Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
528.654
Registrierte
Nutzer

Schreiben der Firma "InfoScore" durch Zalando

12.2.2019 Thema abonnieren Zum Thema: Firma nie Sache
 Von 
fb508776-2
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)
Schreiben der Firma "InfoScore" durch Zalando

Hallo,

Ich wende mich bewusst an dieses Forum, da ich mir leider nicht mehr zu helfen weiß. Mehrere Stunden am Telefon mit der Firma Zalando genügen mir nun. Ich bestelle seit 5 Jahren für meine ganze Familie Kleidung bei Zalando und habe dort einen sehr hohen vierstelligen Betrag bisher investiert. Ich habe dieses Unternehmen immer als dynamisch und kulant erlebt und es so weitergetragen, doch was ich nun erlebt habe, würde ich gerne mit Euch teilen und mir eine Meinung einholen, was ich nun tun kann oder soll.

Doch nun der chronologische Ablauf der Ereignisse:

Im Dezember 2018 erhielt ich eine Zahlungsaufforderung des Inkassobüros "InfoScore", dass ich 206,92€ überweisen soll. Es handle sich dabei um Bestellnummer XY. Völlig irritiert über das Schreiben, überprüfte ich in meinem Account, um welche Bestellung es sich dabei gehandelt hat. Diese Bestellung ist aus Mai 2017. Ich kann mich daran erinnern, dass da damals was schief gelaufen war, aber dazu komme ich später. Also habe ich die Firma InfoScore angerufen und mitgeteilt, dass ich damals alle Artikel retourniert habe und diese Artikel nicht in meinem Besitz befindlich sind. Die nette, aber doch deutlich inkompetente Mitarbeiterin, war ebenfalls sehr überrascht darüber, dass Zalando nach solch einem Zeitraum Inkasso-Bescheide rausschickt und versicherte mir, dass der Fall zu meinen Gunsten entschieden werden sollte, also habe ich nicht weiter darüber nachgedacht.

Anfang letzter Woche erhielt ich dieses Schreiben erneut. Ich habe in meinen Mails gewühlt und herausgefunden, dass Zalando mir damals eine falsch etikettierte Hose zugeschickt hat. Bestellt war eine Premium-Chinohose für 129,95€, erhalten hatte ich eine Chino der Firma YourTurn im Warenwert von 19,95€. Das Lustige dabei: Die Hose war mit dem Premium Etikett versehen, hatte aber von innen die Beschriftung der Firma YourTurn. Also sendete ich damals an Zalando Fotos des falschen Produktes und erhielt just die Antwort ich solle die Hose doch einfach zurücksenden. Das habe ich getan. Doch augenscheinlich ist diese Hose dort niemals eingetroffen. Da ich darauf hin auch nie eine Mahnung o.ä. erhalten habe, habe ich mich nicht länger damit befasst. Interessant ist, dass anscheinend eine Sonnenbrille im Wert von 12,95€ auch nicht retourniert worden sein soll, was ebenfalls definitiv der Fall war. Am Telefon sollte mir zumindest zunächst die Brille erstattet werden, bei der Hose könnte man nichts mehr tun. Auch nach mehrmaligen Anrufen erklärt sich die Firma Zalando nicht bereit mir zu helfen. Ich werde dort nebenbei bemerkt nie mehr bestellen, aber das ist eine andere Sache.

So, long story short: Ich soll nun 206,92€ für Kleidung von Mai 2017 im Warenwert von ca. 35€ bezahlen. Anmerkung: Ich besitze diese Sachen nicht. Zalando akzeptiert nicht, dass es sich dabei um eine falsche Hose handelt, obwohl Fotos dies im Schriftverkehr mit Zalando belegen.

Was kann ich tun? Wie kann ich Support erhalten? Ich habe natürlich nach zwei Jahren keinen Retourenschein mehr.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Viele Grüße...

Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Firma nie Sache


28 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(70694 Beiträge, 32302x hilfreich)

Zitat (von fb508776-2):
Ich habe natürlich nach zwei Jahren keinen Retourenschein mehr.

Und was genau ist daran "natürlich", das man solche Sachen wegwirft?

Als erstes ist doch mal die Frage, wie beweist man jetzt, dass man die Ware damals zurückgesendet hat?
Die Falschetikettierung kann man ja offenbar durch Fotos nachweisen? Wie hat die Firma damals daruf reagiert, als man die Hose per Mail reklamierte?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22760 Beiträge, 14979x hilfreich)

Man telefoniert nicht mit Inkassos. Die erzählen am Telefon immer einen riesigen Blödsinn.

