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Zahlungsforderung Inkassobüro nach Zahlung der Hauptforderung

 Von 
KAiSER086
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Zahlungsforderung Inkassobüro nach Zahlung der Hauptforderung

Guten Tag,
Ich brauche Hilfe. Ich habe vor einiger Zeit ein kostenloses Abonnement bei einem Usenet Unternehmen abgeschlossen und bin daraufhin in eine Abo-Falle getappt. Ich hätte das Abo innerhalb der kostenlosen Zeit kündigen müssen, was ich aber vergessen habe.
Am 27.4. habe ich dann die erste Mahnung per Mail erhalten die ich erstmal ignoriert habe, bis am 14.5. die zweite Mahnung (In der stand groß und dick "Letzte Mahnung!") per Mail kam. Anfangs wieder ignoriert und als ich dann am letzten Tag bezahlen wollte (21.5) funktionierte der Link zum Bezahlen nicht. Also habe ich dem Support den Tag darauf geschrieben und einen Tag später eine Antwort erhalten, in der stand das mir in Kürze ein neuer Link gesendet werden würde. Ich habe keinen neuen Link erhalten und habe den Support am 28.5. nochmals um einen neuen Link gebeten um die Kosten endlich zu begleichen. Einen Tag später erhielt ich wieder eine Mail in der genau das selbe wie in der davor stand, ich solle mich noch ein wenig Gedulden. Ich habe keinen neuen Link bekommen.
Am 18.7. habe ich die Mahnung dann per Brief erhalten in der ich letztmalig dazu aufgefordert wurde den Betrag in Höhe von 110.96€ bis zum 20.7. zu zahlen. Also habe ich mich direkt noch am selben Tag hingesetzt und den kompletten Betrag überwiesen, Ich wollte das ja schon längst bezahlt haben! Heute habe ich dann einen Brief vom Inkassobüro bekommen und die fordern jetzt 181.16€ bis zum 3.8..
Ich bin noch Auszubildender und komplett überfordert mit der Situation, Ich habe auch keine Familie die Ich fragen könnte. Muss ich die Kosten jetzt zahlen?

-- Editiert von KAiSER086 am 26.07.2018 20:34

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Kosten Brief Mahnung zahlen


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24028 Beiträge, 15599x hilfreich)

Die Mails hast du noch? Ich würde dem Inkasso kurz folgendes schreiben "Wertes Inkasso. ich weise die Forderung vollumfänglich zurück. Die Hauptforderung wurde längst bezahlt. Darüber hinaus habe ich mehrfach mit ihrer Mandantin Kontakt gehabt. Die Zahlung hat sich ausschließlich verzögert, weil ihre Mandantin technische Probleme hatte und so die von mir mehrfach angebotene Zahlung nicht angenommen werden konnte. Sie wollen sich mit ihren Gebühren vertragsgemäß an ihre Mandantin wenden. Darüber hinaus weise ich darauf hin, dass ihre Mandantin im verdacht steht, eine betrügerische Abofalle zu betreiben. Sollten Sie mich nicht in Ruhe lassen, sehe ich mich gezwungen, dies zur Strafanzeige zu bringen und das Geld mangels vertrag zurück zu fordern. Ich empfehle daher, es dabei zu belassen und mir zu bestätigen, dass jetzt und in Zukunft keine Forderungen mehr durch ihre Mandantin erhoben werden."

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#2
 Von 
Sir Berry
Status:
Richter
(8961 Beiträge, 2848x hilfreich)

Auch wenn sich der Beitrag von mepeisen recht gut liest, auf die wesentlichen Punkte geht er nicht ein.

Die Mahnung vom 27.04 war verzugsbegründent.

Du hast nach eigener Aussage erst nach Verzugseintritt bezahlt. Ein Verzugsschaden dazu gehören u.a. auch angemessene Kosten der Rechtsverfolgung ist vom Prinzip her durchsetzungsfähig.

Zitat (von mepeisen):
Die Zahlung hat sich ausschließlich verzögert, weil ihre Mandantin technische Probleme hatte und so die von mir mehrfach angebotene Zahlung nicht angenommen werden konnte.

Diese Aussage ist unsubstantiiert. Zum einen hätte man auch alternative Zahlungswege gehen können, zum anderen bestand zu dem Zeitpunkt offensichtlich bereits Verzug.

