Strato: Inkasso-Forderung halbes Jahr nach Kündigung?

29. Mai 2021 Thema abonnieren
 Von 
Gnumpf
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Strato: Inkasso-Forderung halbes Jahr nach Kündigung?

Hallo,
ich habe seit geraumer Zeit Probleme mit der Strato AG. Ich war da 15 Kahre lang Kunde, hab im Sommer 2020 mein Konto gewechselt und die Bank mit einem Wechselservice beauftragt. Damit fing das Problem an: Im November wurde ich erstmals per Post aufgefordert, einen ausstehenden Betrag zu begleichen (vorher habe ich davon nix mitbekommen, es gab auch keine E-Mail-Rechnungen). Gleichzeitig hat Strato mir die Kündigung ausgesprochen.

Hier das Schreiben:
https://ibb.co/M2jnPyp

Ich habe am 17.11.2020 den Betrag beglichen, damit war die Sache für mich erledigt.

Nun habe ich heute ein Schreiben einer gewissen Delta Forderungsservice GmbH & Co. KG aus Friedberg erhalten mit der Aufforderung, eine neue Strato-Rechnung vom 22.4.2021 bis zum 4. Juni zu begleichen (auch hier habe ich postalisch wieder niemals vorher eine Rechnung erhalten).

Hier dieses Schreiben:
https://ibb.co/VTxdqq0

Ich bin mir nicht ganz sicher, was tun. Bin sonst nicht der Typ, der Inkassoschreiben bekommt :) Eigentlich hat mir das Unternehmen doch mein Strato-Paket gekündigt, also kann ich dies bequem aussitzen und die Androhung, dies den Firmenanwälten zu übergeben, ignorieren? Oder sollt ich den Mist bezahlen und nochmals selbst kündigen (was mir eigentlich gegen den Strich geht).

Danke für Tipps :)

-- Editiert von Gnumpf am 29.05.2021 16:05

-- Editiert von Gnumpf am 29.05.2021 16:12

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7 Antworten
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#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16160x hilfreich)

Die erste Frage wäre, ab wann die Kündigung zieht. Das heißt: War das also eine Art Abschlussrechnung oder lief der Vertrag noch weiter? Beispielsweise eine vierteljährliche Abrechnung bei einem Jahresvertrag o.ä.

Ansonsten kann man auch erst mal das Inkasso mit der Kündigung konfrontieren. Nach dem Motto "Liebes Inkasso. Ich habe nie eine Rechnung gesehen. Davon abgesehen hat ihre Mandantin im letzten November gekündigt und diese Kündigung schriftlich bestätigt. Daher erwarte ich eine Erklärung, wieso ihre Mandantin der Meinung ist, dass der Vertrag trotz der Kündigung weiterlaufen soll. Schon jetzt wünsche ich Ihnen vor Gericht viel Spaß, wie sie begründen wollen, dass auf einem gekündigten Vertrag weiterhin eine Zahlungspflicht besteht."

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

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#2
 Von 
Gnumpf
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke schonmal, ich schreib die Gauner mal an und häng das Kündigungsschreiben an. Mal schauen, was passiert :)

Strato hat ursprünglich immer halbjährlich abgebucht, die Rechnung vom April wäre dann für die vergangenen sechs Monate, aber da mir im November ja die Kündigung ausgesprochen wurde, bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass ich da nicht mehr Kunde bin.

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#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16160x hilfreich)

Wie gesagt: Das kommt drauf an, was der Vertragszeitraum war. Wenn der Vertrag ein Jahresvertrag war und noch ein halbes Jahr gegangen ist danach, dann würdest du vermutlich auch dieses halbe Jahr noch bezahlen müssen. Die Kündigung klingt jedenfalls nicht nach einer fristlosen Kündigung.

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Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

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#4
 Von 
Gnumpf
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Ok, verstehe, danke vielmals :)

Ich ruf bei Strato am Montag an und versuche, das zu klären und hoffe, dass die Inkassos sich dann auch melden. Falls der Vertrag tatsächlich noch laufen sollte, zahl ich das halt zähneknirschend Mitte der Woche.