Zitat:
und erhielt just die Antwort ich solle die Hose doch einfach zurücksenden.

Konkreter gefragt: Das war via eMail? Du hast diese eMail also noch? Auch die Mail mit dem Rücksendebeleg hast du noch?

Wenn du das bejahst würde ich dem Inkasso folgendes senden: "Wertes Inkasso. Ihre Mandantin versucht sich offenbar an einem betrug. Ich werde daher nun zur Polizei gehen und Strafanzeige wegen versuchten Betrugs erstatten. Details hierzu finden Sie in den Unterlagen. Warenverluste auf dem Rücksendeweg sind nicht mein Problem. Wenden Sie sich hinsichtlich ihrer Bezahlung an ihre Mandantin. Sollten sie von weiteren Forderungen trotz positivem Wissen des Betrugsfalls keinen Abstand nehmen, stelle ich in Aussicht, mich beim Aufsichtsgericht zu beschweren, sowie ihre Mitarbeiter wegen Verdacht der Beihilfe zum Betrug ebenfalls anzuzeigen."

Und dann würde ich zur Polizei gehen und Anzeige erstatten. Vor allem hinsichtlich der Sache, dass man dir offenbar zuerst eine deutlich billigere Hose zugesandt hat und dann (und hier ist der Knackpunkt) aber den vollen Preis fordert. Selbst wenn die Rücksendung nicht angekommen sein soll, ist es absurd, trotzdem den vollen Preis zu verlangen. Ich würde gegenüber der Polizei auch äußern, dass man den Verdacht hegt, dass die Rücksendung sehr wohl ankam, dass man aber absichtlich über ein Jahr gewartet hat, bis auch der Zusteller keine Paketverfolgungsdaten mehr zur Verfügung stellt.

Klar, du hast keinen so ganz so leichten Stand. Aber ich orakele mal: Spätestens nach einem Mahnbescheid, dem man natürlich widerspricht, ist hier Schluss. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man ernsthaft wagt, sich vor Gericht zu trauen mit so einer Nummer. Vor allem angesichts der falsch etikettierten Billig-Ware.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
Sir Berry
Status:
Schlichter
(7183 Beiträge, 2543x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Und was genau ist daran "natürlich", das man solche Sachen wegwirft?

Die Frage habe ich mir während des lesens auch sofort gestellt.

Der korrekte und damit rechtssichere Weg wäre, dem Anbieter - also Zalando - nachzuweisen, dass Du die Ware zurückgeschickt hast. Kommt es nämlich zu dem vom Vorschreiber bereits angesprochenen Mahnbescheid, dann Widerspruch durch Dich und Klagebegründung, wirst du um erfolgreich zu sein ohnehin nicht umhin kommen, den Rückversand nachzuweisen.

Dass die Hose nicht die versprochenen Eigenschaften hatte, hilft Dir dabei nicht weiter, denn das entbindet dich nicht von der Rücksendepflicht, löste vielmehr ungeachtet des Rechts auf Widerruf ein eigenständiges Recht auf Vertragsauflösung aus.

Sowohl bei Hermes als auch bei DHL kann man sich Repros der Belege noch lange Zeit später erstellen lassen. Allerdings nicht kostenfrei. Die Nachbeschaffung der erforderlichen Nachweise ist also möglich.

Berry
.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
fb508776-2
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Erst einmal vielen Dank für eure Unterstützung.

Zitat:
Und was genau ist daran "natürlich", das man solche Sachen wegwirft?

Die Formulierung "natürlich" ist unglücklich gewählt. Ich bestelle sehr viel im Internet und verwahre die Retourenscheine in der Regel solange, bis ich das Feedback des Unternehmens erhalte, dass alles korrekt retourniert worden ist. Da dieser Vorfall allerdings im Mai 2017 vorgefallen ist, habe ich diesen kleinen DHL-Zettel nicht mehr. Es wäre definitiv klüger gewesen diesen aufzubewahren, das ist absolut richtig.

Zitat:
Die Falschetikettierung kann man ja offenbar durch Fotos nachweisen? Wie hat die Firma damals daruf reagiert, als man die Hose per Mail reklamierte?

Ich hatte damals Mail-Verkehr mit Zalando, in dem mein Problem geschildert worden ist und eindeutig durch Fotos dargestellt ist, dass es sich dabei um eine falsch etikettierte Hose handelt. Darauf hin habe ich ein neues Rücksende-Etikett der Firma Zalando erhalten und diese Hose zurückgeschickt. Da ich danach nie wieder was davon gehört habe, hatte ich den Vorfall (fälschlicherweise) für erledigt angesehen. Also ja, die Mail existiert noch, allerdings nirgendwo eine Bestätigung, dass das Paket jemals bei Zalando angekommen ist.

