Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
13.493 Ratgeber, 2.347.261 Forenbeiträge, 254.709 Rechtsberatungen
616.934
Registrierte
Nutzer

versteckter O2-Vertrag - plötzliche Inkassomahnung Infoscore

17. Dezember 2016 Thema abonnieren
 Von 
justice for all
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)
versteckter O2-Vertrag - plötzliche Inkassomahnung Infoscore

Hallo,
ich habe vor ca. 3 Monaten eine Inkassomahnung über etwa 300€ von der Firma Infoscore bekommen bezüglich einer mir nicht bekannten O2-Mobilfunknummer/Handyvertrags. Daraufhin habe ich Infoscore ein Widerrufsschreiben geschickt, mit der Aufforderung man solle mir erst einmal beweisen, dass ich jemals zu genannter Handynummer einen Vertrag unterschrieben habe. Dann kam erst mal ca. 3 Monate nichts mehr.
Gestern habe ich dann eine erneute Mahnung der Firma Infoscore bekommen mit kopierten Rechnungsschreiben von o2 zu der mir unbekannten Handynummer und auch einer Kopie des Handyvertrages zu meiner anderen Handynummer welche ich tatsächlich bei O2 benutze.

Der Hammer: In dem mir bekannten Vertrag ist besagte zweite Handynummer kleingedruckt aufgeführt, zu welcher anscheinend die ganze Zeit neben meiner eigentlichen Nummer ein zweiter Vertrag lief.
Dies war mir die ganze Zeit aber völlig unbekannt.
Anscheinend wurden mir die ersten Monate des Vertrages auch für den "versteckten Vertrag" monatlich ein geringfügiger Betrag abgebucht - bis ich umgezogen bin und o2 aufhörte den Betrag abzubuchen. Rechnungen wurden anscheinend ab einem bestimmten Zeitpunkt an die alte Adresse gesendet.

Nun Jahre später ist der Betrag auf 300 € angewachsen und ich soll diese samt Mahnkosten nun zahlen obwohl ich nichts von diesem Vertrag wusste, geschweige denn ihn jemals genutzt habe.
Das ganze ist kurios, insbesondere da O2 mich in den letzten Jahren oft angerufen hat und mir zu dem mir bekannten Vertrag zu meinem Nutzerverhalten "Tipps" geben wollte oder mir einen teureren Tarif andrehen wollte - aber der versteckte Vertrag zu der anderen Handynummer wurde nie erwähnt.

Gibt es irgendeine Möglichkeit aus der Sache rauszukommen? Ich habe wie gesagt den "versteckten Vertrag" nie genutzt und o2 sieht das auch an meinem Nutzerverhalten dass nie freigeschaltet oder jemand damit angerufen wurde etc.
Wieso wird man in der ganzen Zeit nie von o2 aufmerksam gemacht, dass anscheinend noch ein zweiter Vertrag besteht?
Ich hoffe sehr jemand kann mir helfen, danke schonmal fürs lesen.

Post vom Inkassobüro?

Post vom Inkassobüro?

Ein erfahrener Anwalt im Inkassorecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Inkassorecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



22 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Lehrling
(1848 Beiträge, 588x hilfreich)

Was bedeutet "Jahre später" genau? Wie setzt sich der Betrag genau zusammen?

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
justice for all
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe die genauen Rechnungen nicht vorliegen oder von wann bis wann Geld bei mir abgebucht wurde.

Ich habe von infoscore nur Rechnungskopien bekommen von Rechnungen die nicht gezahlt wurden und bis Ende 2015 zurückgehen.

Der Betrag setzt sich wie folgt zusammen:

Haupt/ Restforderung 198,69 €
5 Prozentpunkte über Basiszins 0,44 €
Bankrücklastkosten 8,00 €
Vorgerichtliche Mahnauslagen 2,50 €
Auslagen (adressermittlung, etc.) 9,00 €
Inkassovergütung 58,50 €
Post/Telekommunikationspauschale 11,70 €
_____________________________________
Gesamtforderung 288,83 €

Im weiteren Androhung von erheblichen Kosten durch gerichtliches Mahnverfahren.

