Versandhaus setzt Inkasso an

29. November 2004 Thema abonnieren
 Von 
Elly
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Versandhaus setzt Inkasso an

Ich habe ein Versandhauskonto bei Quelle und bis voriger Woche waren noch 1335,56 offen.
Bis vor vier Monate lief noch alles normal ab, ich kam in eine mißliche finanzielle Lage und schrieb dies auch an Quelle. Trotz allem zahlte ich, zwar nicht 120 Euro, sondern soviel wie ging.
Jeden Monat gingen Zahlungen von mir in unterschiedlicher Höhe ( zuletzt 80 Euro) auf diesem Versandhauskonto ein, um den Betrag ab zu tragen.
Dies war Quelle nicht genug, sie kündigten die Zahlungsvereinbarung und setzten ein Inkassobüro auf mich an und so flatterte ein Brief vom Inkassodienst InFoScor ins Haus, mit der Forderung nebst 197 Euro Gebühren.

Ich sehe nicht ein das Inkassobüro mit zu finanzieren, möchte weiter an Quelle direkt zahlen.

Sollte ich einen Anwalt einschalten?
Wie kann ich am besten Reklamieren, Frist ist bis 2.12.04

Danke!

Post vom Inkassobüro?

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14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Jogibear
Status:
Student
(2659 Beiträge, 770x hilfreich)

Das Bestellte nicht bezahlen können, aber Geld für einen Anwalt ausgeben wollen bzw. durch Prozesskostenhilfe noch es durch Steuergelder finanzieren wollen! Hallo!? In welchem Land leben wir...

-- Editiert von Jogibear am 29.11.2004 08:15:09

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#2
 Von 
luDa
Status:
Lehrling
(1727 Beiträge, 343x hilfreich)

was soll ein anwalt da machen?

du schriebst selber, dass du bestellt hast aber nicht (bzw. nur in raten) zahlen kannst bis die schuld in raten von 80,00 eur abgetragen ist vergehen 17 monate. solange hätte ich auch keine lust auf mein geld zu warten. ich sehe da nichts was du reklamieren könntest - du bist in verzug und damit ist die einschaltung von inkasso/rechtsanwalt gerechtfertigt.

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#3
 Von 
Jogibear
Status:
Student
(2659 Beiträge, 770x hilfreich)

Und knapp 200 EUR Gebühren für ne minimum 1300 EUR Forderung halte ich für billig!

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#4
 Von 
guest123-276
Status:
Schüler
(183 Beiträge, 24x hilfreich)

Wenn Sie dem Versandhaus mitgeteilt haben, dass Sie in finanziellen Nöten sind und dies auch glaubhaft gemacht haben, brauchen Sie die Inkassokosten nicht zahlen.
Weisen Sie Ihren Gläubiger auf seine Schadensminderungspflicht - die er Ihnen gegenüber hat - hin.
Ihr Problem wird dann aber sein, dass gegen Sie ein Mahnbescheid und ggf. ein Vollstreckungsbescheid ergehen wird und Sie die gesamte Summe auf einmal zahlen müssen.

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"Betrogen wird nur der, der es verdient.

"Vertraue!" spricht das Herz, "Misstraue!" der Verstand."

-- Editiert von spaghetti am 29.11.2004 08:57:12

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#5
 Von 
Mahnman
Status:
Senior-Partner
(6041 Beiträge, 1341x hilfreich)

Bzw. dass dann der Gerichtsvollzieher kommt und erhebliche Zusatzkosten anfallen. Auch beim GV kann man Raten zahlen.

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#6
 Von 
tosha
Status:
Beginner
(128 Beiträge, 11x hilfreich)

@Spaghetti:
"Wenn Sie dem Versandhaus mitgeteilt haben, dass Sie in finanziellen Nöten sind und dies auch glaubhaft gemacht haben, brauchen Sie die Inkassokosten nicht zahlen."

Unsinn! Elly hat sich nicht an die Ratenzahlungsvereinbarung gehalten und somit ist diese dann auch hinfällig. Es liegt im Ermessen von Quelle die Forderung an eine Inkassofirma abzutreten.

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#7
 Von 
guest123-276
Status:
Schüler
(183 Beiträge, 24x hilfreich)

@ tosha

Eindeutig FALSCH.