Zitat:
Dass die Hose nicht die versprochenen Eigenschaften hatte, hilft Dir dabei nicht weiter, denn das entbindet dich nicht von der Rücksendepflicht, löste vielmehr ungeachtet des Rechts auf Widerruf ein eigenständiges Recht auf Vertragsauflösung aus.

Ist es nicht rechtswidrig von mir zu verlangen Inkasso-Gebühren für eine Hose zu bezahlen, die ich nachweislich in dieser Preiskategorie nie erhalten habe?

Zitat:
Sowohl bei Hermes als auch bei DHL kann man sich Repros der Belege noch lange Zeit später erstellen lassen. Allerdings nicht kostenfrei. Die Nachbeschaffung der erforderlichen Nachweise ist also möglich

Wie genau soll das denn funktionieren, wenn das im Mai 2017 stattgefunden haben soll?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22760 Beiträge, 14979x hilfreich)

Zitat:
Dass die Hose nicht die versprochenen Eigenschaften hatte, hilft Dir dabei nicht weiter, denn das entbindet dich nicht von der Rücksendepflicht, löste vielmehr ungeachtet des Rechts auf Widerruf ein eigenständiges Recht auf Vertragsauflösung aus

Durchaus richtig. Aber der Kackpunkt war ja die falsche Etikettierung und soweit ich verstanden habe, der Nachweis via Fotos, die man im Rahmen der Reklamation vorgebracht hat. Die falsche Etikettierung liesse sich also auch heute noch problemlos nachweisen.

Das macht es via Rückversand natürlich nicht besser, aber dass der Anbieter und das Inkasso trotz positiver Kenntnis eines solchen Fauxpas immer noch den vollen Warenwert haben will, das muss auch vor Gericht erst mal jemand vertreten wollen.

Zitat:
Also ja, die Mail existiert noch, allerdings nirgendwo eine Bestätigung, dass das Paket jemals bei Zalando angekommen ist.

Unwichtig, kontaktiere DHL und sende denen das Rücksendeetikett zu und bitte um Nachforschung aufgrund der Behauptung, das Paket sei nie angekommen. Und dann abwarten, wie DHL reagiert.

Ich weiß nicht, wie lange (intern) DHL das aufhebt. Es ist glaube ich schon etwas länger, als es online recherchierbar ist. Wird man dann ja sehen.

Aber auch so kann man schon mal gegenüber dem Inkasso eine starke Position zeigen. Die Recherche bei DHL dauert halt und die Wahrscheinlichkeit sehe ich durchaus, dass das einer mit Kompetenz anschauen und das als heißes Eisen begreift und lieber ne Rolle rückwärts macht (aus Kulanz die Forderung einstellt).

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
fb508776-2
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Was wären denn nun die nächsten Steps? Die Zahlungsfrist beim Inkasso läuft am 21.02. ab, Zalando erklärt den Fall für geschlossen.

1.) Kann ich auf das Schreiben des Inkasso-Unternehmens erst einmal Einspruch einlegen? Wenn ja, wie?

2.) Ich werde nun versuchen DHL zu kontaktieren. Was passiert, wenn das Paket nicht ausfindig gemacht werden kann? Edit: Der Retourenschein ist als Anhang in besagter Mail leider nicht mehr vorhanden.

3.) Könnte mir ein Schufa-Eintrag drohen?

4.) Wird man damit vor Gericht ziehen?



-- Editiert von fb508776-2 am 12.02.2019 12:49

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
spatenklopper
Status:
Senior-Partner
(6695 Beiträge, 3244x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Ich weiß nicht, wie lange (intern) DHL das aufhebt.

Privatkunden 3 Monate, Geschäftskunden 12 Monate.

Zitat (von mepeisen):
Unwichtig, kontaktiere DHL und sende denen das Rücksendeetikett zu und bitte um Nachforschung aufgrund der Behauptung, das Paket sei nie angekommen.

Davon abgesehen, dass keine Daten mehr vorliegen dürften, würde DHL dem TE hier keine Auskunft geben.
Vertragspartner war damals Zalando.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#8
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22760 Beiträge, 14979x hilfreich)

Zitat:
Davon abgesehen, dass keine Daten mehr vorliegen dürften, würde DHL dem TE hier keine Auskunft geben.
Vertragspartner war damals Zalando.

Die schriftliche Antwort dazu ist aber wichtig. Denn dann würde man einfach das Nicht-Ankommen des Paketes mit Nicht-Wissen bestreiten und den Anbieter in die sekundäre Beweispflicht bringen, nachzuweisen, was mit dem Paket geschehen sei. Oder nicht?