-- Editiert von justice for all am 17.12.2016 10:44

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16059x hilfreich)

Die Rechnungen zur bekannten Nummer wurden dir aber immer zugesandt und bezahlt? Und auch nach Umzug wurden dir weiter Rechnungen zur bekannten Nummer zugesandt und bezahlt, also an neuer Adresse?

Die Nummer ist schwierig, da sie mehrere Ebenen hat aus meiner Sicht. Dass du das nicht bemerkt hast, dass dir da etwas zweites untergeschoben wurde, ist eine Geschichte. Dass du es aber über einen langen Zeitraum (von wann ist der Vertrag eigentlich?) stillschweigend bezahlt hast, ist eine zweite Nummer.

Ich würde mich da nicht aus dem Fenster lehnen und vorher sagen, wie das ausgehen würde vor Gericht.

Zitat:
Wieso wird man in der ganzen Zeit nie von o2 aufmerksam gemacht, dass anscheinend noch ein zweiter Vertrag besteht?

Das ist etwas, was O2 nie wird beantworten können. Vielleicht kann man, auch wegen der Adressproblematik, etwas erreichen, wenn man hier voll auf Konfrontation geht und den Spieß umdreht. Dass man Geld zurück bekommt, ist zwar utopisch, aber vielleicht fruchtet ein Schreiben an Infoscore. Ich würde das persönlich so formulieren (drastisch, aber klar in der Sprache).

"Werte Infoscore. Ich habe die vorgelegten Unterlagen nun geprüft.
1. Der Vertrag zur Rufnummer XYZ wurde mir böswillig untergeschoben. So habe ich das nie abschließen wollen und auch nie abgeschlossen.
2. Voller Erschrecken habe ich gesehen, dass ihre Mandantin die ganze zeit über unbemerkt zusätzlich monatlich XX€ abgebucht hat. Ich behalte mir vor, das ganze wegen ungerechtfertigter Bereicherung zurück zu fordern. Nur aufgrund meines Vertrauens in ihre Mandantin habe ich das nie so genau geprüft, was da abgebucht wurde.
3. Ihrer Mandantin war meine neue Adresse bekannt. Es ist vollkommen unverständlich, wieso ihre Mandantin A) ihrerseits einfach aufhört abzubuchen, B) nicht die neue Adresse verwendet und C) auch noch wegen angeblichen Verzugs ein Inkasso einschaltet.
4. Der angebliche Zweitvertrag wurde nie von mir genutzt. Es gibt keinerlei Verbräuche. Das wird ihre Mandantin bestätigen können.
5. Ihre Mandantin hat mir mehrfach neue Angebote gemacht, neue Tarife vorgeschlagen, Nutzerverhalten abgefragt und vieles mehr. Der angebliche Zweitvertrag kam hier nie zur Sprache.
Ich stelle in Aussicht, die Mitarbeiter ihrer Mandantin wegen gewerblichen Betruges anzuzeigen. Denn alles zusammen ergibt für mich eindeutig eine Betrugsabsicht bei ihrer Mandantin. Sie haben hier einiges zu erklären. Die Forderung werde ich so jedenfalls nicht bezahlen. Ich erwarte, dass sie dieses Schreiben an den Vorstand ihrer Mandantin schicken und dass ich vom Vorstand ihrer Mandantin wegen dieses Betrugsversuches eine Entschädigung und eine Entschuldigung bekomme."

Die Signalwörter helfen ggf., dass die zurück rudern.

Aber sei dir bewusst: Das alles kann man auch so auslegen, dass du damals den vertrag so wolltest, dass du eine Kündigung vergessen hast und nun nach Ausreden suchst. Daher: Schwierige Nummer.
Das einzige, was kurios ist, sind die eingestellten Lastschriften. Hast du auch das Konto gewechselt? Wusste O2 vom neuen Konto?


-- Editiert von mepeisen am 17.12.2016 11:47

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
arnonym117
Status:
Praktikant
(719 Beiträge, 224x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
3. Ihrer Mandantin war meine neue Adresse bekannt.


