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Vollstreckungsbescheid von Unseriösem Inkassounternehmen ?

 Von 
J.B.123
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Vollstreckungsbescheid von Unseriösem Inkassounternehmen ?

Hallo,

Vor über zwei Jahren habe ich eine Rechnung über 30€ vergessen zu zahlen, woraufhin ein Inkassobescheid von über 120€ ankam. Ich wartete auf den Gerichtlichen Mahnbescheid um dagegen Einspruch einzulegen. Dies habe ich dann auch getan, da es aber mein erster Einspruch war, wusste ich nicht, dass ich innerhalb von 14 Werktagen eine Aussage abgeben musste. Das Gericht entschied zugunsten des Inkasso-Unternehmens. Das Inkassounternehmen hatte mir darauf eine Zahlungsaufforderung über die 30€ gesendet, welche ich auch bezahlt habe. Ich habe nun über zwei Jahre nichts mehr von der Angelegenheit gehört bis plötzlich ein anders Unternehmen eine Rechnung über 400€ sendete, da sie die Schulden aufgekauft hatten. Auf diese Schreiben habe ich nicht reagiert, nun kam ein Vollstreckungsbescheid an. Komischerweise nur über 350€. Es handelt sich um die FHG Inkasso, wovor auch viel im Internet gewarnt wird. Ich weis nicht weiter und möchte ungern das Geld an ein offensichtliches "Abzocker-Unternehmen" zahlen. Kann man noch dagegen vorgehen oder ist es zu spät ? Andererseits würde die Anwaltskosten bestimmt den kleinen Betrag, welcher gefordert ist, überschreiten.

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Rechnung zahlen spät


13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23904 Beiträge, 15564x hilfreich)

Zitat:
Dies habe ich dann auch getan, da es aber mein erster Einspruch war, wusste ich nicht, dass ich innerhalb von 14 Werktagen eine Aussage abgeben musste.

Bei einem gerichtlichen Mahnverfahren wird weder eine Begründung verlangt, noch eine Aussage. Was genau hast du bekommen? Wirklich einen Mahnbescheid? Oder doch etwas völlig anderes? Wie viele Briefe vom Gericht hast du bekommen? Was genau stand in dem Brief, wo das Gericht fürs Inkasso entschieden hat?

Zitat:
nun kam ein Vollstreckungsbescheid an

Wann genau und von wann ist der datiert?

Zitat:
Es handelt sich um die FHG Inkasso, wovor auch viel im Internet gewarnt wird.
Und das auch völlig zu Recht.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#2
 Von 
J.B.123
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe einen gerichtlichen Mahnbescheid bekommen, wogegen ich Einspruch eingelegt habe. Die Briefe habe ich nicht mehr, da es schon über 2 Jahre her ist. Ich weiß nur noch, dass ich wohl irgendwo eine Frist zur Begründung verpasst hatte. Es war dannach ja auch 2 Jahre lang Ruhe und nun kommt dieses Unternehmen und hat wohl irgendwelche Schulden von mir aufgekauft.

Was ich noch habe, ist die Forderung von dem Unternehmen, in der sie zuerst über 400€ haben wollen. Dass Sie dann vom Gerichtsvollzieher nur noch knapp 300 plus Gebühren haben wollen , berechtigt eigentlich meinen Verdacht, dass dort etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Den Vollstreckunsbescheid habe ich vor einer Woche erhalten und dementsprechend nur noch knapp eine Woche zum Einspruch. Leider habe ich von dem ganzen Zeug kaum Ahnung und weis nicht, wo und wie ich dies mache. Einen Anwalt einzuschalten wäre natürlich eine Lösung nur wird der bestimmt teurer sein als die Forderung selber.

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(80988 Beiträge, 33902x hilfreich)

Zitat (von J.B.123):
da es schon über 2 Jahre her ist.

Wenn Mahnbescheid und Vollstreckunsbescheid 2 Jahre auseinander liegen, dann müsste das ganze eigentlich verjährt sein. Üblicherweise gilt da eine 6 Monatsgrenze.

Wäre eine Möglichkeit das ganze auf Anfang zu setzen.



Zitat (von J.B.123):
Den Vollstreckunsbescheid habe ich vor einer Woche erhalten und dementsprechend nur noch knapp eine Woche zum Einspruch.

Man kann den Einspruch auch erst mal fristwahrend einlegen und die Begründung zeitnah nachreichen.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#4
 Von 
J.B.123
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Wie genau lege ich denn nun zu dem Vollstreckunsbescheid Einspruch ein ? Es ist wie gesagt meine erste und hoffentlich letzte Angelegenheit mit einem Vollstreckunsbescheid. Ich hatte damals auch nur auf den Mahnbescheid gewartet, da mir Inkassokosten über 90€ bei einer 30€ Rechnung sehr hoch vorkamen.