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#9
 Von 
spatenklopper
Status:
Senior-Partner
(6695 Beiträge, 3244x hilfreich)

Ich meine nicht, denn vor dem "Nicht-Ankommen" hat man das gravierende Problem, dass der eigentliche Rückversand nicht nachgewiesen werden kann.
Ob man den Ball so einfach zurückspielen kann, wage ich daher zu bezweifeln.

-- Editiert von spatenklopper am 12.02.2019 15:04

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#10
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22760 Beiträge, 14979x hilfreich)

Du meinst die Frage, ob man das Paket jemals aufgegeben hat?

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#11
 Von 
fb508776-2
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Habe ich denn eine realistische Chance, dass das Verfahren gegen mich eingestellt wird ohne gerichtliche Auseinandersetzung?

Seitens Zalando heißt es bloß:

Zitat:
wir haben Sie zu jener Zeit um die Rücksendung des falsch gelieferten Artikels gebeten. Da dies Ihrerseits leider nicht geschehen ist, konnten wir auch keine Prüfung des Schaverhalts und entsprechende Gutschrift durchführen. 

Ich bitte Sie um Verständnis, dass wir den Sachverhalt nun anderthalb Jahre später leider nicht mehr in unserem Lager überprüfen können. 
Von einer Kulanzlösung sehen wir in diesem Fall ab. 

Ich bitte Sie daher erneut sich zur Begleichung der Forderung an das zuständige Inkassounternehmen zu wenden.

Obwohl sie in Besitz der Fotos sind, die belegen, dass es sich nicht um die bestellte Ware handelt, weigern sie sich mit mir einen Kompromiss einzugehen.

Ich könnte es akzeptieren, dass diese Hose anscheinend bei Zalando nie eingetroffen ist, allerdings bin ich nicht bereit über 200€ für eine Hose im Warenwert von ca. 20€ zu bezahlen.

Was würdet ihr nun an meiner Stelle tun?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#12
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22760 Beiträge, 14979x hilfreich)

Zitat:
Was würdet ihr nun an meiner Stelle tun?

Ich würde sie voll auflaufen lassen. Meine Meinung siehst du ja weiter oben.

Zitat:
Ich bitte Sie um Verständnis, dass wir den Sachverhalt nun anderthalb Jahre später leider nicht mehr in unserem Lager überprüfen können.

1. So eine Aussage ist eine bodenlose Unverschämtheit. Sie lassen sich erst eineinhalb Jahre Zeit. Und gerade weil sie sich so lange zeit gelassen haben, können sie das nicht mehr nachvollziehen?!?
2. So eine Aussage ist cool. Sie können jetzt nichts mehr nachvollziehen, auch nicht, ob die Ware vielleicht doch ankam und nur falsch/ nicht verarbeitet wurde...
;-)

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#13
 Von 
spatenklopper
Status:
Senior-Partner
(6695 Beiträge, 3244x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Du meinst die Frage, ob man das Paket jemals aufgegeben hat?

Ja.

Wobei die Aussage ja gold wert sein könnte. ;)

Zitat (von fb508776-2):
Ich bitte Sie um Verständnis, dass wir den Sachverhalt nun anderthalb Jahre später leider nicht mehr in unserem Lager überprüfen können.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#14
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22760 Beiträge, 14979x hilfreich)

Je nachdem, wie man sie auslegt. Deswegen mein Smiley oben...
Aber sich alleine darauf zu stützen ist natürlich schwierig. Wo Interpretationsspielraum ist, ist es auch unklar, wie es von einem Richter bewertet werden würde. Cool wäre es, wenn über die Rücksendung vielleicht der Verbleib unklar wäre, aber die Einlieferung wenigstens bestätigt werden könnte seitens DHL. Abwarten :-)

-- Editiert von mepeisen am 12.02.2019 16:38

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#15
 Von 
fb508776-2
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Was würdet ihr denn jetzt an das Inkasso-Unternehmen schreiben?

Ich habe noch nie Kontakt mit einem Inkasso gehabt und weiß gerade absolut nicht, wie ich mich verhalten soll, da die Zahlung am 21.02.2019 fällig ist. Mit Zalando bin ich an dieser Stelle ja erst einmal durch?

Würdet ihr es wirklich drauf ankommen lassen? Ich bin sehr unsicher, welche Konsequenzen das alles für mich haben kann, da ich ja faktisch nicht beweisen kann, dass ich diese Hose zurückgesendet habe.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#16
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22760 Beiträge, 14979x hilfreich)

Meinen Vorschlag habe ich ja schon in Beitrag #2 gemacht. Das ist natürlich relativ radikal, aber nur auf diesem Ohr hören Inkassos. Wenn man sich stark verunsichert zeigt, dann wird man auch am Ende abgezockt.

