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UGV Inkasso und Klarna

12.9.2019 Thema abonnieren
 Von 
fb525455-47
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
UGV Inkasso und Klarna

Hallo liebe Community,
Ich hab ein Problem mit dem Allseits bekannten *** Inkassounternehmen.
Die haben mir vor ca 2 Wochen den ersten Brief zukommen lassen mit einer Forderung, die mir gänzlich unbekannt ist. Ich antwortete und verlangte eine Kostenaufstellung und schrieb dazu dass ich nicht bezahlen werde solange mir nicht bewiesen werden kann dass ich irgendwo Schulden habe. Die Kostenaufstellung kam heute und nun erfuhr ich dass diese Schulden angeblich bei klarna aufgelaufen sein sollen 2016.
Ich habe bei klarna angerufen und mir wurde bestätigt, dass ich keinerlei Rückstände habe.
Ich weiss nun nicht wie ich mich weiter verhalten soll.
Kann mir jemand helfen?
Liebe Grüße

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
carosschatz
Status:
Beginner
(89 Beiträge, 9x hilfreich)

Ist die Forderung denn bereits tituliert oder nicht? Falls Nein, würde sie zum Ende des Jahres sowieso verjähren, aber die Modenbacher werden da sicher noch einen Mahnbescheid beantragen. Dieser hemmt die Verjährung um 6 Monate.

Dass Klarna sagt du hast da keine Schulden, kann daran liegen dass Klarna selbst die Forderung verkauft hat oder abgetreten, nach dem Motto: Soll sich jemand anders damit rum schlagen.

Fordere das Inkasso auf, dir die Rechnung vorzulegen, die offen sein soll. Können oder wollen sie das nicht, einfach erst mal alles ignorieren. Sollte der Mahnbescheid kommen, ohne dir die Schuld nachgewiesen zu haben, diesem widersprechen.

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#2
 Von 
fb525455-47
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die Antwort. Ich habe soeben dort angerufen und denen mitgeteilt dass ich gerne wissen möchte woher die Schulden kommen .
Die äußerst "freundliche " Mitarbeiterin verwies mich auf die Kostenaufstellung, die man mir ja zugesendet hat. Ich habe ihr dann aber gesagt dass ich wissen möchte was ich bestellt habe, dass ich eine Rechnung oder ähnliches sehen will und vorher überhaupt nichts bezahle...
Bin nun gespannt. Die Hauptforderung liegt bei 234 Euro ..ich bin mir sicher damals nicht für soviel Geld etwas gekauft zu haben ,weil ich damals garnicht die finanziellen Mittel dazu gehabt hätte...

Ich weiss nicht wirklich was tituliert bedeutet...aber in dem Brief war ganz hinten eine Kopie angeheftet "vollstreckungsbescheid" der bescheid selber ist mir nie zugestellt worden.die Adresse, die auf dem Briefkopf steht,bewohne ich seit 2013 nicht mehr .

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#3
 Von 
carosschatz
Status:
Beginner
(89 Beiträge, 9x hilfreich)

Das sind äußerst wichtige Informationen!

Zu aller erst aber mal: Mit solchen Inkasso Buden oder Anwälten führt man keine Telefonate! Wenn man sich was mitzuteilen hat, dann immer nur ganz Oldschool per Briefpost.

Nun zu dem Bescheid: Kannst du denn nachweisen, dass du diese Adresse seit 2013 nicht mehr bewohnst? Also Meldebescheid oder ähnliches? Wann genau ist der Bescheid denn an der Adresse zugestellt worden? Hast du die Adresse zu der Zeit noch bewohnt oder war dein Name noch am Briefkasten weil du vielleicht noch am umziehen warst oder ähnliches?

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#4
 Von 
fb525455-47
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich hab ab 1.6 2013 an einer anderen Adresse gewohnt,zugestellt wurde der bescheid wohl am 2.8.18.....meine Eltern wohnen an der Adresse, zu denen habe ich aber seit 2016 keinen Kontakt mehr.meine mutter heisst allerdings anders als ich und ich weiss nicht ob der Name dort noch am klingelschild stand,denke aber nicht.ich muss nachschauen ob ich die meldebestätigung noch habe ...seit 1.8 2016 wohne ich aber sogar in einer anderen stadt... ich weiss nicht wo die sich die Adressen hergezogen haben wollen ...aber selbst zum Zeitpunkt der angeblichen Bestellung habe ich schon seit Jahren woanders gewohnt ...