Das widerspricht aber der Schilderung des TE:

Zitat (von justice for all):
bis ich umgezogen bin und o2 aufhörte den Betrag abzubuchen. Rechnungen wurden anscheinend ab einem bestimmten Zeitpunkt an die alte Adresse gesendet.


Zitat:
Bankrücklastkosten 8,00 €


Gab es denn diese Bankrücklastschrift(en)? War das Konto mal nicht gedeckt oder hast du einen Bank-/Kontowechsel vorgenommen? Das würde erklären, warum die Abbuchungen aufhörten. Mich wundert da allerdings, dass die Abbuchungen für den "ursprünglichen" Vertrag nicht davon betroffen waren.

Wobei es eigentlich keine zwei Verträge geben kann, wenn die zweite Nummer auf dem "ersten" Vertrag mit draufsteht. Daher wundert es mich zudem, warum es auch zwei separate Abbuchungen gab. Hast du selbst noch Unterlagen aus der Zeit des Vertragsabschlusses, z.B. eine Kopie des Antragsformulars oder die Auftragsbestätigung? War diese zweite Nummer/Tarif vielleicht sogar (optionaler) Bestandteil dieses Vertrages?

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16059x hilfreich)

Zitat:
Das widerspricht aber der Schilderung des TE:

Hmmm. Ob man das raus lesen kann? Mal die Antworten des TE abwarten würd ich sagen.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
justice for all
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank schonmal für die bisherigen Antworten.
Was auch noch wichtig ist: Ich habe den Vertrag zu der mit bekannten Nummer zwischenzeitlich 2012 gekündigt und war durch Rufnummernmitnahme bei anderen Anbietern.
Erst 2015 bin ich wieder mit der mir bekannten Nummer zu o2 zurückgekehrt.

Außerdem habe ich mir den kopierten o2-"Vertrag" welchen mir Infoscore zugesendet hat nochmal genauer angesehen:
Das ganze ist ein Dreiseiter in Schriftgröße 6 auf dem die unbekannte Handynummer nichtmal aufgeführt ist!
Es werden eigentlich nur meine Kundendaten erfasst mit "Sind Sie schon Kunde bei o2..." - und der mir bekannten Handynummer etc. und auf der Rückseite ist der Auftrag für einen anderen Handyvertrag von 24 Monaten Mindestlaufzeit (!) noch ohne eine angegebene Handynummer aufgeführt.
Ich würde doch niemals wissentlich in einen Handyvertrag mit 24 Monaten Laufzeit - ohne Handy einwilligen.
Meine Unterschrift ist auf diesem dreiseitigen Papier drauf - ja - ich kann mir das aber nur so erklären, dass dieser Dreiseiter in dem Stapel Unterlagen mittendrin war die ich damals gutgläubig unterzeichnet habe - ohne zu ahnen dass man mir gerade einen zusätzlichen Vertrag andreht. Der o2-Verkäufer hat danach bestimmt eine Extraprämie eingesackt.

Ich denke ich muss damit auf alle Fälle zum Anwalt. O2 kann ganz genau einsehen dass der Vertrag nie benutzt wurde.
Ich werde dazu wohl so ein Schreiben wie von User mepeisen vorgeschlagen anfertigen. Danke dafür.
Kann man einschätzen wie die Erfolgsaussichten mit sowas sind?

Zitat (von mepeisen):
Die Rechnungen zur bekannten Nummer wurden dir aber immer zugesandt und bezahlt? Und auch nach Umzug wurden dir weiter Rechnungen zur bekannten Nummer zugesandt und bezahlt, also an neuer Adresse?


Ja, anfangs per Brief, dann nur noch per E-Mail bzw. Konto bei O2-Portal.
Ja, die Umzüge habe ich O2 immer mitgeteilt soweit ich noch da unter Vertrag war, es war ja meine einzige Telefonnummer unter der ich erreichbar war/bin. Rechnungen zu der unbekannten Nummer habe ich nie erhalten.

