VB Zinsen RA. Heyl Postbank

26. Oktober 2011 Thema abonnieren
 Von 
Wolle2011
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 16x hilfreich)
VB Zinsen RA. Heyl Postbank

Hallo,

habe im Sept.2003 einen Vollstreckungsbescheid, anscheinend durch Briefkasten zustellung bekommen. Hab ich aber nie gesehn.
Die Forderung betrug ca. 4600.-€.

Jetzt, im Jahre 2011, fordert der Herr RA Heyl ca. 7700.-€ mit Zinsen.

Habe der Zinsforderung mit Einrede der Verjähung schon widersprochen. Interessiert Ihn aber nicht, er schickt mir wieder einen Brief mit der gleichen Forderung, bzw. falls ich die gesamte Forderung nicht bezahlen kann, hat er mir eine Ratenzahlung eingeräumt. Wenn ich nicht bezahle würde er in den nächsten Tagen einen Gerichtsvollzieher zur Zwangsvollstreckung beauftragen.

Hat jemand eine Idee.

Muß ich die Zinsen bezahlen??

Gruß und Danke

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Albarion
Status:
Lehrling
(1715 Beiträge, 689x hilfreich)

Es müssen nur die Zinsen der letzten drei Jahre und die, die in dem VB tituliert wurden beglichen werden.

Alles andere kann mittels Einrede der Verjährung abgewiesen werden. Dies kann auch dem GV gemeldet werden, bzw. der kennt die Gesetze auch. Alternativ kann via Beschluss/Verfügung etc. festgestellt werden dass nur die Zinsen der letzten drei Jahre geltend gemacht werden können.
Der GV wird das vollstrecken, was auf dem VB steht, selten weniger aber ggf. manchmal mehr, wenn man sich nucht zur wehr setzt.

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""

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#2
 Von 
Wolle2011
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 16x hilfreich)

....danke für die schnelle Antwort... das heißt auf dem VB stehen die 4600.-€ die wird der GV Vollstrecken?

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Wolle2011
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 16x hilfreich)

....danke für die schnelle Antwort... das heißt auf dem VB stehen die 4600.-€ die wird der GV Vollstrecken?

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

quote:
Es müssen nur die Zinsen der letzten drei Jahre und die, die in dem VB tituliert wurden beglichen werden.

Ich würde sagen der ersten 3 Jahre !
Es wäre also evtl - sofern keine zwischenzeitlichen Vollstreckungmaßnahmen - alle Zinsen ab 2007 verjährt

Besteht EV ?
War Inkassobüro acreddis zwischengeschoben ?




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""Wer von der Quantentheorie nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden" (Niels Bohr)"

-- Editiert thehellion am 26.10.2011 22:01

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
_T_
Status:
Beginner
(135 Beiträge, 214x hilfreich)

Du solltest erst einmal prüfen, ob dir der Vollstreckungsbescheid im Jahr 2003 tatsächlich zugestellt worden ist. Es ist grundsätzlich schon ein wenig verdächtig, wenn angeblich ein Vollstreckungsbescheid gegen dich existieren soll, du davon aber nichts weißt.

Bitte den Herrn Rechtsanwalt um Vorlage des Vollstreckungsbescheides und des Nachweises für die Zustellung des Titels. Wenn du das Aktenzeichen des Vollstreckungsbescheides kennst, könntest du auch direkt beim Mahngericht um Auskunft bitten, ob dir der Vollstreckungsbescheid tatsächlich zugestellt wurde. Die Zustellung wird durch grds. durch eine sog. Postzustellungsurkunde dokumentiert, die der Zusteller unterzeichnen muss. (Hier könnte man auch mal prüfen, ob der Vollstreckungsbescheid an die richtige Adresse gegangen ist, ob die PZU ordnungsgemäß durch den Zusteller unterzeichnet ist oder ob der Vollstreckungsbescheid ggf. einer Person übergeben wurde, die nicht zur Entgegennahme bevollmächtigt war. Wenn die PZU fehlerhaft ausgefüllt ist, ist sie nicht geeignet, den Nachweis der Zustellung zu erbringen.)

