Zwangsvollstreckung trotz belegbarer Zahlung

6. Juli 2004 Thema abonnieren
 Von 
mausespeck
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Zwangsvollstreckung trotz belegbarer Zahlung

Hallo zusammen.

Ich habe bei einem Rechtsanwalt 2 Angelegenheiten zu zahlen.

Es wurde eine Ratenzahlung vereinbart, welche ich auch regelmäßig einhalte.

Die Zahlungen sind auf zwei verschiedene Konten zu leisten.

Durch ein Mißgeschick meinerseits wurden nun beide Raten auf ein Konto überwiesen.

Aus dem Verwendungszweck der Überweisung gehen beide Aktenzeichen und die entsprechenden Beträge hervor.

Kurze Zeit nach der Überweisung erhielt ich ein Schreiben des Obergerichtsvollziehers eine der beiden Forderungen sofort zu begleichen ansonsten drohe mir die Zwangsvollstreckung.

Hierbei geht es nicht um die Rate sondern um den Gesamtbetrag der Forderung.

Sofort telefonierte ich mit dem Gläubiger und faxte ihm den Kontoauszug der die Zahlung auswies umgehend zu.

Der Gläubiger weigert sich aber die Zwangsvollstreckung zurück zu nehmen mit der Begründung, dass ich keine Zahlung geleistet hätte.

Er sieht außerdem nicht ein auf den Kosten für den Gerichtsvollzieher sitzen zu bleiben.

Frage:

Weis jemand Hieb und Stichfest ob eine Zwangsvollstreckung in diesem Fall durchgeführt werden darf?

Darf der Gerichtsvollzieher überhaupt Zwangsvollstrecken wenn die Zahlungen belegt werden können?

Über eine Auskunft würde ich mich sehr freuen und bedanke mich im Voraus.

Netten Gruß
mausespeck

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12 Antworten
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#1
 Von 
guest123-2399
Status:
Schüler
(450 Beiträge, 301x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#2
 Von 
Nemo
Status:
Schüler
(345 Beiträge, 44x hilfreich)

Es ist ungewöhnlich, daß ein GV ein Schreiben
schickt, er kommt pers., wenn ein Zwangsvollstreckungsauftrag vorliegt. Auf diesem Schreiben, steht sicher auch seine Sprechzeit, dort anrufen und den Fall schildern,ein GV hat kein Interesse Dir die Hose runter zu ziehen, er handelt im Auftrag und danach wird er bezahlt, scheue Dich nicht dort an zu rufen

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" Die Gerechtigkeit wohnt in einer Etage, zu der die Justiz keinen Zugang hat (Friedrich Dürrenmatt)"

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#3
 Von 
mausespeck
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

@ Canary
@ Nemo

Erstmal Danke für die raschen Antworten.

@ Canary

Also, es ist ein und derselbe Anwalt für 2 verschiedene Angelegenheiten von 2 verschiedenen Mandanten. Bis vor einiger Zeit waren die Konten auf welche die Ratenzahlungen erfolgten gleich. Jetzt sind es 2 verschiedene Konten bei der selben Bank, d.h. das eine Zahlung nun auf das alt bekannte Konto fliest und die 2. Zahlung auf ein neues. Ich habe die Zahlung der beiden Raten in einer Überweisung getätigt und im Verwendungszweck beide AZ angegeben. Diese Zahlung lief auf das alte Konto.

Netten Gruß,
mausespeck

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#4
 Von 
mausespeck
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Habe noch was vergessen:

Hinzu kommt noch, dass ich komischerweise nicht von meinen Schulden runter komme obwohl ich schon etliches gezahlt habe. Nach einiger Zeit bin fast wieder auf der Hauptforderung. Aufgefallen ist mir das, weil ich mir von Zeit zu Zeit eine Forderungsaufstellung zuschicken lasse.

Mal ein Beispiel:

Ich Zahle auf eine Forderung von ca. 500,- € monatl. 25,- €. Wenn ich dann nach einem halben Jahr eine Forderungsaufstellung bekomme ist der Betrag noch ca. 480,- €. Auf meine Nachfrage was es damit auf sich hat antwortet man mir mit: "Es enstehen ja auch laufende Kosten/Zinsen welche ja mal hoch und mal niedriger sind"!