Für dich zur Hintergrundinfo: Masseninkassos arbeiten mit Datentöpfen. Dein Ziel ist es, in den Datentopf "Da verbrennen wir uns die Finger, lässt sich nicht beeindrucken" zu kommen. Dann ist es fast zu 100% sicher, dass die zügig aufgeben.

Zitat:
Würdet ihr es wirklich drauf ankommen lassen? Ich bin sehr unsicher, welche Konsequenzen das alles für mich haben kann, da ich ja faktisch nicht beweisen kann, dass ich diese Hose zurückgesendet habe.

Glaubwürdigkeit ist ein verdammt hohes Gut. Am Ende des Tages auch für einen Gläubiger. Und im Moment sind die Karten so, dass Gläubiger und Inkasso ihre Glaubwürdigkeit irgendwo weit unterhalb des Kellers angesiedelt haben. Immer unter der Voraussetzung, deine Fotos sind eindeutig.

Wie ich oben schrieb: Selbst wenn du nicht zweifelsfrei am Ende den Rückversand und den Verbleib der Hose beweisen kannst. Du kannst die Reklamation beweisen und (ich gehe mal von aus) die falsche Etikettierung. Darüber hinaus, dass die so dreist sind, von dir das volle Geld zu verlangen. Die Inkassokosten sind aufgrund deiner Reklamation sowieso Unsinn. Dazu kommt die merkwürdig lange Zeitspanne, wie die abgewartet haben. Zusammen bleibt also ein übler Beigeschmack.

Kurzum: Es ist nicht unrealistisch, dass in so einer Situation, wo mehr oder minder kein ordentlicher Beweis zum Paketverbleib mehr bleibt, weil die das rausgezögert haben, wo dann Aussage gegen Aussage steht, ein Richter womöglich das Pendel zu dir ausschlagen lässt. Weil deine Geschichte, dass du es damals sehr wohl zurückgesandt hast, einfach glaubwürdig erscheint.

Und denke dran: Genau diese Überlegungen wird sich irgendwann nach Widerspruch gegen den Mahnbescheid ein Anwalt machen, der das anguckt. Ich sehe nicht, dass so etwas jemals eingeklagt wird :-)

Ist aber keine Garantie. Bin auch kein Anwalt.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#17
 Von 
fb508776-2
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich beziehe mich hiermit auf ihr Schreiben mit dem Aktenzeichen XXX vom XX/XX/2019.

Der von ihnen geforderten Zahlungsforderung von 206,92€ werde ich nicht nachkommen, da ich die Artikel im Mai 2017 retourniert habe und Zalando nach eigener Auskunft, um Verständnis bittet, dass der Sachverhalt anderthalb Jahre später leider nicht mehr überprüft werden kann.

Darüber hinaus ist die Beweislast eindeutig, dass ich von der Zalando AG keine Chinohose im Wert von 119,95€ erhalten habe, sondern eine fälschlich etikettierte Hose der Firma "YourTurn" mit einem Warenwert von 19,95€. Dieser Sachverhalt ist durch Fotos belegt und im Austausch mit Zalando 2017 dokumentiert worden. Demnach ist die Hauptforderung der Zalando AG nicht rechtskräftig.

Für den Fall von Drohungen, etwa mit einer
unzulässigen Eintragung der bestrittenen Forderung bei der SCHUFA, behalte ich mir rechtliche
Schritte gegen Sie vor.
Ich widerspreche der Verarbeitung oder Nutzung sämtlicher Daten zu meiner Person und
fordere Sie auf, diese Daten zu löschen oder – falls eine Löschung bestimmter Daten nicht
möglich ist – die entsprechenden Daten zu sperren. Die Geltendmachung von
Schadenersatzansprüchen behalte ich mir ausdrücklich vor. Ich gehe davon aus, dass die
Sache damit erledigt ist. Eine Zahlung werde ich in keinem Fall vornehmen.

Mit freundlichen Grüßen

__________________________________________________________________________________________________
1.) Kann man das so machen?
2.) Was würdet ihr ergänzen?
3.) Womit ist zu rechnen?
4.) Was wäre der worst case?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#18
 Von 
Sir Berry
Status:
Schlichter
(7183 Beiträge, 2543x hilfreich)

Zitat (von fb508776-2):
1.) Kann man das so machen?
Ja, jeder kann machen was er will, auch Unsinniges.