Retten kann Dich hier nur noch die Zahlungserinnerung vom 18.07 (das ist keine Mahnung) wenn Dir dort ein weiteres Zahlungsziel bis zum 20.07 eingeräumt wurde. Dabei aber auf die Wortwahl achten.
Es ist ein Unterschied ob der Betrag bis zum 20.7 bewirkt sein soll oder ob er am 20.07 auf dem Konto (Gutschrift beim Empfänger) sein soll.

Von einer Abbofalle ist nichts zu erkennen. Du wusstest offensichtlich, dass Du dich rechtzeitig melden musst, wenn du keinen kostenpflichtigen Vertrag eingehen willst und hast das - wie auch die rechtzeitige Zahlung verpennt.

Unabhängig vom vorherigen werden nur die reinen Inkassokosten allerdings selten eingeklagt. Darauf kannst du, wenn du risikofreudig bist, spekulieren.

Berry

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#3
 Von 
KAiSER086
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Mails von denen habe ich noch, die Mails die ich denen geschickt habe allerdings nicht da ich den Support von deren Internetseite aus kontaktieren musste.

Es gab keine alternative Möglichkeit zum bezahlen. Es gab einen Link der dauerhaft in meinem Account angegeben war, der funktioniert aber bis heute nicht. Und es gab noch 2 andere Links in den Zahlungsaufforderungen per Mail, die laufen aber ab nachdem sie angeklickt wurden. Der Support hat geschrieben das die Links nur eine gewisse Zeit gültig sind, aber ich weiß definitv das ich mehrmals VOR Ablaufdatum probiert habe zu zahlen. Ich kam ja auch auf die Seite zum Bezahlen, aber halt jeweils nur einmal. Ich habe explizit nach einer anderen Möglichkeit zum bezahlen gefragt aber sie antworteten einfach "In Kürze erhalten Sie einen weiteren Zahlungslink. Bitte beachten Sie, dass auch dieser Link nur kurze Zeit gültig ist."

Was meinen Sie mit Verzugsschaden? Der reine Betrag den ich zahlen sollte betrug 99,96€. Nach der ersten Mahnung 102,46€, nach der zweiten Mahnung 104,96€ und in dem Brief vom 18.7. wollten die 110,96€, die ich auch gezahlt habe.

In der letzten Mahnung per Brief (es ist eine Mahnung, steht im Betreff) steht: "Wir fordern Sie daher letztmalig auf, den noch ausstehenden Betrag in Höhe von 110,96 EUR bis zum 20.7.2018 auf das folgende Konto zu überweisen." Den Brief habe ich am 18.7. erhalten und ich habe direkt bezahlt nachdem ich den Brief gelesen habe. Wie soll ich denn früher überweisen wenn ich die Mahnung noch nicht erhalten habe?

Nein, ich wusste das vorher nicht. Das stand kleingedruckt in den AGBs, ich bin auch nicht der erste der darauf reinfällt.

Ich weiß nicht wie ich jetzt am besten vorgehen soll ohne mir selber ein Bein zu stellen..

-- Editiert von KAiSER086 am 27.07.2018 14:19

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#4
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24028 Beiträge, 15599x hilfreich)

Zitat:
Zum einen hätte man auch alternative Zahlungswege gehen können, zum anderen bestand zu dem Zeitpunkt offensichtlich bereits Verzug.

Das interessiert niemanden. Es bestand Kontakt zum Anbieter, der Anbieter hat den Fehler auf seiner Seite eingeräumt und Abhilfe versprochen, die nie erfolgt ist. Und damit ist und bleibt die Einschaltung eines Inkassos einfach nur vollkommener Unsinn.

Der Gläubiger hat beim Wahl seiner Mittel keinesfalls Narrenfreiheit und es bestand hier seitens Kunde weder eine Verweigerung, noch ein Schweigen noch irgendetwas anderes, was rechtlich hätte geklärt werden müssen.

Zitat:
Von einer Abbofalle ist nichts zu erkennen.

An dem Punkt sollte man etwas vorsichtiger sein, wenn man denkt, den Fall zu kennen, ohne ihn genauer betrachtet zu haben ;-)
Diese Konsorten sind durchaus bekannt dafür, Kostenpflichten vollständig zu verschleiern und Buttons falsch zu beschriften ;-)

Zitat:
Ich weiß nicht wie ich jetzt am besten vorgehen soll ohne mir selber ein Bein zu stellen..

Einfach nochmal meinen beitrag lesen. Du hast bezahlt. Fertig. Inkassokosten gibt es aus den vorgenannten Gründen nicht.

-- Editiert von mepeisen am 27.07.2018 15:58

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