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#5
 Von 
hausfrau66
Status:
Lehrling
(1069 Beiträge, 760x hilfreich)

Kanst du den VB mal hochladen und hierher verlinken. Deine Persönlichen Daten vorher schwärzen. Da kann man hier mal draufschauen.

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#6
 Von 
J.B.123
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

https://www.bilder-upload.eu/bild-f238b4-1562011277.jpg.html

https://www.bilder-upload.eu/bild-6247d4-1562011379.jpg.html

https://www.bilder-upload.eu/bild-f5695d-1562011420.jpg.html

https://www.bilder-upload.eu/bild-66999f-1562011456.jpg.html

Was mir gerade noch aufgefallen ist, auf einer Seite steht "Gegenstandswert: 292€" es handelt sich allerdings nur um einen Pullover, welcher 30€ gekostet hat und nach dem Mahnbescheid auch bezahlt wurde, geht auch aus der Kostentabelle hervor. Der Rest sind angeblich entstandene Inkassokosten etc.

-- Editiert von J.B.123 am 01.07.2019 22:08

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#7
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23904 Beiträge, 15564x hilfreich)

Da geht wohl nichts mehr. Du hast damals (2017) gleich mehrere Gerichtsbriefe ignoriert. Es gab eine Gerichtsverhandlung und darauf wurde wohl nicht geantwortet. Wenn das ganze auch tituliert wurde (Kostenfestsetzung), musst du das wohl oder übel bezahlen. Überraschend, dass die es mit ihrer Forderungsaufstellung nicht übertreiben.
Die Fristen sind jedenfalls abgelaufen.

-- Editiert von mepeisen am 02.07.2019 05:49

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#8
 Von 
guest-12330.04.2020 12:15:00
Status:
Student
(2419 Beiträge, 504x hilfreich)

Der Vollstreckungsbescheid liegt Dir schon längst vor. Das aktuelle Schreiben ist die Aufforderung zur Abgabe der Vermögensauskunft. Aus meiner Sicht hilft Dir nur eins: zahlen!

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#9
 Von 
J.B.123
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe aber soweit ich weiß nie einen Vollstreckunsbescheid bekommen. Auf sowas würde ich ja reagieren. Wie kann es denn sein, dass dann erst zwei Jahre Später Geld verlangt wird ?

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#10
 Von 
hausfrau66
Status:
Lehrling
(1069 Beiträge, 760x hilfreich)

Du hast ein Aktenzeichen vom Amtsgericht Düren. Rufe dort an und bitte Sie um eine Kopie Deiner Akte. Daraus geht hervor, wann und wohin Dir MB und VB zugestellt wurden.

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#11
 Von 
hausfrau66
Status:
Lehrling
(1069 Beiträge, 760x hilfreich)

Zitat:
Wie kann es denn sein, dass dann erst zwei Jahre Später Geld verlangt wird ?

Ein VB gilt mindestens 30 Jahre. Es muss nicht sofort vollstreckt werden.

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#12
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23904 Beiträge, 15564x hilfreich)

Zitat:
Ich habe aber soweit ich weiß nie einen Vollstreckunsbescheid bekommen.

Nein, in der Tat. Du schreibst ja selbst, dass es einen Widerspruch gab. Anschließend gab es offenbar ein Gerichtsverfahren.
Du schreibst selbst:
Zitat:
Dies habe ich dann auch getan, da es aber mein erster Einspruch war, wusste ich nicht, dass ich innerhalb von 14 Werktagen eine Aussage abgeben musste. Das Gericht entschied zugunsten des Inkasso-Unternehmens.

Das war genau dieses Gerichtsverfahren. Es gab auch offenbar ein Urteil und dann noch einen Kostenfestsetzungsbescheid (Gerichtskosten/Anwaltskosten). Und das wollen die nun eintreiben.

Du hast dich damals nicht oder nicht richtig gewehrt beim Gerichtsverfahren. Du hast das alles womöglich auch nicht richtig durchgelesen, insbesondere die Belehrung vom Gericht.

Das ist leider blöd gelaufen, wenn es einen Grund gab, dagegen vorzugehen. Aber da es zu lange her ist, sehe ich da 0 Chancen.

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#13
 Von 
J.B.123
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)



So sieht es wohl aus. Ich hatte damals auf einen Bogen für eine Aussage gewartet, wie man es z.B. von der Rückseite bei Strafzetteln kennt.

Dann werde ich den Spaß wohl bezahlen. Trotzdem vielen Dank für die Hilfe.

-- Editiert von J.B.123 am 03.07.2019 09:24

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