Widerspruch gegen Inkassoforderung

10. August 2011 Thema abonnieren
 Von 
PurpleDiamond
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Widerspruch gegen Inkassoforderung

Hallo meine Lieben,
ich bin rechtlich nicht unbewandert, aber jetzt doch ein bischen überfragt.
Zur Erklärung:
Ich habe eine horende Endabrechnung bei einem Stromanbieter nicht sofort bezahlen können. Ich bat, vor ca. 4 Jahren, dem Stromanbieter eine Ratenzahlung an. Die entsprach meinen damaligen finanziellen Verhältnissen, die wirklich nicht gut waren (Hartz IV). Der Stromanbieter stimmte einer Ratenzahlung zu, die jedoch monatlich 50% von dem entsprach, was ich im Monat zum Leben zur Verfügung hatte. Auf telefonische Nachfrage teilte man mir mit, dass eine andere Ratenzahlung nicht möglich wäre (intern). Gut, ich zog um und muss gestehen, ich vergaß diese Angelegenheit. Kurz vor Ablauf der Verjährungsfrist meldete sich das Inkassobüro, danach ein bekannter Inkasso-Anwalt.
Sie forderten u.a. Inkasso-Kontoführungsgebühren von ca. 18 €. Ich habe dort kein Konto! Auf Nachfrage reagierten sie beim Anwalt mehr als gereitzt.
Ich bot dem Anwalt eine monatliche Ratenzahlung an. Daraufhin kam ein Mahnbescheid, gegen den ich Widerspruch einlegte. Es folgten mehrere Briefe mit der Aufforderung den Widerspruch zurückzunehmen. Ich widersprach sämtlichen Kosten, außer der Hauptforderung und den Verzugszinsen im Mahnbescheid und hielt mich an die meinerseits vorgeschlagene Ratenzahlung.
Nun kam ein Schreiben, nach fast einem Jahr, wieder mit der Aufforderung den Widerspruch zurückzunehmen und das sie mit einer Ratenzahlung einverstanden wären und ich solle mit der ersten Rate jetzt im August anfangen. Wie schon erwähnt, nach einem Jahr, wo ich fast die gesamte HF + Zinsen beglichen habe. :)

Ich stelle mir und euch jetzt eine Frage:
Muß ich die Inkassokosten bezahlen, obwohl ich ihnen widersprochen habe, denn bis jetzt habe ich noch nicht die zwischenzeitlich angedrohte Klage erhalten?
Ich habe gelesen, dass Inkassounternehmen und diese Anwälte durch verkaufte Ansprüche natürlich versuchen Gewinn zu erzielen und mehr als fragwürdige Drohungen aussprechen, die nicht rechtlich durchzusetzen sind.

Wie lange hat der Gläubiger Zeit nach einem Widerspruch auf den Mahnbescheid Klage bei Gericht einzureichen? Denn merkwürdigerweise stellt das Inkassobüro keinen Antrag auf den VB, obwohl sie es tun könnten.

Den Widerspruch ziehe ich natürlich nicht zurück, da ich weiß, wenn ich das tue, sie den Vollstreckungsbescheid erwirken und somit den Schuldtitel haben.

Ich war von Anfang an gewillt, die offene Rechnung zu bezahlen, nur konnte ich es ja aus finanziellen Gründen nicht und dann geriet es bei mir und auch der Gläubigern in Vergessenheit. Könnte mein Zahlungswille positiv gewertet werden oder nützt er mir nichts? Ich möchte nicht mehr bezahlen, wie die HF und die Zinsen.

Es wäre schön, wenn ihr mir weiterhelfen könntet.
Vielen Dank im voraus!

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6391x hilfreich)

quote:
Nun kam ein Schreiben, nach fast einem Jahr, wieder mit der Aufforderung den Widerspruch zurückzunehmen und das sie mit einer Ratenzahlung einverstanden wären und ich solle mit der ersten Rate jetzt im August anfangen


Kannst du das Schreiben mal hier verlinken ?
(Namen abdecken)

quote:
Es folgten mehrere Briefe mit der Aufforderung den Widerspruch zurückzunehmen. Ich widersprach sämtlichen Kosten, außer der Hauptforderung und den Verzugszinsen im Mahnbescheid und hielt mich an die meinerseits vorgeschlagene Ratenzahlung.


An wen hast Du die Raten gezahlt ?
An den Stromversorger direkt ?

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
PurpleDiamond
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Also, das Schreiben kann ich nicht verlinken aus dem einfachen Grunde, weil ich ehrlich gesagt nicht weiß, wie das gehen soll.

Die Raten habe ich an den Anwalt gezahlt, da dieser ja auch die Forderung eintreibt.

Gruß

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