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Volstreckung - Schuldner verzogen

 Von 
Geordi_LaForge
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Volstreckung - Schuldner verzogen

HI,
wäre schön wenn ihr mir zum folgenden Sachverhalt ein paar Antworten geben könntet.

Um von einem Schuldner Geld zu bekommen bin ich nun bis zum Gerichtsvollzieher gekommen.
Dieser schrieb mir zurück: Schuldner verzogen nach ... .

Nun meine Frage:

1. Kann ich den gleichen Gerichtsvollzieher nochmals beauftragen um die Zwangsvollstreckung durchzusetzen auch wenn der Schuldner in einer anderen Stadt wohnt (wegen Zuständigkeit).

2. Muss ich die ganze Mahnbescheidssache nochmals durchspielen mit Antrag und so weiter aber mit der aktuellen Adresse ?

3. Kann ich mich überhaupt noch an den Gerichtsvollziehen wenden wenn der Typ im Moment beim Bund ist oder muss ich eine andere Instanz aufsuchen ?

4. Der er angeblich in der Kaserne wohnt gibt es da wohl außer Sold nix zu Pfänden, soll man lieber gleich eine Soldpfändung beantragen bzw. geht das überhaut ?

Danke.

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Gerichtsvollzieher Schuldner


15 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
luDa
Status:
Lehrling
(1729 Beiträge, 333x hilfreich)

sie müssen den dort zuständigen gerichtsvollzieher beauftragen, einfach an das dortige amtsgericht - gerichtsvollzieherverteilerstelle - schicken.

sold zu pfänden ist natürlich ungleich effektiver, dabei ist aber einiges im gegensatz zur normalen gehaltspfändung zu beachten, auch die Drittschuldnerbezeichnung ist nicht ganz trivial. Einen Artikel dazu gabs in "Vollstreckung Effektiv 2/2004" - da ich im Moment Urlaub hab und auch nächste Woche net im Büro bin kann ich dazu aber spontan nichts sagen.

-- Editiert von luDa am 26.03.2005 18:03:07

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#2
 Von 
luDa
Status:
Lehrling
(1729 Beiträge, 333x hilfreich)

aso,
davon ausgehend, dass es ein berufs-/zeitsoldat ist:

Gepfändet werden alle sich aus dem Wehrdienstverhältnis des Schuldners ergebenden Bezüge ohne Rücksicht auf deren Benennung, insbesondere Wehrsold, Übungsgeld, Dienstgeld, Entlassungsgeld, einschließlich des Geldwertes der Sachbezüge wie Verpflegung, Unterkunft, Dienstkleidung, die nach den ortsüblichen Sätzen zu berechnen sind

Drittschuldner ist der Bund, vertretern durch die örtlich zuständige Wehrbereichsverwaltung - Adressen findet man mit etwas geduld auf www.bund.de.

Das sieht bei WEHRPFLICHTIGEN aber anders aus - das hab ich aber selbst noch nie gemacht weil das wohl eh unter den pfändungsfreigrenzen liegt.

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#3
 Von 
Geordi_LaForge
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

ok danke ... werde mal schauen was dabei rauskommt.

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#4
 Von 
Geordi_LaForge
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Ach ... eine Frage stllt sich mir noch.
Kann man das Gled für den ersten Gerichtsvollzieher eigentlich wieder zurückfordern ?? also vom Schuldner
(auf dem bescheid vermerken ?)

daaanke.

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#5
 Von 
Mahnman
Status:
Junior-Partner
(5986 Beiträge, 1278x hilfreich)

Die Kosten der Vollstreckungen muss der Schuldner tragen. Einfach in der Forderungsaufstellung ergänzen.

-----------------
"Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie nicht behalten, sondern muss sie auf Anfrage zurückgeben."

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#6
 Von 
Geordi_LaForge
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Also nur um das festzuhalten ich kann eine zusätzliche forderung einfach in den schon bewilligten und abgestempelten vollstreckungsbescheid reinschreiben ??

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#7
 Von 
luDa
Status:
Lehrling
(1729 Beiträge, 333x hilfreich)

NEIN! Auf dem Titel sollten sie nichts rumschreiben und schon gar nicht irgendwelche neuen forderungen.

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#8
 Von 
Mahnman
Status:
Junior-Partner
(5986 Beiträge, 1278x hilfreich)

Die Forderungsaufstellung sollte als zusätzliches Blatt dem Vollstreckungsauftrag beigefügt werden.

-----------------
"Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie nicht behalten, sondern muss sie auf Anfrage zurückgeben."

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#9
 Von 
Geordi_LaForge
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

alles klar
danke.

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#10
 Von 
Tomalac
Status:
Beginner
(57 Beiträge, 46x hilfreich)

Kleiner Tipp noch:
Falls sich die Vollstreckungskosten mit der Zeit häufen, lohnt es sich diese durch einen Kostenfestsetzungsbeschluss titulieren zu lassen. Dann sind sie ebenso wie die Hauptforderung vor Verjährung geschützt.

Viel Erfolg

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#11
 Von 
luDa
Status:
Lehrling
(1729 Beiträge, 333x hilfreich)

vollstreckungskosten verjähren ohnehin in 30 jahren - lohnt sich also nur wegen der zinsen und der übersichtlichkeit. wurde ende letzten jahres geändert.

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#12
 Von 
Mahnman
Status:
Junior-Partner
(5986 Beiträge, 1278x hilfreich)

Das klingt, als ob ich es noch nicht wüsste. Man kann Vollstreckungskosten festsetzen lassen? Wie funktioniert das?

-----------------
"Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie nicht behalten, sondern muss sie auf Anfrage zurückgeben."

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#13
 Von 
luDa
Status:
Lehrling
(1729 Beiträge, 333x hilfreich)

an das amtsgericht der letzten vollstreckungshandlung

./.
beantrage ich die anliegend aufgeführten Vollstreckungskosten gem. § 788 ZPO gegen den Antragsgegner festzusetzen und auszusprechen, dass diese ab Antragseingang mit 5 Prozentpunkten Zinsen über dem Basiszinssatz zu verzinsen sind.

Zustellkosten werden nach Bekanntgabe umgehend angewiesen.


-> kostet keine Gerichtskosten aber die Zustellauslagen - je nach Amtsgericht zwischen 6 und 12 eur.

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#14
 Von 
Mahnman
Status:
Junior-Partner
(5986 Beiträge, 1278x hilfreich)

Cool. Danke. Dann werd ich mal einigen Leuten aufs Dach steigen.

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#15
 Von 
Tomalac
Status:
Beginner
(57 Beiträge, 46x hilfreich)

>vollstreckungskosten verjähren ohnehin in 30 jahren - lohnt sich also nur wegen der zinsen und der übersichtlichkeit. wurde ende letzten jahres geändert.

Aha, wusste ich auch nicht. Danke.

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