Weitergabe von Daten und Eintrag, obwohl Hauptforderung seit 6 Monaten beglichen. Unglaublich, was k

24. Juni 2016 Thema abonnieren
 Von 
onlinenutzer1987
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 29x hilfreich)
Weitergabe von Daten und Eintrag, obwohl Hauptforderung seit 6 Monaten beglichen. Unglaublich, was k

Hallo, ich habe ein sehr kompliziertes Problem bezüglich einer Hauptforderung, die bereits im Dezember 2015 beglichen worden ist.
Damit es nicht so lang wird, hier ein paar Infos zum damaligen Ablauf:

1. Im November 2015 konnte eine Rücklastschrift von O2 Telefonica nicht eingelöst werden, daraufhin bekam ich ein Mahnschreiben.

2. Zwei Tage vor Ablauf der Frist schrieb ich eine Email an den Kundenservice von O2 mit der Bitte, den Betrag zum 01. erneut von meinem Konto einzuziehen. Als Antwort erhielt ich: " Bitte gedulden Sie sich noch ein bisschen, dann erhalten Sie eine persönliche Antwort."

3. Zwei Tage später hatte ich Post von GFKL Collections GmbH im Haus. Ich widersprach im Dezember 2015 dieser Forderung, auch widersprach ich der Weitergabe meiner Daten an Auskunftsdateien. Stattdessen überwies ich die Hauptforderung samt Mahngebühren (Mahngebühren von O2) direkt an O2. Ende.

4. Am 03.05.2016 kommt ein Schreiben von GFKL Collections. Wortwörtlich schreiben die: "...wir nehmen Bezug auf Ihre Email vom 04.12.2015 und entschuldigen uns höflich für die verzögerte Beantwortung....". Dann fordern sie die Inkassogebühren plus Auslagen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von 90,34€.

5. Ich schrieb erneut, dass die Hauptforderung beglichen sei und dass ich unter keinen Umständen diese Forderung begleichen würde. Außerdem verwies ich erneut auf meine Forderung, meine Daten nicht an Auskunftsdateien weiterzugeben oder diese weiter zu verwenden.

6. Heute, 24.06.2016 erhalte ich ein Schreiben von Purps, Vogel, Flinder Rechtsanwälte. Diese fordern mich auf, 90,96€ zu überweisen. Offenbar hat GFKL die Inkassogebühren an die Rechtsanwälte weitergegeben. Komischerweise taucht aber immer noch als Betreff: "Telefonica GmbH gegen ...." im Betreff auf. Die Rechnung besteht zu 70,20€ aus Inkassogebühren, hinzu kommen Verzugszinsen und angebliche Rücklastkosten der Auftraggeberin (12,00€).

Im letzten Satz steht: Sollte ich nicht bis 02.07.16 die Forderung nicht begleichen, würden die Anwälte der Auftraggeberin anraten, gerichtliche Schritte gegen mich einzuleiten. Sie schreiben dann auch gleich, dass das mindestens noch einmal 86€ Kosten wären.

Komme ich nun zum erheblichen Problem:

Trotz meiner Forderung, die Daten nicht an Auskunftsdateien weiterzugeben, habe ich nun einen Eintrag in der Schufa (der Eintrag wurde vorgestern vorgenommen.) Ich bin darauf gekommen, weil mein eigentlich "sehr guter" Score in den guten Bereich gerutscht ist. Ich habe eine Schufaabfrage heute gemacht und sehe, dass ein offener Inkassovorgang eingetragen wurde. Dieser war vorher noch nicht da!

Ich fasse das noch einmal kurz zusammen:

1. Hauptforderung wurde im Dezember 2015 beglichen, Inkassokosten widersprochen. Ruhe bis Mai 2016
2. Im Mai 2016 (6 Monate nach Zahlung Hauptforderung) erneuter Brief von GFKL.
3. Vorgestern Eintrag in der Schufa
4. Heute: Eingang des Schreibens von den Purps, Vogel, Flinder Anwälten

P.S. Ich bin übrigens immer noch Kunde bei O2 und habe dort zwei laufende Handyverträge.


Nun eine ganz einfache Frage:

Wie sollte ich nun vorgehen?

Ich bedanke mich jetzt schon einmal für jede Unterstützung!



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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Lehrling
(1949 Beiträge, 618x hilfreich)

Willst du uns auch noch verraten um welchen Eintrag es sich handelt? Steht da Saldo xxxx€ oder steht da Anfrage Inkasso?

Im Fall 2 wäre das vollkommen in Ordnung, weil dies nicht beauskunftet wird und nur zeigt, dass das Inkasso angefragt hat.

Bei Fall 1 müsstest du schriftlich bei der Schufa widersprechen und auf deinen WI beim Inkasso verweisen. Dann sollte der Eintrag gesperrt und dann gelöscht werden.

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#2
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16082x hilfreich)

Zitat:
Trotz meiner Forderung, die Daten nicht an Auskunftsdateien weiterzugeben, habe ich nun einen Eintrag in der Schufa (der Eintrag wurde vorgestern vorgenommen.)

Ich würde hier übrigens zusätzlich den fürs Inkasso und die Anwälte zuständigen Datenschutzbeauftragten anschreiben und ein empfindliches Bußgeld wegen massivem Verstoß gegen das BDSG beantragen. Begründung: Meldung an Auskunfteien trotz überdeutlichem Widerspruchs und damit ein Verstoß gegen das BDSG.

Dann würde ich noch Strafanzeige erstatten wegen Verleumdung und Nötigung. In Zusammehang damit, dass die Inkassokosten sowieso umstritten sind, dass das Einschalten eines Inkassos unnötig war und dass man hier mit Verstoß gegen das BDSG und Kreditgefährdung versucht, das Geld zu erpressen, statt es vor Gericht einzuklagen.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Jonathon
Status:
Praktikant
(847 Beiträge, 285x hilfreich)

Ich sehe das so wie mepeisen,
allerdings nur unter voraussetzung, dass das etwas an Zahlen gemedet worden ist.
Sollte es sich in der Schufa nur um eine Anfrage Inkasso handeln, ist diese erst einmal legitim und Du bist nahezu machtlos.
Aber so eine Anfrage sollte sich nicht auf Deine Score auswirken.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt: Keine Rechtsberatung. Es gilt §675(2) BGB.

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16082x hilfreich)

Zitat:
Aber so eine Anfrage sollte sich nicht auf Deine Score auswirken.

Ja, hast Recht. Sry, ging davon aus, dass es wirklich ein Negativ-Eintrag sei und nicht nur eine Anfrage.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
onlinenutzer1987
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 29x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Zitat:
Aber so eine Anfrage sollte sich nicht auf Deine Score auswirken.

Ja, hast Recht. Sry, ging davon aus, dass es wirklich ein Negativ-Eintrag sei und nicht nur eine Anfrage.


Danke für die Antworten. Ich checke das morgen sofort.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Xipolis
Status:
Lehrling
(1744 Beiträge, 827x hilfreich)

Und auf das Schreiben der Rechtsanwälte nicht reagieren und auch auf weitere Schreiben nicht mehr reagieren. Wie oft willst Du noch sagen, dass Du nicht zahlen willst?

Falls ein Mahnbescheid kommt, unbedingt innerhalb der Frist beim Mahngericht schriftlich und nachweisbar (Einschrieben-Einwurf und Zustellung online verfolgen) Widerspruch einlegen. Das Widerspruchsformular liegt bei.

0x Hilfreiche Antwort

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