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Versehentlicher eBay Kauf und Zahlung per PayPal

29. September 2021 Thema abonnieren
 Von 
Matpol1973
Status:
Beginner
(69 Beiträge, 20x hilfreich)
Versehentlicher eBay Kauf und Zahlung per PayPal

Hallo liebe 123Recht.de-Helfer,

ich habe mir am 17.08.2021 einen Artikel bei eBay angesehen um Preise zu vergleichen.
Es hat sich um eine LKW-Hebebühne (hintere LKW Klappe) 250 cm x 250 cm gross gehandelt.
Am 18.08.2021 habe ich mein Handy ohne Bildschirmsperre in meine Hosentasche gesteckt und das Handy wurde selbstständig. Die eBay App hat sich geöffnet, der letzte angesehene Artikel wurde angeklickt, die PayPal Zahlung wurde ausgelöst.

Ich habe das ganze bemerkt, als ich auf meinem Bankkonto eine Abbuchung von 1.490,00 Euro
durch PayPal festgestellt habe. Da ich aber so viel Geld auf dem Bankkonto nicht hatte, hat PayPal
das Geld nicht bekommen.

Nun ist mein PayPal Konto im Rückstand.

Ich habe daraufhin sofort einen Brief per Einschreiben mit Rückschein an den Verkäufer geschrieben.
Ich habe einen „Widerruf des Kaufvertrags" gemacht. Nach einem Telefongespräch mit eBay und mit dem Verkäufer wurde mir gesagt daß, der Verkäufer alles Rückgängig gemacht hat was er machen konnte.

Nun habe ich eine Zahlungsaufforderung der PayPal-Inkasso-Firma Paigo erhalten.

Daraufhin habe ich wieder mal (zum 10. Mal oder so) bei PayPal angerufen und das ganze geschildert, mir wurde aber gesagt daß, PayPal nichts mehr machen kann, da dieser Fall an das Inkassounternehmen abgegeben worden ist .

Was soll man in so einem Fall machen ??
Warten bis ein gerichtliches Mahnverfahren kommt ??

Freundliche Grüße
Matpol1973

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103855 Beiträge, 37571x hilfreich)

Zitat (von Matpol1973):
Die eBay App hat sich geöffnet, der letzte angesehene Artikel wurde angeklickt, die PayPal Zahlung wurde ausgelöst.

Gibt es die Story auch in glaubwürdig?



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Matpol1973
Status:
Beginner
(69 Beiträge, 20x hilfreich)

Ich habe es selber nicht geglaubt, sogar mein Bankkonto wurde gesperrt, da sich auch die Bank-App geöffnet hat und das Passwort mehrmals durch mein Po eingegeben worden ist !

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
fb522466-71
Status:
Beginner
(99 Beiträge, 18x hilfreich)

Vielleicht kann dein Gesäß auch bei Paypal anrufen, um die Sache zu klären. Es scheint ja sehr begabt zu sein.

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4802 Beiträge, 1887x hilfreich)

Durch den Widerruf erlöschen alle vertraglichen Ansprüche.
Einzig die Rücklastschriftgebühren würde ich zweckgebunden an Paypal zahlen - das sind maximal EUR 5.

Auf mehr Geld haben weder Paypal, noch Paigo Anspruch.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103855 Beiträge, 37571x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Durch den Widerruf erlöschen alle vertraglichen Ansprüche.

Dafür fehlt es nur leider an der rechtlichen Grundlage ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4802 Beiträge, 1887x hilfreich)

Zitat:
Dafür fehlt es nur leider an der rechtlichen Grundlage ...


Also ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass zwischen Kunde und Händler alles bereits geklärt wurde.

Problematisch ist doch jetzt nur, dass hier noch ein Zahlungsdienstleister Stress produziert.
Ja, die wahren Rücklastschriftkosten (die maximal EUR 5 betragen) muss der Kunde zahlen.
Aber mehr nicht? Oder was meinst Du?

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25102 Beiträge, 4782x hilfreich)

Zitat (von Matpol1973):
Daraufhin habe ich wieder mal (zum 10. Mal oder so) bei PayPal angerufen und das ganze geschildert,
Dafür solltest du auch *bestraft* werden. Man ruft nicht x-mal bei PP an. Aus keinem Grund. Man lässt dort auch nicht anrufen.

Im ungünstigen Falle ruft dein Handy noch selbst bei viel verdächtigeren Stellen an...

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Kalanndok
Status:
Lehrling
(1276 Beiträge, 199x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Dafür fehlt es nur leider an der rechtlichen Grundlage ...

Die Geschichte mit der Hosentaschenbestellung halte ich gerade durch die Ausführungen dass da sogar die korrekte(!) PIN zufällig bestätigt wurde für minderwertiges Seemannsgarn.

Die rechtliche Grundlage für den Widerruf ist aber (ganz unabhängig davon, ob ein Widerrufsrecht vertraglich vereinbart oder gesetzlich vorgeschrieben war) die im Sachverhalt geschilderte Akzeptanz des Widerrufs durch den Verkäufer. Grundsätzlich ist es jetzt allein Aufgabe des Verkäufers seinen Zahlungsdienstleister zurückzupfeifen bzw. innerhalb von 14 Tagen das vereinnahmte Geld über den gleichen ZV-Weg wie es vereinnahmt wurde zurückzuerstatten.
Was aber wichtig ist: Wenn das aber später eskaliert, ist es zwingend notwendig, dass man diese Akzeptanz des Widerrufs auch nachweisen kann.

0x Hilfreiche Antwort

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