1. hat Quelle eine eigene Mahnabteilung und verstößt schon hiermit gegen die Schadensminderungspflicht

2. wurde dem Gläubiger mitgeteilt, dass die Nichteinhaltung der Zahlung auf der Tatsache beruht, dass ihm (ihr) die Zahlung unmöglich ist

Somit war dem Gläubiger bekannt, dass der Schuldner NICHT leisten kann. Durch die Weitergabe an ein Inkasso entstehen dem Schuldner aber weitere Kosten, die i. d. R. erheblich von üblichen Anwaltshonoraren abweichen = nicht schadensmindernd!


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"Betrogen wird nur der, der es verdient.

"Vertraue!" spricht das Herz, "Misstraue!" der Verstand."

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#8
 Von 
Elly
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank, liebe User für Eure Antworten.

Vielen Dank auch an Jongibaer, dem Philosphen.
Brauchst keine Angst zu haben, ich brauche keine Prozesskostenhilfe für einen Anwalt, höchstens bei einer Scheidung, ich habe eine Rechtsschutzversicherung ohne Zuzahlung, falle dem Staat nicht auf die Tasche.
Scheinst ein frustrierter zu sein, schreib lieber nichts, wenn nichts bei raus kommt und unterstell den Leuten hier nichts, denn die ärgern sich schon genug. Hier gehts nicht um bestellen und nicht zahlen können, jeder kann in eine solche Situation kommen, das geht ganz schnell.

Danke an den Rest der Antworter!

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#9
 Von 
Mahnman
Status:
Senior-Partner
(6041 Beiträge, 1341x hilfreich)

@Spaghetti

Wenn mir also ein Schuldner schreibt, dass er kein Geld hat, dann darf ich ihm kein Inkasso/keinen Anwalt auf den Hals hetzen?
Bist Du da sicher?

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#10
 Von 
guest123-276
Status:
Schüler
(183 Beiträge, 24x hilfreich)

@ Mahnman

Natürlich kannst du dein Geld über einen Anwalt einfordern. Auch ein Inkasso kannst du beauftragen. Die Kosten für die Anmahnung über Inkasso dürfen aber nicht höher sein, als hätte dies ein Anwalt erledigt.

Hier handelt es sich aber um einen Großkonzern mit eigener Mahnabteilung.
D. h. der Schuldbetrag kann kostengünstiger angemahnt werden. Das Hinzuziehen eines Inkassounternehmens ist somit nicht erforderlich.
Der Gläubiger hat dem Schuldner gegenüber eine Schadensminderungspflicht und hat ihm somit nicht noch zusätzliche (unnötige) Kosten aufzuerlegen.
Die Kosten für eine nicht erforderliche Inkassobeauftragung könnte der Schuldner im Streitfall erfolgreich von sich weisen.


-----------------
"Betrogen wird nur der, der es verdient.

"Vertraue!" spricht das Herz, "Misstraue!" der Verstand."

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#11
 Von 
Mahnman
Status:
Senior-Partner
(6041 Beiträge, 1341x hilfreich)

...außer diese sind nicht höher als die vergleichbaren Anwaltskosten. Oder habe ich das falsch verstanden?

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
guest123-276
Status:
Schüler
(183 Beiträge, 24x hilfreich)

Ja.
Sind sie aber nie!
Zumal die letzten 2-3 Drohschreiben zusätzlich noch Anwaltskosten (vom hauseigenem Anwalt) enthalten.
Abgerechnet werden bspw.:
- Kontoführungskosten, trotz genereller Unzulässigkeit
- Meldeauskunft, obwohl nicht eingeholt
usw.

-----------------
"Betrogen wird nur der, der es verdient.

"Vertraue!" spricht das Herz, "Misstraue!" der Verstand."

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#13
 Von 
Mahnman
Status:
Senior-Partner
(6041 Beiträge, 1341x hilfreich)

Gut. Dazu habe ich zu wenig Ahnung von Inkassobüros.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Jogibear
Status:
Student
(2659 Beiträge, 770x hilfreich)

Rechnung -> nicht bezahlt?

-> Mahnung durch Mahnabteilung von Quelle

-> nicht regaiert/bezahlt?

-> Inkassobüro incl. Schufaeintrag

-> nicht bezahlen können?

-> ab zum Anwalt, da dem Inkassobüro die rechtlichen Möglichkeiten fehlen

-> nicht bezahlen können?

-> Mahnbescheid, Titel, später Gerichtsvollzieher, Pfändung etc-

so ist der Ablauf. Und die Kosten sind vom Schuldner zu zahlen. Das die Einschaltung eines Inkassobüros Sinn hat, alte ich persönlich eh für sinnlos, außer das dem Schuldner noch mehr Kosten aufgebrummt werden.

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