Telekom Forderung durch EOS Inkasso

12. Januar 2021 Thema abonnieren
 Von 
NoOneElse
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Telekom Forderung durch EOS Inkasso

Hallo zusammen,

ich erhielt vor Weihnachten eine uralte Forderung aus 2001 der Telekom über EOS Inkasso.
Forderung wurde 2002 tituliert als VB. Soweit erst einmal Ok.

Ich forderte eine detaillierte Forderungsaufstellung, den Titel und die Vollmacht zur Eintreibung der Forderung, was ich heute per E-Mail erhielt.

Die "detaillierte" Forderungsaufstellung sieht lediglich folgendermaßen aus:
Hauptforderung EUR 78,52
Verzugsschaden der Auftraggeberin EUR 7,66
Anwaltsgebühren / Verfahrensvergütung EUR 87,34
Gerichts-/Vollstreckungskosten EUR 12,50
Zinsen bis 12.01.2021 EUR 156,27
abzgl. seit dem 14.11.2001
geleistete Zahlungen EUR 15,00
Gesamtbetrag EUR 327,29
zzgl. weiterer 7,570 % Zinsen p. a. auf die jeweils
restliche Hauptforderung.


Das die Zinsen weitestgehend verjährt sind habe ich schon feststellen können. Die Einrede der Verjährung folgt als nächster Schritt, wenn mit die ordentliche Vollmacht und die detaillierte Forderungsaufstellung im Detail vorliegt.

Nun habe ich ein Problem mit der Vollmacht der Deutschen Telekom:

Diese Vollmacht stammt ursprünglich sicher mal von der Telekom, wurde eingescannt und wird nun scheinbar ohne Angabe des Datums und nachträglich mit meinem Namen, der Kundenreferenznummer und Forderungsnummer versehen worden ist. Die nachträglich eingefügten Zeilen sind weder vom Schriftbild noch von der Ausrichtung der Zeilen mit dem originalen Schreiben im Einklang. Zudem ist das Schreiben als Bild gescannt, die nachträglich eingefügten Zeilen sind in der PDF als Text vorhanden, können also markiert und kopiert werden. Dieses Schreiben ist definitiv kein Original und wurde nachträglich manipuliert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das rechtens ist, wenn ich eine Vollmacht vorgelegt haben möchte.

Folgendes Schreiben ging soeben an EOS Inkasso:

Zitat:
Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für die Zusendung der angeforderten Unterlagen.

Die vorgelegte Vollmacht der Deutschen Telekom AG lehne ich hiermit ab.
Die Vollmacht enthält zuerst einmal kein Datum. Darüber hinaus ist dies eine von Ihnen manipulierte Vollmacht älteren Datums, welche Sie gescannt und nachträglich mit meinem Namen und der Kundenreferenznummer sowie Forderungsnummer versehen haben.
Die nachträglich eingefügten Zeilen sind weder vom Schriftbild noch von der Ausrichtung der Zeilen mit dem originalen Schreiben im Einklang.

Ich fordere Sie hiermit auf die die Vollmacht Ihrer Beauftragung bzw. Abtretung der Forderung im Original vorzulegen und keine manipulierten Dokumente.
Sollten Sie nicht in der Lage sein eine Vollmacht im Original vorzulegen, so sehe ich den Vorgang als erledigt an und erwarte keinerlei Korrespondenz Ihrerseits. Bei Weigerung werde ich mich beim Aufsichtsgericht beschweren und ein Bußgeld wegen Verstoßes gegen §11a RDG beantragen.


Was meint ihr dazu?





-- Editiert von NoOneElse am 12.01.2021 15:20

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Sir Berry
Status:
Unparteiischer
(9326 Beiträge, 2997x hilfreich)

Zitat (von NoOneElse):
Was meint ihr dazu?


Du würdest von mir ohne weitere Korrespondenz Nachricht erhalten, durch den GV der die Forderung zu vollstrecken versucht.

Du verkennst hier absolut Deine Position. Liegt ein Titel vor muss man mit Dir nicht mehr Briefchen austauschen.

Berry

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
vundaal76
Status:
Junior-Partner
(5047 Beiträge, 1957x hilfreich)

Zitat:
Du würdest von mir ohne weitere Korrespondenz Nachricht erhalten, durch den GV der die Forderung zu vollstrecken versucht.