Zitat (von mepeisen):
Dass du das nicht bemerkt hast, dass dir da etwas zweites untergeschoben wurde, ist eine Geschichte. Dass du es aber über einen langen Zeitraum (von wann ist der Vertrag eigentlich?) stillschweigend bezahlt hast, ist eine zweite Nummer.


Der Vertrag zu der mir bekannten Nummer wurde im Juni 2008 gestartet. Ich weiß es klingt unglaublich idiotisch dass ich nichts unternommen habe gegen diesen ominösen Betrag auf meinem Kontoauszug, aber es war ein kleinerer Betrag und ich habe damals ganz ok verdient und habe wohl einfach nicht damit gerechnet von einem bekannten Unternehmen wie O2 eiskalt übers Ohr gehauen zu werden.
Ich dachte wohl der Betrag müssten Extrakosten für überzogene Internetnutzung im Netz von O2 sein etc. - ja ich kann es nur mit jugendlichem Leichtsinn erklären.
Ich war vertrauenswürdige Firmen wie die TK, oder Debeka gewohnt von denen man angerufen wird und einem gesagt wird, sollte man irgendwo etwas zu viel bezahlt haben.

Zitat (von mepeisen):
Voller Erschrecken habe ich gesehen, dass ihre Mandantin die ganze zeit über unbemerkt zusätzlich monatlich XX€ abgebucht hat. ...Nur aufgrund meines Vertrauens in ihre Mandantin habe ich das nie so genau geprüft, was da abgebucht wurde.


So ist es leider tatsächlich. Ich habe meinen Vertrag schon nach dem ersten Infoscore-Schreiben sofort gekündigt weil mir das höchst suspekt vorkam und will nie wieder etwas mit o2 zutun haben.

Zitat (von arnonym117):
Gab es denn diese Bankrücklastschrift(en)? War das Konto mal nicht gedeckt oder hast du einen Bank-/Kontowechsel vorgenommen? Das würde erklären, warum die Abbuchungen aufhörten. Mich wundert da allerdings, dass die Abbuchungen für den "ursprünglichen" Vertrag nicht davon betroffen waren.


Ja der Stopp der Abbuchung ist sehr wahrscheinlich mit fehlender Deckung auf meinem Konto zur damaligen Zeit zu erklären.
Ich habe die Abbuchung zu der mir bekannten Nummer irgendwann von Lastschrift zu Überweisung ändern lassen.

Zitat (von arnonym117):
Wobei es eigentlich keine zwei Verträge geben kann, wenn die zweite Nummer auf dem "ersten" Vertrag mit draufsteht. Daher wundert es mich zudem, warum es auch zwei separate Abbuchungen gab. Hast du selbst noch Unterlagen aus der Zeit des Vertragsabschlusses, z.B. eine Kopie des Antragsformulars oder die Auftragsbestätigung? War diese zweite Nummer/Tarif vielleicht sogar (optionaler) Bestandteil dieses Vertrages?


Ich habe leider nur noch eine Kündigungsbestätigung zu der mir bekannten Nummer aus dem Jahr 2012.
Danach bin ich mit der bekannten Nummer zu einem anderen Anbieter gewechselt.
Die unbekannte Nummer war also nicht an den Vertrag mit mir bekannter Nummer gekoppelt und lief einfach weiter.
Details zu dem Vertrag habe ich ja oben schon angegeben.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
The Mentalist
Status:
Praktikant
(972 Beiträge, 292x hilfreich)

Zitat:
Das ganze ist ein Dreiseiter in Schriftgröße 6 auf dem die unbekannte Handynummer nichtmal aufgeführt ist!
Es werden eigentlich nur meine Kundendaten erfasst mit "Sind Sie schon Kunde bei o2..." - und der mir bekannten Handynummer etc. und auf der Rückseite ist der Auftrag für einen anderen Handyvertrag von 24 Monaten Mindestlaufzeit (!) noch ohne eine angegebene Handynummer aufgeführt.
Ich würde doch niemals wissentlich in einen Handyvertrag mit 24 Monaten Laufzeit - ohne Handy einwilligen.
Meine Unterschrift ist auf diesem dreiseitigen Papier drauf - ja - ich kann mir das aber nur so erklären, dass dieser Dreiseiter in dem Stapel Unterlagen mittendrin war die ich damals gutgläubig unterzeichnet habe - ohne zu ahnen dass man mir gerade einen zusätzlichen Vertrag andreht. Der o2-Verkäufer hat danach bestimmt eine Extraprämie eingesackt.