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#5
 Von 
carosschatz
Status:
Beginner
(89 Beiträge, 9x hilfreich)

Wann genau hast du denn die Kopie vom Vollstreckungsbescheid erhalten? Denn genau ab dem Zeitpunkt läuft eine 2 wöchige Frist, um Einspruch dagegen einzulegen, sofern du wasserdicht beweisen kannst dass eine korrekte Zustellung nicht stattfinden konnte, so mein Wissen.

Also hat deine Mutter nur einen anderen Vornamen oder auch einen anderen Nachnamen als du?

Die Adresse, auf welche der Vollstreckungsbescheid zugestellt wurde, ist also die Adresse deiner Eltern? Es ist durchaus schon vorgekommen, dass Eltern auf den Namen der Kinder bestellt haben und dann nicht zahlen konnten oder wollten. Aber das sind alles nur Spekulationen.

Sofern die Frist noch nicht abgelaufen sein sollte, würde ich auf jeden Fall erst mal Einspruch erheben. Das kannst du schriftlich bei dem für dich zuständigen Gericht tun. Du musst nur den Bescheid näher benennen, also das Geschäftszeichen welches drauf steht. Eine Begründung musst du jetzt noch nicht angeben. Aber das ganze geht dann in ein streitiges Verfahren über. Wenn du beweisen kannst dass du zu diesem Zeitpunkt nicht an der Adresse gewohnt hast, wäre die Zustellung nicht korrekt. Wenn du des weiteren noch beweisen kannst, dass du tatsächlich nichts über Klarna gekauft hast, wärst du sauber aus der Nummer raus.

Hast du denn auch eine Kopie der angeblichen Rechnung bekommen oder steht etwas in der Forderungsaufstellung? Z.b. Rechnungsnummer XXXX vom XX.XX oder ähnliches?

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#6
 Von 
fb525455-47
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Kopie habe ich heute erhalten. Meine Mutter hat einen anderen Nachnamen als ich.
Ich denke schon dass man iwie ein schreiben bekommen kann dass man zu besagtem Zeitpunkt ganz woanders gewohnt hat

Die Kopie der angeblichen Rechnung habe ich dort eingefordert . Bekommen habe ich diese Aufstellung der Kosten...und da ist als Hauptforderung angegeben : Vollstreckungsbescheid AG Mayen
Unverz. Kosten :70,20€
Verz. Kosten: 93.75€
Zinsen: 0.43
Hauptforderung:234,60 €

Und dann noch horrende Gebühren und Zinsen und was weiss ich alles bis zu einem Gesamtbetrag von 529,86 €

Ich blicke da absolut nicht durch.

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#7
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22630 Beiträge, 14907x hilfreich)

Wende dich an das Gericht. Einspruch gegen den VB und Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand. Begründung: Fehlerhafte Zustellung und als Beweis eine Kopie deines meldenachweises vom Einwohnermeldeamt zufügen. Und ggf,. eine kurze Angabe, dass du erst heute den VB erstmals in Kopie gesehen hast.

Und das machst du bitte noch diese Woche fertig. Das ist wichtig. Also direkt morgen zur Post.

Diese 529€ sind sowieso frei erfundener Schwachsinn. Mit dem Inkasso vorläufig nicht mehr reden, weder schriftlich noch per Telefon. Die bekommen deinen Einspruch mitgeteilt und werden aufgefordert, den Titel ans Gericht zurück zu geben.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#8
 Von 
fb525455-47
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antwort.
Also verstehe ich das jetzt richtig? Einen Brief an mein zuständiges Gericht ?oder an das in Mayen?
Es ist Wahnsinn was man wegen solcher unholde für Ärger hat .

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#9
 Von 
carosschatz
Status:
Beginner
(89 Beiträge, 9x hilfreich)

Ja einen Brief an das für dich zuständige Gericht. Eine andere Sprache verstehen diese Inkasso Buden leider nicht.

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#10
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13798 Beiträge, 6210x hilfreich)

Wusste gar nicht das klarna jetzt mit diesem ominösen Inkassoladen zusammenarbeitet. Bisher waren das immer coeo,ident und segoria bzw mumm

Signatur:EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse
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#11
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22630 Beiträge, 14907x hilfreich)

Genau: Direkt an das Gericht, was den Titel ausgestellt hat. Also wohl das Mahngericht in Mayen.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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