Wenn dir der Vollstreckungsbescheid damals im Jahr 2003 nicht zugestellt worden ist, dürfte sich die Sache mittlerweile durch Verjährung erledigt haben. Zwar könnte die Zustellung des Vollstreckungsbescheid dann auch jetzt noch nachgeholt werden. In diesem Fall müsstest du dann Einspruch einlegen und damit das Ganze vor Gericht bringen. Wenn Verjährung eingetreten ist, würde das Gericht die Klage dann abweisen.

-- Editiert _T_ am 26.10.2011 22:36

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

quote:
Wenn dir der Vollstreckungsbescheid damals im Jahr 2003 nicht zugestellt worden ist, dürfte sich die Sache mittlerweile durch Verjährung erledigt haben.

Dachte ich noch vor kurzem auch - ist aber oft nicht so

http://www.ra-sonja-horn.de/blog/?p=43

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""Wer von der Quantentheorie nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden" (Niels Bohr)"

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
_T_
Status:
Beginner
(135 Beiträge, 214x hilfreich)

Ja, hast recht. Wenn es sich um ein Verbraucherdarlehen gehandelt hat (wofür einiges spricht), siehts mit der Verjährung schlecht aus. Die würde, wenn ich grad richtig gerechnet habe, erst mit Ablauf des Jahres 2016 eintreten (?).

Noch ein Nachtrag: Wenn der VB nicht zugestellt wurde, dürften aber alle im Titel aufgeführten Nebenkosten (z.B. Inkasso-Gebühr, Rechtsanwaltsgebühr, Gerichtsgebühr) verjährt sein. Ist also schon eine Überprüfung wert.

-- Editiert _T_ am 26.10.2011 22:48

-- Editiert _T_ am 26.10.2011 22:51

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Wolle2011
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 16x hilfreich)

...hallo,

der VB wurde laut Gericht vom Postbote per Briefkasten zugestellt, steht oben, ich persönlich hab den aber nie bekommen oder gesehn, sonst hätte ich darauf reagiert.
Hab vom RA eine Kopie bekommen, sieht in Ordnung aus, soweit ich das Beurteilen kann.

Hab keine EV und ein inkassobüro ist auch nicht tätig gewesen.

Der RA ging gar nicht auf die Einrede der Verjährung der Zinsen ein. Das ist mein Problem, der hofft das ich auf die Ratenzahlung eingehe, somit wäre die Verjährung der Zinsen hinfällig, denke ich. Aber wenigstens die möcht ich nicht bezahlen.

Müßte Ihn noch einen Monat hinhalten, dann beginnt meine Rechtsschutzvers.

Was meint ihr.

Gruß

1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
_T_
Status:
Beginner
(135 Beiträge, 214x hilfreich)

Die Zustellungsurkunde erbringt grundsätzlich den Beweis über den Zugang des Vollstreckungsbescheides. Allein die Aussage, dass du den VB nie gesehen hast, wird dir dann nicht helfen.

Wenn nicht schon geschehen, solltest du dich wegen der Zinsen ausdrücklich auf Verjährung berufen (per Einschreiben, am Besten Versendung mit einem Zeugen). Mach gegebenenfalls ein eigenes Ratenzahlungsangebot und halt dich dann stumpf daran. Weitere Inkassogebühren musst du nicht zahlen.

Auf die Rechtsschutzversicherung würd ich nicht unbedingt zählen. Derartige Alt-Streitigkeiten werden meiner Kenntnis nach meist vom Versicherungsschutz ausgenommen. Ich würde da nochmal in die Versicherungsbedingungen schauen.

2x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6410x hilfreich)

VB aus 2003 - Möglicherweise sind die Zinsen ab 2007 verjährt

Warum ist es Deiner Meinung nach seit 2003 zu keinerlei Beitreibungsmaßnahmen gekommen ?
Die Forderung ist immerhin titliert !

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""Wer von der Quantentheorie nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden" (Niels Bohr)"

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