Zitat (von fb508776-2):
2.) Was würdet ihr ergänzen?
Ergänzen, nichts. Aber das Ganze auf juristisch haltbare Fakten stützen und keine Nebenkriegsschauplätze (keine Chinahose), die nichts mit der Sache zu tun haben, beimischen.

Zitat (von fb508776-2):
3.) Womit ist zu rechnen?
Mit allem zwischen Einstellung der Forderung und gerichtlichem Mahnverfahren, bei Widerspruch gegen den Mahnbescheid also Klage.

Zitat (von fb508776-2):
4.) Was wäre der worst case?
Urteil gegen Dich mit zusätzlichen Kosten verbunden, die den Streitwert übersteigen.

Es ist wie beim Pokern. Du hast derzeit nichts auf der Hand außer der Behauptung die Sachen zurückgeschickt zu haben. Aus diesem "Nichts" würde ein Royal Flush, sobald Du den Einlieferungsbeleg findest/besorgst oder was auch immer.
Mepeisen schreibt weiter oben, dass Dein Vortrag glaubwürdig sei.
Mag sein, lass ich mal als Aussage so stehen.
In einem Rechtsstreit kommt es darauf aber nicht an. Der Antragsteller würde Deine Aussage bestreiten und Du wärest, weil es sich um Sachvortrag von Dir handelt, beweispflichtig.


Wenn Du weiter bluffen willst, beschränke Dich auf das hier Wesentliche. D.h., Du hast die Ware in der xten Kalenderwoche mit dem von Zalando zur Verfügung gestellten Retourenschein zurückgeschickt.
Die Einlieferung kannst Du beweisen (Behauptung).
Die Zahlung verweigerst Du endgültig.

Und das Ganze mit deutlich weniger Emotionen, also rein sachlich.

Aber es wird dann ein Ritt auf der Rasierklinge, denn die Folgen können teuer werden. Aber das wäre dann die Folge der voreiligen Vernichtung von Belegen vor Ablauf der Fristen.

Entscheiden musst Du.

Berry

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#19
 Von 
fb508776-2
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

@Berry, gehe absolut konform mit dir, dass ich die Retoure nicht belegen kann und dass ich die Scheine in Zukunft besser aufbewahren sollte - auch nach zwei Jahren.

Aber spielt es denn gar keine Rolle, dass die Hauptforderung der Firma Zalando nicht rechtens ist, da ich durch Fotos belegt habe, dass die Hose nicht dem gewünschten Artikel entspricht? Sollte ich nicht eher diese Baustelle angehen?

Ich meine selbst wenn ich es nicht beweisen kann, dass ich die Hose zurückgesendet habe, würde es sich am Ende um 20€ handeln, die ich Zalando "schulde".

Könnte ich nicht mit Zalando eine Einigung erhalten und somit das Inkasso-Schreiben abwimmeln?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#20
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(70694 Beiträge, 32302x hilfreich)

Zitat (von fb508776-2):
Ich bitte Sie um Verständnis, dass wir den Sachverhalt nun anderthalb Jahre später leider nicht mehr in unserem Lager überprüfen können.

In einem ähnlichen Fall:

Sehr geehrte Damen und Herren,

über eine solche Antwort bin ich doch sehr verwundert. Sehen HGB und auch die AO nicht nur entsprechende Aufzeichnungspflichten sondern auch Aufbewahrungsfristen vor.
Ich könnte mir vorstellen das Ihre Aussage für die Fachleute des Finanzamtes XYZ nicht uninteressant sind. Dort gibt es eine spezielle Abteilung für solche Fälle. Ich wäre nicht abgeneigt diese anzufordern, damit sie Ihnen im Rahmen einer intensiven Steuerprüfung beistehen Ihre Buchhaltung wieder in die Spur zu bringen.
Auch vor einem Zivilgericht macht sich eine solche Aussage nicht wirklich gut.

Zwei Tage später war das Geld auf dem Konto und man teilte mir mit, das es ein Missverständins gewesen sei. Die Abteilung könnte das natürlich nicht nachvollziehen, die Buchhaltung selbstverständlich schon ...



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#21
 Von 
fb508776-2
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Damit ihr vielleicht mal versteht, wie der "Betrug" seitens Zalando ausschaut - das Bild erinnert beinahe an Fälschungen aus China & Co :grins:

https://www.bilder-upload.eu/bild-6e5f38-1550001468.jpg.html

Die Hose auf dem Bild ist ungefähr mit diesem Produkt hier zu vergleichen:
https://www.zalando.de/your-turn-chino-dark-blue-yo122ea08-k11.html?size=33

Bestellt hatte ich damals ungefähr so etwas (das genaue Produkt ist nicht mehr im Shop):
https://www.zalando.de/polo-ralph-lauren-stoffhose-aviator-navy-po222e01l-k11.html

Ich habe den Vorfall gerade einem Bekannten bei der Polizei geschildert und werde mich rechtsmäßig weiter umhören.

