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Versicherungssumme, die den Betrag nicht mehr abdeckt

6. März 2018 Thema abonnieren
 Von 
cass
Status:
Schüler
(410 Beiträge, 53x hilfreich)
Versicherungssumme, die den Betrag nicht mehr abdeckt

Eine Person verursacht einen Schaden und die Versicherung der Person zahlt die Versicherungssumme aus.
Leider fehlt noch ein Betrag, der nicht von der Versicherung abgedeckt wird (Betragshöhe).
Diesen will die Person nicht aus eigener Tasche zahlen.

Wie kann man rechtlich begründen, dass auch der Betrag, den dieser selber bezahlen muss ein von ihm verursachter und zu bezahlender Schaden ist.
§§, Rechtsprechung, oder Erklärungen etc. sind willkommen.
Hoffe...jemand kann helfen.

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
-Laie-
Status:
Wissender
(14535 Beiträge, 5505x hilfreich)
Signatur:

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#2
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16060x hilfreich)

Und von mir die Übersetzung von Laies Querverweis: Es gibt zwei getrennte Rechtsverhältnisse:
A) Geschädigter und Schadensverursacher
B) Schadensverursacher und dessen Versicherung
Was und wie die Vereinbarungen zwischen im Rechtsverhältnis B sind, interessieren das Rechtsverhältnis A exakt rein gar nicht.

Was anderes wäre auch nicht gegeben, wenn die Versicherung behauptet, der tatsächliche Schaden wäre geringer und sie zahlt nur einen Teil aus. Dann könnte zwar der Schadensverursacher diese Argumentation übernehmen für das Rechtsverhältnis A und insofern könnte das indirekt also miteinander zu tun haben, aber dennoch ist und bleibt A völlig getrennt von B zu beurteilen.

Lange Rede kurzer Sinn: Selbstbeteiligungen oder Abzug von Beiträgen o.ä. sind nicht geeignet, einfach dem Geschädigten weniger Geld als Schadensersatz zahlen zu wollen.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

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#3
 Von 
guest-12309.11.2018 09:43:45
Status:
Lehrling
(1613 Beiträge, 604x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Was anderes wäre auch nicht gegeben, wenn die Versicherung behauptet, der tatsächliche Schaden wäre geringer und sie zahlt nur einen Teil aus.


Mit dem vielleicht vorhandenen Vorteil, dass der Versicherer auch die Forderung abwehrt.
Aber hier muss man sich selbst damit auseinandersetzen, weil man unterversichert war.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
cass
Status:
Schüler
(410 Beiträge, 53x hilfreich)

Hallo mespeisen,
ich weiß selber, dass die Rechtsverhältnisse getrennt zu beurteilen sind.
Da es sich aber um den gleichen Fall handelt, wäre ja zu überlegen, inwiefern die Handlung des Schädigers seine Versicherung einzuschalten etc.... doch irgendwie nützlich sein könnte, das für sich in der Argumentation zu verwenden.
Frage 1: Da mir gerade bewusst ist, dass die Rechtsverhältnisse getrennt zu beurteilen sind, fragt sich, wie man es argumentativ oder sogar rechtlich argumentativ einbauen kann. Oder welche nächsten Schritt könnte man gehen, um zu beweisen, dass auch der Selbstbehalt darunter fällt. Zeugen von Angestellten existieren.

Frage 2: : Wie kann man im Übrigen eigentlich bei Gericht beweisen, dass die Reparaturkosten in der Höhe angemessen sind?? Wenn man 3 Kostenvoranschläge sammelt und das mit der Rechnung vergleicht, heißt es ja nicht,
dass gerade die vorgelegten "Papiere" belegen, dass die Kosten angemessen waren. Vielleicht eine Idee?

#Danke

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#5
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16060x hilfreich)

Zitat:
Da es sich aber um den gleichen Fall handelt, wäre ja zu überlegen, inwiefern die Handlung des Schädigers seine Versicherung einzuschalten etc.... doch irgendwie nützlich sein könnte, das für sich in der Argumentation zu verwenden.

Nur bedingt. Ich sehe halt nur einen Vorteil, dass die Versicherung die eigentliche Schadenshöhe akzeptiert zu haben scheint. Und der Schadensverursacher offenbar auch. Denn er argumentiert ja nicht, dass der Schaden geringer war, er argumentiert, dass die Versicherung ihm gegenüber aufgerechnet hat und er deswegen weniger zahlt.

Zitat:
Da mir gerade bewusst ist, dass die Rechtsverhältnisse getrennt zu beurteilen sind, fragt sich, wie man es argumentativ oder sogar rechtlich argumentativ einbauen kann

"Welche Vereinbarungen du mit der Versicherung hast, interessiert mich nicht die Bohne, lieber Schadensverursacher. Du hast den Schaden komplett zu bezahlen und wie du das machst, ist alleine dein Problem."

Zitat:
Oder welche nächsten Schritt könnte man gehen, um zu beweisen, dass auch der Selbstbehalt darunter fällt.

Da muss man nichts beweisen. Das ist es ja. Es gibt einen Schaden, der beglichen werden muss. Punkt. Die Schadenshöhe war X Euro und Punkt. Solange DU (!!!) dem Schadensverursacher keine 20€ schuldest, darf er auch mit keinen 20€ aufrechnen und dann abziehen.
Die Argumentation wäre also IMHO: Die Aufrechnung, die der Schuldner gemacht hat ist völlig wesensfremd, da sie aus völlig fremden Rechtsverhältnis stammt und demnach nicht zulässig.

Zitat:
Wie kann man im Übrigen eigentlich bei Gericht beweisen, dass die Reparaturkosten in der Höhe angemessen sind??

Im Zweifel wird bei so etwas dann "der Markt beurteilt". Es gibt zwei mögliche Angriffspunkte: Die Reparatur war nicht sachgerecht. Gut, das muss man halt je nach Fall sehen. Der zweite Angriffspunkt "zu teuer" beantwortet dann gerne mal ein Gutachter bzw. die IHK oder ähnliche Institutionen.



-- Editiert von mepeisen am 06.03.2018 15:32

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
cass
Status:
Schüler
(410 Beiträge, 53x hilfreich)

Danke, werde manchmal nur direkt als eine hilfreiche Antwort bestätigen. = mein Dankeschön :)

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