Ich würde sagen, dass es wohl kaum oder schwierig möglich sein wird, da überhaupt raus zu kommen. Denn im Endeffekt hast du es unterschrieben. Und deshalb unterschreibt man nichts, was man vorher nicht gelesen hat. Aber solange du die ausreichende Möglichkeit hattest, den Vertrag durchzulesen, wird es eben schwer dagegen zu argumentieren und das auch noch sauber zu beweisen.
Ich würde erstmal den Widerspruch senden und warten was wieder von denen kommt.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16059x hilfreich)

Nochmal zum Mitdenken:
1. Du hast Irgendwann in 2008 einen Vertrag unterschrieben.
2. Auf diesem vertrag war insbesondere die zweite Handynummer nicht eingetragen. Du hast also ein Exemplar ohne die zweite Handynummer.
3. Auf dem dir nun vorliegenden Exemplar wurde also folglich die unbekannte Handynummer nachträglich ergänzt?
4. Deine Unterschrift ist nun wo genau darauf? Auf der Vorderseite mit der dir korrekt bekannten Handynummer? Oder auf der Rückseite, quasi dem Blanko-Formular wo nachträglich die Handynummer ergänzt wurde?
5. Du hattest nachweisbar 2012 gekündigt mit Rufnummernübernahme
6. Du bis 2015 zu O2 zurück, was aber keine Rolle spielt, da völlig neuer Vertrag
7. Umzüge usw. wurden mitgeteilt und es lief hinsichtlich des bekannten Vertrages auch alles gut, keine Außenstände u.ä.
8. Ggf. Rücklastschrift beim unbekannten Vertrag, aber der bekannte wurde stets bezahlt (sonst wäre er ja sicher gekündigt, gesperrt usw.) Prüfe das mit der Rücklastschrift noch mal, denn wenn es keine gab und die einfach aufhörten, das abzubuchen, wenn zudem das Aufhören des Abbuchens mit deiner Rückkehr zu O2 zusammenfällt, gibt es hier einen Punkt, der das völlig kurios werden lässt.
9. Kündigungsbestätigung zu der dir bekannten Nummer liegt vor.


Zitat:
Ich denke ich muss damit auf alle Fälle zum Anwalt. O2 kann ganz genau einsehen dass der Vertrag nie benutzt wurde.
Ich werde dazu wohl so ein Schreiben wie von User mepeisen vorgeschlagen anfertigen. Danke dafür.
Kann man einschätzen wie die Erfolgsaussichten mit sowas sind?

Gerade bei so Nummern, wo es auf viele Details ankommt, ist das wohl zu raten, irgendwann auch mal einen Anwalt aufzusuchen. Ob direkt schon oder erst später, würde ich vom Ausgang des Schreibens ans Inkasso abhängig machen oder von deiner Streitbereitschaft, dir das Geld für die ungerechtfertigte Bereicherung zurück holen zu wollen.

Aber ich würde hier nicht so schwarz sehen, wie The-Mentalist.
Wenn deine Schilderung so stimmt, wie du sie geschrieben hast, wenn es kein Detail gibt, was du übersehen hast, wäre ich recht optimistisch.