Dann würde ich als Schuldner eine Erinnerung einlegen und bestreiten, dass EOS überhaupt bevollmächtigt ist, die Forderung einzuziehen.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
NoOneElse
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Das die Forderung unbestritten ist, hatte ich glaube ich zum Ausdruck gebracht. Auch dass ich die Forderung begleichen möchte, betone ich hiermit noch einmal.

Allerdings kann EOS Inkasso nicht nachweisen, dass sie berechtigt sind die Forderung einzutreiben, bzw. offensichtlich Vollmachten fälschen.

Bevor ich hier überhaupt in eine Verhandlung eintrete, muss mir mein Gegenüber doch nachweisen, dass sie berechtigt sind diese Forderung gegen mich einzutreiben. Oder irre ich?



-- Editiert von NoOneElse am 12.01.2021 16:32

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Student
(2378 Beiträge, 710x hilfreich)

Man kann das sinnfreie Vollmachtsspiel spielen, man kann es auch sein lassen und sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Selbstverständlich ist eine pauschale Vollmacht gültig.

Was willst du denn erreichen?

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118681 Beiträge, 39619x hilfreich)

Zitat (von NoOneElse):
Was meint ihr dazu?

Naja, man unterstellt Straftaten, das könnte zu einem Problem werden ... wobei EOD so abgestumpft sein dürfte, das es denen egal ist.



Zitat (von NoOneElse):
Bevor ich hier überhaupt in eine Verhandlung eintrete,

Was für eine Verhandlung? Bist Du Dir über die Bedeutung eines vollstreckbaren Titels im klaren?



Zitat (von NoOneElse):
Das die Forderung unbestritten ist, hatte ich glaube ich zum Ausdruck gebracht. Auch dass ich die Forderung begleichen möchte, betone ich hiermit noch einmal.

Dann könnte man einfach an den Gläubiger zahlen ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16160x hilfreich)

Unabhängig davon: Die Forderungsaufstellung ist weder detailliert, noch sinnvoll. Ich würde eine Beschwerde ans Aufsichtsgericht schicken (Amtsgericht Hamburg), dass sich EOS wieder mal weigert, eine vernünftige und nachvollziehbare Forderungsaufstellung vorlegen und dass sie gegen das RDG verstoßen. Selbiges verpflichtet das Inkasso nämlich, die Kostenpositionen sauber aufzuschlüsseln und zu begründen.

Dem Inkasso würde ich dann bei nächster Gelegenheit schreiben, dass ich nochmals 7 Tage Zeit gebe, eine detaillierte Forderungsaufstellung in Form eines Kontoauszuges vorzulegen, sowie insbesondere die verjährten Zinsen zu streichen. Andernfalls würde man ohne weitere Ankündigung negative Feststellungsklage erheben.

Dann sollten diese Leute da den Hintern hochbekommen. Dass das Vollmachtsspiel nicht viel bringt, wurde hier schon erwähnt.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
guest-12318.02.2021 15:37:40
Status:
Schüler
(429 Beiträge, 127x hilfreich)

Also ich würde aber auch wissen, dass ich an die richtige Firma bezahle. Da gibt es sicher auch findige Firmen, die sowas irgendwo her haben, und dann die Vollmacht fälschen um an die Kohle zu kommen.
Kenne mich da nicht so aus, aber könnte der Auftraggeber, also hier wohl die Telekom, die Vollmacht nicht auch bestätigen?!

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16160x hilfreich)

EOS macht solche findigen Aktionen normalerweise nicht.

Die verdienen sich auch so eine goldene Nase. Alleine schon mit den ganzen Otto-Forderungen. Die EOS ist nämlich nichts anderes als die Mahnabteilung des Otto-Konzerns. In Management-Magazinen haben sich die Manager selbstverliebt auf die eigene Schulter geklopft, weil EOS die am stärksten wachsende Tochter des Otto-Konzern war/ist.
Sprich: Man schreibt auf die eigene Mahnung "Inkasso" drauf und kriegt statt 1€ dann 70,20€. Klar, dass sich die Manager selbst für diese absurde Abzocke loben.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

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