TeschInkasso kommt 09/2021 mit Vodafone Forderung von 2009

5. September 2021 Thema abonnieren
 Von 
newblader
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
TeschInkasso kommt 09/2021 mit Vodafone Forderung von 2009

Hallo,
meine Frau hat gestern einen Brief von TeschInkasso bekommen. Laut dem Schreiben, liegt denen ein Vollstreckungsbescheid von 2009 vor. Angeblich wurden die von Vodafone beauftragt.
Wir sind beide aus allen Wolken gefallen, als wir die Forderung über 1.547€ gesehen haben. Meine Frau kann sich nicht daran erinnern, damals was mit Vodafone gemacht zu haben, geschweige denn, jemals einen Vollstreckungsbescheid bekommen zu habe.
Darauf hin, bin ich das Schreiben von denen einmal durch gegangen und die Forderungsaufstellung, kann ich absolut nicht nachvollziehen, da diese mich total verwirrt.
Es werden einfach Zinsen von 2009 bis heute berechnet, was nach meinem Kenntnisstand, so schon mal nicht rechtens ist, darüber hinaus, werden auch einfach Zinsen über den üblichen 5% Basiszins berechnet, was m.M.n. doch auch nicht haltbar ist?

Ich habe das komplette Schreiben mal hochgeladen (Namen usw. natürlich unkenntlich) und würde mich über Eure Hilfe, sehr freuen, da ich nicht so fit darin bin, was Inkasso angeht.
https://drive.google.com/file/d/1GsCAa41MKEjMM-A1zrQYV4euZ2fwrz2s/view?usp=sharing

Es wurde dem Schreiben auch keine Kopie des Vollstreckungsbescheids beigelegt oder sonst irgend etwas, was die Forderung untermauert.... für mich richt das irgendwie nach Mottenkiste oder versuchte Abzocke.



-- Editiert von newblader am 05.09.2021 14:35

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118553 Beiträge, 39594x hilfreich)

Ich würde erst mal die Berechtigung der Forderung bestreiten und eine Einmeldung in die Auskunfteien untersagen.
Des weiteren würde ich den Titel in Kopie anfordern.

Dann kann man mal prüfen, ob das so seine Richtigkeit hat, ob man überhaupt mal da gewohnt hat etc.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
newblader
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Auf jeden Fall, auf Zuruf zahl ich sowieso schon mal gar nichts.
Also werde ich denen jetzt erstmal, wie von Dir angesprochen, einen netten Brief zukommen lassen.
Soll ich denen auch direkt um die Ohren hauen, dass deren Forderungsaufstellung, auch für den Hintern ist, oder dürfen die wirklich Zinsen seit 2009 berechnen und dann teilweise auch noch mit über 6,6%?
Das komische ist ja, von uns hat keiner jemals in Hagen gewohnt, weder meine Frau (zu dem Zeitpunkt kannten wir uns noch nicht), noch ich.

-- Editiert von newblader am 05.09.2021 17:19

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#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16158x hilfreich)

Abwarten. So wie Harry schreibt erst die Kopie des VB einfordern. Wichtig: Sobald ihr das erhaltet direkt am selben Tag nochmal hier melden.

Ggf. ist es eine Personenverwechslung (Adresse unbedingt genau prüfen).

Das Gericht ist uninteressant. Das ist das für den Gläubiger zuständige Gericht. Es gibt da im Regelfall eines pro Bundesland.

-- Editiert von mepeisen am 05.09.2021 17:42

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
newblader
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

So ich habe jetzt mal ein Schreiben an das Inkasso vorbereitet, leider bin ich in diesem Bereich, nicht so fit, was die Formulierungen angeht.
Vielleicht könnt Ihr da ja noch mal drüber gucken, ob ich das so absenden kann, oder ob da noch was fehlt.

Sehr geehrte Damen und Herren,
in vorbezeichneter Angelegenheit nehme ich Bezug auf Ihr Schreiben vom 02.09.2021, in dem Sie von mir eine Zahlung von 1.547,07 € verlangen.
Hiermit bestreite ich die Rechtsmäßigkeit der geltend gemachten Hauptforderung als auch der Inkassokosten und Zinsen, sowohl dem Grunde als auch der Höhe nach.

Ich fordere Sie zudem auf, mir den in Ihrem Schreiben genannten Vollstreckungsbescheid, des Amtsgericht Hagen, in Kopie zuzusenden und mir den Vertragsschluss in verständlicher und gerichtstauglicher Art und Weise zu beweisen.

Des Weiteren warne ich unter Hinweis auf § 28 a BDSG vor widerrechtlicher Weitergabe meiner Daten an die SCHUFA oder andere Datenbanken. Zudem fordere ich Sie auf, meine gespeicherten Daten unverzüglich zu löschen. Sofern eine Löschung bestimmter Daten nicht möglich ist, sind die Daten zu sperren. Die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen behalte ich mir ausdrücklich vor. Ich untersage Ihnen jegliche weitere Verwendung und Übermittlung der bereits zu meiner Person vorhandenen Daten, für bereits an Dritte übermittelte Daten fordere ich die unverzügliche Sperrung.
Abschließend bitte ich, mir die entsprechenden Unterlagen, in Kopie, bis zum
20.09.2021, zukommen zu lassen.

Nach Ablauf der Frist behalte ich mir vor, meine berechtigten Ansprüche mit Hilfe eines Rechtsanwalts durchsetzen. Ich weise darauf hin, dass die hierdurch bedingten Anwaltskosten als Verzugsschaden von Ihnen zu tragen sein werden.

Mit freundlichen Grüßen


Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!

-- Editiert von newblader am 05.09.2021 19:14

-- Editiert von newblader am 05.09.2021 19:19

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118553 Beiträge, 39594x hilfreich)

Zitat (von newblader):
Zudem fordere ich Sie auf, meine gespeicherten Daten unverzüglich zu löschen. Sofern eine Löschung bestimmter Daten nicht möglich ist, sind die Daten zu sperren.

Zitat (von newblader):
Ich untersage Ihnen jegliche weitere Verwendung und Übermittlung der bereits zu meiner Person vorhandenen Daten

Den Unfug würde ich streichen - ich wette per Google in einer Vorlage gefunden?


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Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#6
 Von 
newblader
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja richtig, hatte mir ein paar angeguckt und zum Teil was daraus übernommen.
Ok, hab die entsprechenden Passagen raus genommen. Danke.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16158x hilfreich)

Zitat:
und mir den Vertragsschluss in verständlicher und gerichtstauglicher Art und Weise zu beweisen.

Das kannst du auch streichen. Wenn es einen Titel (VB) gibt, dann muss dir niemand mehr einen Vertrag nachweisen.

Zitat:
Nach Ablauf der Frist behalte ich mir vor, meine berechtigten Ansprüche mit Hilfe eines Rechtsanwalts durchsetzen. Ich weise darauf hin, dass die hierdurch bedingten Anwaltskosten als Verzugsschaden von Ihnen zu tragen sein werden.

Das würde ich so formulieren: Nach Ablauf der Frist werde ich via Rechtsanwalt gerichtlich gegen Sie vorgehen.

Mehr nicht.

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