Leider sieht die Aufstellung immer ganz plausibel aus. Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass dieser Mensch die Kosten absichtlich in die Höhe treibt, damit ein Schuldner nicht von seinen Schulden loskommt.

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#5
 Von 
Nemo
Status:
Schüler
(345 Beiträge, 44x hilfreich)

Du hast pünktlich bezahlt und fertig, Du hast einen Überweisungsbeleg, den schickst Du an den GV und rufst den am besten noch an, damit Du auf der sicheren Seite bist

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" Die Gerechtigkeit wohnt in einer Etage, zu der die Justiz keinen Zugang hat (Friedrich Dürrenmatt)"

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Nemo
Status:
Schüler
(345 Beiträge, 44x hilfreich)

Forderungsaufstellungen sind recht kompliziert und auch unverständlich, wenn man sich nicht von berufswegen damit beschäftigt. Normalerweise werden die Raten zunächst auf die Kosten, dann auf Zinsen, dann auf die HF angerechnet, (BGB § 367 )man hat dann den Eindruck, das man zahlt und zahlt und es verringert sich nichts.
Manche machen das allerdings auch anders rum, das ist möglich und auch günstiger für den Schuldner,. Wenn man Zeit hat, kann man das gut mit Excel machen, aber das dauert, bevor ein gewisse Routine eingekehrt ist

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" Die Gerechtigkeit wohnt in einer Etage, zu der die Justiz keinen Zugang hat (Friedrich Dürrenmatt)"

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#7
 Von 
mausespeck
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

@ Nemo

So, habe mit dem OGV gesprochen. Dieser sagt wörtlich er habe einen Auftrag zur Zwangvollstreckung und diesen werde er auch durchführen. Ich hätte auf ein falsches Konto gezahlt und somit "nicht gezahlt".

Ja steh ich denn im Wald? Habe ich als Schuldner den überhaupt keine Rechte????

Der Anwalt zieht nicht zurück, damit er nicht auf den Kosten sitzenbleibt und den OGV interessiert das alles nicht und geht stur nach Vorschrift.

Der dumme in diesem miesen Spiel bin ich. Habe jetzt wieder 80,- € mehr an der Backe. Das kann's doch nicht sein, oder doch???

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#8
 Von 
Nemo
Status:
Schüler
(345 Beiträge, 44x hilfreich)

Paß mal auf, hier ein Forum, in dem auch GV Beiträge schreiben, Du mußt allerdings die Frage allgemein halten, weil Rechtsberatung
eigentlich nicht erlaubt ist, gestalte die Angelegenheit als eilig, Du wirst sehen, dort bekommst Du sicher eine kompetente Auskunft

http://5376.rapidforum.com/

Mir ist noch aufgefallen, daß ein Mahnbescheid wohl noch nicht vorliegt, oder doch, denn der kommt zuerst und darauf kannst Du immer noch Widerspruch einlegen

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" Die Gerechtigkeit wohnt in einer Etage, zu der die Justiz keinen Zugang hat (Friedrich Dürrenmatt)"

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#9
 Von 
Nemo
Status:
Schüler
(345 Beiträge, 44x hilfreich)

http://www.jurathek.de/forum/forumdisplay.php?s=&forumid=9

Hier kannst Du die selbe Frage auch mal rein bringen, dann hast Du zwei Meinungen

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" Die Gerechtigkeit wohnt in einer Etage, zu der die Justiz keinen Zugang hat (Friedrich Dürrenmatt)"

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#10
 Von 
guest123-2399
Status:
Schüler
(450 Beiträge, 301x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#11
 Von 
Listche
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,
ich habe da ein ähnliches Problem.
Was kann man tun, wenn der Gläubiger die Kosten künstlich in die Höhe treibt? Der Rechtspfleger am Amtsgericht hat gemeint, daß sich das nur schwer beweisen lasse.
Gruß listche


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" "

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#12
 Von 
guest123-2399
Status:
Schüler
(450 Beiträge, 301x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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