Aus zwei Detail-Gründen.
A) Du kannst beweisen, dass die nachträglich den Vertrag verfälscht haben. Dass die irgendwo in einem klein geschriebenen Fließtext, der wegen der geringen Schriftgröße nur schwer als zweiter Vertrag zu erkennen ist, diese zweite Handynummer eingetragen haben. Das ist durchaus Gold Wert, denn:
- Entweder war das nur ein Vertrag, keine zwei Verträge. Ein Vertrag mit zwei Rufnummern. Dann aber zählt die Kündigung auch auf diesen zweiten Vertrag und es muss Geld zurück geben (2012 ist verjährt, aber alles ab 1.1.2013).
- Oder es waren zwei Verträge, dann aber hättest du auch den zweiten Vertrag separat unterschreiben müssen und nicht einfach auf der zweiten Seite ohne Unterschrift, bei der nachträglich etwas ergänzt wird. Das weglassen der Rufnummer kann nämlich auch so interpretiert werden als sei dieser zweite Vertragsteil nicht relevant. --> Irrtum (kommt aber etwas spät) oder Anfechtung deiner damaligen Willenserklärung.

B) Die wussten von all dem, also Umzug usw. Und auch das ist beweisbar, denn der neue Vertrag lief ja über neue Adresse usw. Wieso also der Unfug, dich erst "nicht zu finden", Briefe an alte Adressen zu schicken und dann ein Inkasso samt Adressauskunft?

Also das sind Detail-Punkte, die muss der gegenüber erst mal ausräumen. Ja, du hast das all die Jahre nie bemerkt. Ja, du hast da was unterschrieben, wo ein merkwürdiger Blankoteil vorhanden ist. Dass man aber denkt, es seien normale AGB und dass die vor allem die handynummer nachträglich ergänzen, ist reichlich schwer zu argumentieren. Denn eines ist mal klar, Schriftgröße 6 und voll geschriebener Zettel, das als Verbraucher als zweiten völlig losgelösten Vertrag zu interpretieren, also ich habe da so meine Bauchschmerzen als Laie. Wenn dann noch Seite 1 des Vertrages dem auf Seite 2 widerspricht, kommt mir noch Migräne zu den Bauchschmerzen.

Das bedeutet nicht, dass ein Anwalt oder Richter auf den selben Schluss kommt. Kann es aber.

---
Vielleicht noch eine nz könnte man den Ombudsmann mal ansprechen. https://www.bundesnetzagentur.de/cln_1412/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Verbraucher/Streitbeilegung/Streitbeilegung.html?nn=269152
Wichtig wäre das deswegen, weil ein Antrag auf Schlichtung noch in diesem Jahr (per Einschreiben so schnell wie möglich verschicken) die Verjährung hemmt. Wenn also rauskommt, dass du wirklich verarscht wurdest und eine Rückforderung in Aussicht gestellt wird, die Telefonica das dann akzeptiert, könntest du auch noch alles ab 1.1.2013 zurück fordern.

Das ist eine Light-Version und da braucht man dann ggf. nicht direkt zu einem Anwalt.

Dem Inkasso würde ich, wenn man diesen Weg geht, nur einen Einzeiler schreiben: "Wertes Inkasso. Aufgrund von mir nachweisbarer Vertragsmanipulation und ungerechtfertigter Bereicherung habe ich soeben die Bundesnetzagentur - Verbraucherschlichtungsstelle Telekommunikation - benachrichtigt und eine Schlichtung eingefordert. Ich werde mich Ihnen gegenüber nicht äußern. Ich erwarte die konstruktive Teilnahme der Telefonica an der Schlichtung, um ein von mir angestrebtes teures Gerichtsverfahren zu vermeiden."
Oder so ähnlich.

-- Editiert von mepeisen am 18.12.2016 11:02

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
justice for all
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Nochmal zum Mitdenken:
1. bis .9.

alles so richtig

Zitat (von mepeisen):
3. Auf dem dir nun vorliegenden Exemplar wurde also folglich die unbekannte Handynummer nachträglich ergänzt?

