Verhältnismäßigkeit 30€ Saldo, 80€ Anwaltsgeb.?

29. Oktober 2015 Thema abonnieren
 Von 
Jasmin Phoenix
Status:
Schüler
(167 Beiträge, 72x hilfreich)
Verhältnismäßigkeit 30€ Saldo, 80€ Anwaltsgeb.?

Sehr geehrte User,
Person (A) hat seinen Briefverkehr vernachlässigt.
Er bzieht ALG-2, seine PKV wird von der ARGE bezahlt.
Die PKV erhielt den Beitrag für den kommenden Monat, jeweils im vorraus von der ARGE. Irgendwo gab es einen Buchungsfehler, sodass die von der ARGE kommende Zahlung für den nächsten Monat, von der PKV jeweils für die "verspätete" Zahlung des laufenden Monats gehalten wurde.
So wurde Person (A) Monat für Monat angemahnt, maß diesen Schreiben aber keine Bedeutung bei, da er ja "wusste", der Betrag wird ohnehin überwiesen, es gibt nur eine Verschiebung.

So kam es zum Verschulden von Person (A), dass er in den Mahnungen nicht erfasste, dass auch die 8€ Krankentagegeld angemahnt werden -und diese nicht von der ARGE getragen werden. Dumm gelaufen.

In seinem privaten Krankenkassentarif, sind daher 3 Monate lang Schulden entstanden (Mai/Juni/Juli), und zwar sage und schreibe 8€ per monatlich. Dies hatte zur Folge, dass die PKV, das KTG kündigte.

Die 24€ Schuld wurden im August angemahnt - im Zuge der "üblichen" monatlichen Mahnung., ergo keine Beachtung seitens Person (A). In diesem Schreiben wurde auch auf die Beauftragung eines RA hingewiesen. Und so kam es dann auch Mitte Oktober.

Dieser addierte zu den ca. 30€ aufsummierten Schulden, ein übliches Honorar von ca. 80€ hinzu,

Die einzige Frage dieses Posts stellt sich, wie oben angegeben, nach der Verhältnismäßigkeit.
Moralisch und verantwortungstechnisch hat es natürlich Person (A) einfach versäumt seine Post entsprechend einzusehen. Dennoch liegt mir als Laie der Gedanke nah, kann es denn sein, dass die Summe für das Eintreiben der Forderung mehr als dopplet so hoch ist , wie die Forderung?

Klar, wenn es um ein Rechnung von 1000,00€ geht, dann sind saftige 200-300€ Anwaltskosten verhältnismäßig, aber 30€ Schuld zu 80€ Dienstleistungskosten?
Ein letzter Gedanke ist auch der, wem hierbei Schaden entstanden ist? Ich bin Laie, aber hier wurde "nichts" in Anspruch genommen, nicht wie bei einer nicht gezahlten Handyrechnung, wo trotzdem telefoniert wurde.

Klar, Person (A) war versichert und demnach hätte die PKV ihm, das KTG ausgezahlt, wäre es in den monaten in denen er nicht gezhalt hat, zum Versicherungsfall gekommen. Ist es aber nicht. Also welcher "Schaden" rechtfertigt den Einsatz eines RA, zur Eintreibung von 30€ bei mehr als doppelter Verrechnungssumme für ein Standardschreiben? Sicherlich wird es dafür im Versicherungsrecht entsprechende Marker geben, und ich würde mich über eine Erklärung/Interpretation freuen.

Vielen Dank & viele Grüße
Jasmin

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16161x hilfreich)

Die unterste Kategorie sind Streitwerte 0 bis 500€. Das ist natürlich bei 24€ Schuld relativ hoch, aber es ist so.
Ich würde die Hauptforderung bezahlen. Die Anwaltskosten mit dem Argument verweigern, dass die Versicherung ganz genau wusste, dass Person A als H4-Empfänger Zahlungsprobleme haben würde.

Signatur:

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