Bleibt festzuhalten: Diese Praxis, keine postalische Mahnung zu schicken sondern stattdessen sofort ein Inkasso einzuschalten, ist echt ein Unding. Wie soll man da überhaupt mitkriegen, das was nicht stimmt...

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118631 Beiträge, 39611x hilfreich)

Zitat (von Gnumpf):
und die Bank mit einem Wechselservice beauftragt. Damit fing das Problem an:

Nö, das Problem fing damit an, das man sich offenbar nicht mal in das Kundenmenü eingeloggt hat, um zu schauen das die korrekte Bankverbindung da drin steht.



Zitat (von Gnumpf):
Wie soll man da überhaupt mitkriegen, das was nicht stimmt...

In dem man sich um seinen Kram auch kümmert ....



Zitat (von Gnumpf):
Ich ruf bei Strato am Montag an

Ich würde das schriftlich machen.



Zitat (von Gnumpf):
hoffe, dass die Inkassos sich dann auch melden.

Ich vermute stark das die sich nur sehr monoton melden werden, so in der Richtng "stimmt alles, wir haben recht, zahlen sie das Geld, ..."



Zitat (von Gnumpf):
aber da mir im November ja die Kündigung ausgesprochen wurde, bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass ich da nicht mehr Kunde bin.

Das das nicht relevant ist, steht ja schon in der Kündigung.
Ansonsten müsste man tatsächlich mal die Fakten prüfen, zu wann ist die Kündigung wirksam geworden. Dem Text nach ist es keine fristlose Kündigung



Zitat (von mepeisen):
Ich habe nie eine Rechnung gesehen.

Das ist hier aus diversen Gründen nicht relevant.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#6
 Von 
Gnumpf
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Stimmt schon, Harry,

ich hab im November sogar versucht, mich einzuloggen und meine Daten einzusehen, was aber nicht ging, das System hat meinen Login nicht akzeptiert. Da ich aber davon ausging, dass sich die Sache mit der ausgesprochenen Kündigung erledigt hat, hab ich das nicht weiterverfolgt. Im Nachhinein klar ein Fehler.

Ich hab nun mal beim Kundenservice angerufen. Das Problem war wohl: Als Referenz-E-Mail hatte ich eine E-Mail angegeben, die ich schon vor vielen Jahren gekündigt habe (daher konnt ich mich auch nicht mehr einloggen). Dahin wurden wohl auch sämtliche Rechnungen verschickt. Da das automatisiert geschieht, merkte auch niemand, dass die Mails gar nicht mehr ankommen. Und laut AGB war ich verpflichtet, meine Kontaktdaten auf dem Laufenden zu halten. Okay, mea culpa. Dennoch find ich es ärgerlich, dass zumindest wichtige Dokumente wie Mahnungen nicht per Post verschickt werden.

Die Dame hat mir versichert, dass das die letzte Forderung sei und es zu keinen weiteren Verpflichtungen kommen wird. Hab sie dennoch gebeten, meine Mailadresse zu ändern und mir Zugriff auf meine Daten zu verschaffen. Und hab sicherheitshalber meine Bankdaten aktualisiert und eine Kündigungsbestätigung angefordert.

Tjo, 76 Euro ärmer, hoffentlich ein bissl schlauer :)

Thx!




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#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118631 Beiträge, 39611x hilfreich)

Ich persönlich würde an Strato 25 EUR überweisen, mit Verwendungszweck Rechnungsnummer & "Hauptforderung + Zinsen".

Und mit dem Inkasso über die Berechtigung der Inkassokosten streiten - man muss eigentlich nur 1-2 deutliche Brife ans Inkasso senden und dann die nervigen Forderungsschreiben ignorieren.


Alternativ - wenn man großzügig ist - überweist man noch 15 EUR ans Inkasso, mit Verwendungszweck Aktenzeichen & "Inkassokosten einfaches Schreiben". Auch dann werden die wohl weiter nerven.


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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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