Das Unternehmen "InfoScore" hat im Netz auch einen "sehr guten Ruf" ;)

Vielleicht sollte ich wirklich so drastisch agieren, obwohl ich die Retoure tatsächlich nicht bestätigen kann. Ich kann es einfach nicht akzeptieren 206,92€ dafür bezahlen zu müssen, obwohl der ursprüngliche Fehler bei Zalando lag und Zalando das gar nicht interessiert.



-- Editiert von fb508776-2 am 12.02.2019 21:03

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#22
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22760 Beiträge, 14979x hilfreich)

Zitat:
Aber das Ganze auf juristisch haltbare Fakten stützen und keine Nebenkriegsschauplätze (keine Chinahose), die nichts mit der Sache zu tun haben, beimischen

Ehrlich: Wie kommst du darauf? Natürlich hat das extrem viel damit zu tun. Denn dieser Nebenkriegsschauplatz führt unweigerlich dazu, dass die Hauptforderung in dieser Höhe einfach Blödsinn ist.

Zitat:
Der Antragsteller würde Deine Aussage bestreiten und Du wärest, weil es sich um Sachvortrag von Dir handelt, beweispflichtig.

Die Gegenseite ist in der sekundären Beweislast, was mit dem Paket passiert ist. Warum? Weil sie den Retourenbeleg geliefert hat und damit die Sendungsnummer. Offenbar übersiehst du dieses durchaus wesentliche Detail gerade.

Zitat:
Damit ihr vielleicht mal versteht, wie der "Betrug" seitens Zalando ausschaut

Betrug ist die falsche Etikettierung wie gesagt erst mal nicht. So etwas kann einfach mal passieren, wenn die Hosen sich ähnlich sehen. Wo Menschen sind, passieren Fehler. Betrug wird es dann, wenn man dazu nimmt, dass sie trotz des eindeutigen Fotos weiterhin die volle Forderung eintreiben wollen.

Das Foto sieht für mich durchaus sehr eindeutig aus.

Hast du denn auch Anzeige geschaltet oder erst mal nur mit dem Bekannten gesprochen?

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#23
 Von 
fb508776-2
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Ist es möglich Zalando erst wegen Betruges anzuzeigen, wenn nach dem Widerspruch gegen das Inkasso-Unternehmen ein weiteres Schreiben o.ä. eintrifft?

Der Bekannte von der Polizei wollte sich heute schlau machen und sich bei mir zurückmelden.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#24
 Von 
Sir Berry
Status:
Schlichter
(7183 Beiträge, 2543x hilfreich)

Zitat (von fb508776-2):
st es möglich Zalando erst wegen Betruges anzuzeigen, wenn nach dem Widerspruch gegen das Inkasso-Unternehmen ein weiteres Schreiben o.ä. eintrifft?

Klar, nur ist hier weit und breit nichts von Betrug zu erkennen. Du hast den Beitrag des Vorschreibers schon gelesen zu diesem Aspekt?
Und immer daran denken, dass eine Anzeige auch zu Reaktionen führen kann , die man vielleicht nicht will.
Willl sagen; eine grundlose Anzeige kann recht unangenehmen Folgen haben.

Zitat (von mepeisen):
Ehrlich: Wie kommst du darauf? Natürlich hat das extrem viel damit zu tun. Denn dieser Nebenkriegsschauplatz führt unweigerlich dazu, dass die Hauptforderung in dieser Höhe einfach Blödsinn ist.

Dann gehen wir gedanklich einen oder mehrere Schritte zurück.
Kunde erhält fehlerhafte Ware, Kunde reklamiert, Kunde wird zur Rücksendung aufgefordert damit der Händler prüfen kann - ich hoffe soweit sind wir einig.

Aber genau das wäre im hier diskutierten Fall gelaufen. Dem Kunden wurde die Möglichkeit der Rücksendung geboten. Er muss, weil das Transportrisiko beim Händler liegt, lediglich die Einlieferung beweisen.

Zitat (von mepeisen):
Die Gegenseite ist in der sekundären Beweislast, was mit dem Paket passiert ist. Warum? Weil sie den Retourenbeleg geliefert hat und damit die Sendungsnummer.
Darin würde ich dir zustimmen, wenn die Einlieferung nachgewiesen ist.
Allein die tatsache, dass Zalando einen Retourenbeleg zur Verfügung stellt, lässt aber keine Rückschlüsse darauf zu, dass dieser auch genutzt wurde.

