht z.B. an SOS-Kinderdörfer einen Teil der ersparten Kosten, wenn das abgeschlossen ist. Als Reue, denn Deinen Vertragsbruch finde ich auch nicht gut.

Signatur:

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#8
 Von 
069069069
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 5x hilfreich)

Werde ich auf jeden Fall machen! Danke!

Was könnte auf mich zukommen? Ich sende einen Brief mit Verjährungseinrede, fordere eine Kopie aller Rechnungen. Wollen die den Fall rauszögern? Soll ich mir besser einen Anwalt nehmen oder auf eigene Faust probieren?

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#9
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3440x hilfreich)

Ein Anwalt ist in dem Stadium so sinnvoll wie ein Kropf!
Ein Anwalt braucht zuerst Informationen um die Rechtslage zu prüfen. Möglichst viel Material sammeln, selbst wenig Infos von sich preisgeben und ordentlich sortieren.
Ich vermute, hier sind vergessene Forderungen aufgetaucht und man sucht einen Dummen der das nach den vielen Jahren noch freiwillig bezahlt. Kann aber auch noch andere, hinterhältige Gründe geben. Das erkennt man dann erst bei den Rechnungen und sonstigen Schreiben (Kündigung). Erkennbar sind nur verjährte Forderungen und nach der Sim-Abschaltung werden unmittelbar Schadenersatz etc. fällig und wären 2013 auch durchsetzbar gewesen.

Signatur:

Vernunft ist wichtiger als Paragraphen

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#10
 Von 
069069069
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 5x hilfreich)

Ich habe eben mit einem Anwalt ein Stadtteil weiter telefoniert, der meinte, ich solle gar nichts machen und auf den Brief vom Gericht warten. Und dann bei Bedarf einen Anwalt einschalten.
Ich weiß nicht, was der richtige Weg ist.

Und was passiert, wenn ich bis 31.03.19 nicht zahle? Mahnung, Gericht?

-- Editiert von 069069069 am 26.03.2019 16:03

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#11
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3440x hilfreich)

Zum jetzigen Zeitpunkt würdest Du den RA selbst zahlen müssen. Daher ist der Rat nicht unverkehrt.
Aber - eskaliert es weiter, dann wird später die Zeit knapp und die noch folgenden Inkassobriefe nerven. Je früher Du a)notwendige Infos anforderst und b)zeigst, das Du Dich nicht verar..... lässt, desto früher ist es vorbei oder aber Du hast Zeit es in aller Ruhe mit einem Anwalt zu prüfen.
Auf den gerichtlichen Mahnbescheid musst Du binnen 14 Tagen reagieren. Im Zweifelsfall ohne Begründung in allen Punkten widersprechen und abwarten. Bei einer Zivilklage zahlt dann der Unterlegene, aber eben auch die Gegenseite+Gerichtskosten.
Übrigens würden >50% der Forderung ohnehin nicht durchsetzbar sein, sofern durch irgendwelche Umstände nicht verjährt. Das sind Inkasso-Ammenmärchen!


-- Editiert von Mr.Cool am 26.03.2019 16:23

Signatur:

Vernunft ist wichtiger als Paragraphen

1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
069069069
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 5x hilfreich)

Danke für die ganze Mühe!!!

Dein Tipp also unbedingt Brief schreiben bzgl Verjährung, Unterlagen anfordern und abwarten? Evtl schon einen Anwalt suchen und ihn in der Hinterhand haben?

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
hausfrau66
Status:
Lehrling
(1092 Beiträge, 821x hilfreich)

Im Nebensatz auch die Meldung an die üblichen Auskunfteien und telefonische Kontaktaufnahme untersagen. Diese Meldung wurde im Brief bereits angedroht. Anwalt ist meines Erachtens momentan noch nicht erforderlich. Den Brief nachweisbar z.B. mit Einwurfeinschreiben versenden.

-- Editiert von hausfrau66 am 26.03.2019 18:28

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#14
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4807 Beiträge, 1887x hilfreich)

1. Einschreiben an das Inkasso, wo die Forderung bestritten wird. Hilfsweise Einrede auf Verjährung.

2. Falls Mahnbescheid kommt - Widersprechen!

3. Falls Klagebegründung kommt - Einrede auf Verjährung bei Gericht!

1x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
069069069
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 5x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
1. Einschreiben an das Inkasso, wo die Forderung bestritten wird. Hilfsweise Einrede auf Verjährung.


Wie sieht so ein Brief aus? Soll die Verjährung der Hauptbestandteil der Forderung oder nur ein Nebensatz sein?
Eine evtl grobe Vorlage wäre super, wenn möglich.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
hausfrau66
Status:
Lehrling
(1092 Beiträge, 821x hilfreich)

Kann man so in etwa gestalten, gerne auch noch die Rechnungsanforderung integrieren:

Sehr geehrter Herr Inkassosachbearbeiter,

bezugnehmend auf ihr Schreiben vom xx.03.2019 zur Forderung XYZ erhebe ich die Einrede der Verjährung. Ich erwarte ihr Erledigtschreiben bis zum 10.04.2019.

Ich untersage Ihnen eine telefonische Kontaktaufnahme und die Meldung der Forderung an einschlägige Auskunfteien.

Mit freundlichen Grüßen
069069069





-- Editiert von hausfrau66 am 26.03.2019 19:09

2x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
069069069
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 5x hilfreich)

Okay, vielen Dank!

Nochmal, da es mir keine Ruhe lässt. Anwalt meinte Schreiben ignorieren, Mahnbescheid wenn da widersprechen, warten bis es zu Gericht kommt und dann den Anwalt einschalten.
Ist das auch ein Weg oder besser wie von euch beschrieben von vorne rein dem Inkasso deutlich machen, das man weiß was Ambach ist?

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104071 Beiträge, 37591x hilfreich)

Zitat (von 069069069):
Ist das auch ein Weg

Ja, das ist auch ein Weg.

Den man übrigens immer noch beschreiten kann, wenns nach dem Schreiben doch noch vor Gericht gehen sollte.



Zitat (von 069069069):
besser wie von euch beschrieben

Zumindest für den Geldbeutel des Anwaltes.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
go612845-30
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe ebenfalls eine Rechnung bekommen in Höhe von 750 Euro, angeblich aus dem Jahr 2010.

Ebenfalls von Lowell Inkasso von Seiten E Plus.

Ein Anruf bei Eplus brachte die Gewißheit das KEINE OFFENE RECHNUG besteht.. also Vorsicht..

Scheint einfach nur ein Versuch zu sein, die Leute abzuzocken!!

Ich werde die Rechnug auf jedenfall nicht bezahlen.

0x Hilfreiche Antwort

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