Wie lehne ich ein Inkassounternehmen ab ?

7. August 2010 Thema abonnieren
 Von 
guest-12306.09.2010 17:15:19
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 1x hilfreich)
Wie lehne ich ein Inkassounternehmen ab ?

Hallo an alle Profis im Forum

Ein Gläubiger hat seine Forderungen aus dem Jahr 1999 (leider vollstreckbar, Jugendsünde) einem Inkassounternehmen übergeben, nicht verkauft. Da ein Inkasso nur ein Dienstleister ist, bin ich nicht verpflichtet mit Diesem zu arbeiten. Wie lehne ich die Forderungen des Inkasso ab? Welche Möglichkeiten hat ein Inkasso bei meiner Ablehnung?

Danke an alle Helfer

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
kingsday
Status:
Frischling
(47 Beiträge, 13x hilfreich)

*lach* gar keine mit welcher begründung willst du das ablehnen??? Die Forderung ist betitelt? Dann zahle mal lieber schnell^^

Da sind wir wieder beim Thema, sein Froh das es noch kein Anwalt war, der würde mit dem Titel wenn du nicht zahlst sofort in die Zwangsvollstreckung gehen :-)

Also versuch die zu einigen... Die Forderung wirst du sonst nicht los wie du merkst :-)

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-- Editiert am 07.08.2010 16:58

-- Editiert am 07.08.2010 16:58

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#2
 Von 
Wer?
Status:
Schüler
(161 Beiträge, 186x hilfreich)

Betitelt und keine Vollstreckung(sversuche) seit 1999?

Stimmt das oder gibt es EV und/oder Insolvenzverfahren?

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-- Editiert am 07.08.2010 17:11

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
kingsday
Status:
Frischling
(47 Beiträge, 13x hilfreich)

kann ich mir nicht vorstellen aber gute Frage :-) @Wer?

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1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
thehellion
Status:
Philosoph
(13873 Beiträge, 6415x hilfreich)

quote:
kann ich mir nicht vorstellen aber gute Frage

warum sonst sollte ein GL auf weitere Beitreibungsmaßnahmen verzichten ??

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#5
 Von 
kingsday
Status:
Frischling
(47 Beiträge, 13x hilfreich)

wieso darauf verzichten ?? Nein aber du musst in 3 Jahren glaub ich wenigstens ein Vollstreckugsversuche machen sonst darfst du keine Zinsen nehmen? oder keine weitere Kosten gelten machen? oder so ähnlich war es ...

@ Wer? er weiß es wahrscheinlich genauer , darum gute Frage :-)

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1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Wer?
Status:
Schüler
(161 Beiträge, 186x hilfreich)

Wer einen Titel hat, muss nicht vollstrecken, aber die Forderung kann, wenn ueber einen laengeren Zeitraum nichts unternommen wird, evtl. dann nicht mehr vollstreckt werden!

Das nennt sich Verwirkung und waere, wenn tatsaechlich keine Vollstreckungsversuche seit mehr als 10 Jahren vorliegen, wie im vom TE beschriebenenen Fall und aehnlichen gelagerten Faellen durchaus denkbar.

Das muss aber mit anwaltlicher Hilfe geprueft werden



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1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
kingsday
Status:
Frischling
(47 Beiträge, 13x hilfreich)

War aber mit den Zinsen nicht auch noch irgendwas?

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1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122623 Beiträge, 40156x hilfreich)

quote:
War aber mit den Zinsen nicht auch noch irgendwas?

Die Zinsen müssen mit tituliert werden, sonst hat er aus dem Vollstreckungstitel keinen Anpsruch auf diese.

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"
Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

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1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
guest-12306.09.2010 17:15:19
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo an Alle,

ich werde das Problem detaillierter darstellen.

- Gläubiger "A" erwirkt Titel
- Vollstreckungsbescheid ausgestellt 08/1994
- GV fruchtlos in 1994 und 1997
- Gläubiger "A" übergibt an Inkasso "X"
- Inkasso "X" versucht mehrfach fruchtlos
- Gläubiger "A" wird gekauft von "B"
- "B" tritt als Rechtsnachfolger auf
- Inkasso "X" wird ebenfalls verkauft an "Y"
- Inkasso "Y" tritt aktuell als Rechtsnachfolger von Inkasso "X" auf und fordert für den Rechtsnachfolger "B" des Gläubiger "A"

Fragen:

- Woher weiß ich, ob Rechtsnachfolger "B" die Forderungen von Gläubiger "A" übernommen hat?
- Woher weiß ich ob "A" oder "B" die Forderung bereits beim Finanzamt abgeschrieben hat?
- Welche Vollmachten hat ein Inkasso mit Generalvollmacht?
- Inkasso ist ein Dienstleister. Die Forderungen eines Inkasso kann ich doch ablehnen und auf den Gläubiger verweisen? Inkasso hat die Forderung nicht gekauft.

Wer kann mir helfen? Schriftverkehr, Belege sind vorhanden.

Danke an Alle

-- Editiert am 11.08.2010 11:52

-- Editiert am 11.08.2010 11:54

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#10
 Von 
Wer?
Status:
Schüler
(161 Beiträge, 186x hilfreich)

Das ist ja mal wieder ein schoener Fall vom untauglichen Versuch aus Verdautem Gold zu machen.

Glaeubiger Y muss lueckenlos alle Abtretungen und Bevollmaechtigung vorlegen!

Verweis auf § 174 BGB und bestehe auf Urkundenvorlage.
Fotokopien werden nach ständiger Rechtsprechung grundsätzlich nicht als Urkunden behandelt, da ihnen eine Beweisbestimmung nicht ohne weiteres zukommt, sie ihren Aussteller nicht ausweisen und ihnen demgemäß keine Garantiefunktion für die Richtigkeit des Inhalts zuerkannt werden kann (BGHSt 24, 140 ; BGHSt 5, 291 ; BGH WiStra 1993, 341; BGH WiStra 1993, 225; BGH StV 1994, 18 ; BGH MDR 1976, 813; Bay-ObLG NJW 1990, 3221 )

Die Vorlage einer Generalvollmacht ist nicht ausreichend, die Vollmacht muss dahingehend bestimmt sein, das man aus ihr die Forderung, Anspruchssteller, Anspruchsgegner und Bevollmaechtigen eindeutig zuordnen kann.

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P.s. wie ist es denn um die Leistungsfaehigkeit des Schuldners gestellt, waere die Begleichung der titulierten Forderung moeglich?
Weil mehr als dir Zeit verschaffen kannst du natuerlich nicht, und der Versuch vom Inkasso wirkt so, als ob die glauben noch was abgreifen zu koennen, sonst haette die einfach gleich wieder ne EV verlangt.
Wie gesagt der Schuldner muss darauf achten, das keine Inkassoforderungen im dem Durcheinander tituliert werden!

-- Editiert am 11.08.2010 12:40

-- Editiert am 11.08.2010 12:41

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122623 Beiträge, 40156x hilfreich)

quote:
- Woher weiß ich ob "A" oder "B" die Forderung bereits beim Finanzamt abgeschrieben hat?

Gar nicht. Diese Auskunft wird dir auch niemand geben, denn es geht sich schlicht nichts an.




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"
Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

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