Und die Behauptung das er genutzt wurde erfolgt kundenseitig. Im Zivilprozess sollten Behauptungen beweisbar sein, um damit durchdringen zu können. es reicht zwar grundsätzlich auch das man den Richter überzeugt, aber das wäre eine sehr wacklige Kiste darauf zu vertrauen; zumal auch die Amtsrichter wissen, dass Belege nachgefordert werden können.

Berry

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#25
 Von 
fb508776-2
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

@Berry: Wie würdest du nun in meinem Fall agieren? Klingt ja fast so, als wenn ich die Zahlung einfach akzeptieren soll?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#26
 Von 
fb508776-2
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich würde dem Inkasso-Unternehmen zurück schreiben, dass die Hauptforderung der Zalando AG nicht rechtens ist und ich die Summe nicht bezahlen werde. Fotos kann ich ja genauso gut anhängen, wie einen Mail-Verlauf. Würde sich das Inkasso dann mit Zalando auseinander setzen?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#27
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22760 Beiträge, 14979x hilfreich)

Zitat:
Klar, nur ist hier weit und breit nichts von Betrug zu erkennen.

Nicht zu Anfang. Aber im weiteren Verlauf wird der erkennbar. In dem Moment, wo man mitbekommt, dass hier ein Fehler passiert ist, darf man nicht mehr stur weiterhin den vollen Betrag verlangen.
Zitat:
Willl sagen; eine grundlose Anzeige kann recht unangenehmen Folgen haben.

Grundlos ist das nicht. Ob man hier einen Vorsatz erkennen mag oder das alles auch bis zum Schluss als unglückliche Fügung verklärt, diese Beurteilung ist nicht Aufgabe des TE. Man zeigt einen Verdacht an und der ist hier durchaus begründbar.
Zitat:
Kunde erhält fehlerhafte Ware, Kunde reklamiert, Kunde wird zur Rücksendung aufgefordert damit der Händler prüfen kann - ich hoffe soweit sind wir einig.

Korrekt.
Zitat:
Aber genau das wäre im hier diskutierten Fall gelaufen. Dem Kunden wurde die Möglichkeit der Rücksendung geboten. Er muss, weil das Transportrisiko beim Händler liegt, lediglich die Einlieferung beweisen.

Das bestreite ich ja gar nicht. Es geht doch darum, abzuwägen, ob man lieber zahlt aus Angst oder ob man zumindest versucht, zu seinem Recht zu kommen.

Mal anders herum: Wenn ein Anwalt im Auftrag der Infoscore das ganze am Ende sieht. Wie schätzt er es ein? Er sieht in der Kundenakte das Foto, erkennt die begründete Reklamation. Er sieht auch, dass es kuriose Antworten des Händlers gab, dass man das alles eh heute nicht mehr nachvollziehen könne.
Die Antwort der Zalando ist doch eine Steilvorlage für den TE. Damit bleibt es so oder so bei den Fotos und die sind aber schon sehr eindeutig, wenn man sich die anguckt.

Der Anwalt weiß nicht, ob der Beleg noch da ist oder nicht. Er sieht, dass der TE seine Position deutlich und stark gemacht hat, sich nicht einschüchtern lässt.

Und du meinst, der Anwalt wagt sich dann wirklich noch vor Gericht? Glaube ich jedenfalls nicht dran.

Dass es ein Restrisiko gibt, das haben wir alle ja deutlich gemacht, weshalb man zumindest versuchen sollte, bei DHL noch an irgendeine Information zu kommen.

@TE: Starke Position zeigen, wie auch immer man das formuliert und parallel DHL abfragen. Dabei bleibe ich. Das würde ich so machen. Die Wahrscheinlichkeit halte ich immer noch verflucht hoch, dass das nie mehr ernsthaft weiter verfolgt wird vom Inkasso.

-- Editiert von mepeisen am 13.02.2019 16:17

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#28
 Von 
fb508776-2
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

@mepeisen:

Ich denke, dass ich es genauso machen werde. Ich werde dem Schreiben an InfoScore sowohl Fotos als auch relevante Mail-Verläufe beifügen und mich darauf beziehen, dass die Hauptforderung seitens Zalando nicht rechtens ist.

Leider weiß ich nicht genau, wie ich bei DHL anfragen soll, da mir damals ein separater Retourenschein zugesandt wurde, der leider als Datei nicht mehr auffindbar ist im Mail-Verlauf.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer
  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 182.380 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
77.202 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.