Nicht ganz, auf den mir vorliegenden drei Seiten aus dem Vertrag welche die unbekannte Nummer betreffen, steht die unbekannte Handynummer überhaupt nicht drauf. Nur auf einer beigefügten "Gesamtübersicht" von 2016 und den beigefügten Rechnungen an eine alte Adresse von mir ist diese Nummer aufgeführt.
Das heißt auch dass o2 sehr wohl mitbekommen hat dass ich mindestens einmal umgezogen bin.
Die Verträge müssen also doch aneinander gekoppelt worden sein, oder die Adresse in der o2 Kundendatei hat sich zumindest geändert - aber wieso wurde dann die unbekannte Nummer damals nicht auch gekündigt als ich die bekannte Nummer gekündigt habe.
Der dreiseitige Auszug besteht aus 1. Seite "Kundendaten" mit Adressdaten und meiner bekannten Handynummer, 2. - 3. Seite "Auftrag" mit spärlichen Angaben was ich hier unterschreibe. Es ist nur die Rede von einem Vertrag mit 24 Monaten Laufzeit und vielem technischen kleingedrucktem Kram zu UMTS, GPS etc.
Dass ich in der Kürze der Zeit in welcher ich in dem o2 Laden damals den Vertrag unterschrieben habe, diese drei Seiten über einen 24-Monatigen Vertrag nicht als Extravertrag von meinem eigentlichen Vertrag zu bekannter Nummer unterscheiden konnte, (welcher ebenfalls auf 24 Monate ausgelegt war) leuchtet mir ein. Ich dachte wohl dass diese drei Seiten lediglich meine bekannte Nummer betreffen.

Zitat (von mepeisen):
Aus zwei Detail-Gründen.
A) Du kannst beweisen, dass die nachträglich den Vertrag verfälscht haben. Dass die irgendwo in einem klein geschriebenen Fließtext, der wegen der geringen Schriftgröße nur schwer als zweiter Vertrag zu erkennen ist, diese zweite Handynummer eingetragen haben. Das ist durchaus Gold Wert, denn:
- Entweder war das nur ein Vertrag, keine zwei Verträge. Ein Vertrag mit zwei Rufnummern. Dann aber zählt die Kündigung auch auf diesen zweiten Vertrag und es muss Geld zurück geben (2012 ist verjährt, aber alles ab 1.1.2013).
- Oder es waren zwei Verträge, dann aber hättest du auch den zweiten Vertrag separat unterschreiben müssen und nicht einfach auf der zweiten Seite ohne Unterschrift, bei der nachträglich etwas ergänzt wird. Das weglassen der Rufnummer kann nämlich auch so interpretiert werden als sei dieser zweite Vertragsteil nicht relevant. --> Irrtum (kommt aber etwas spät) oder Anfechtung deiner damaligen Willenserklärung.


Ich habe leider nur noch diese drei Seiten aus dem Vertrag und meine Unterschrift ist da auch drauf. Aber wie gesagt, die unbekannte Nummer steht da gar nicht drauf sondern nur Angaben zu einem Vertrag über 24 Monate etc. ohne Handynummer.
Ich hielt dies wohl für einen Bestandteil des Vertrages zu bekannter Nummer.
Alles was ich habe ist eine Kündigungsbestätigung aus 2012 zu mir bekannter Handynummer.

Zitat (von mepeisen):

B) Die wussten von all dem, also Umzug usw. Und auch das ist beweisbar, denn der neue Vertrag lief ja über neue Adresse usw. Wieso also der Unfug, dich erst "nicht zu finden", Briefe an alte Adressen zu schicken und dann ein Inkasso samt Adressauskunft?

Ja also ich bin mit meiner alten Nummer zu o2 zurück, dann aber mit einer neuen Kundennummer und anderer Adresse.
Dass die trotzdem da nicht mal drauf kommen mich wegen dem anderen Vertrag anzufragen - mein Name ist relativ selten, also konnte es sich nur um mich handeln.

Zitat (von mepeisen):
...Das ganze ist so geschickt in einen klein geschriebenen Fließtext versteckt, dass hier nicht in klar verständlicher Art und Weise über Vertragsdauer und Preise aufgeklärt wird.

So ist es. Ich habe den Vertrag nicht mehr aber ich werde bei o2 anrufen und beantragen dass sie mir eine Kopie zusenden.
Es ist natürlich nur typisch von o2, bzw. Infoscore, dass man mir nur diese drei Seiten zugesendet hat aus dem Vertrag und nicht alle Seiten, damit ich auch nur das auf schwarz und weiss habe womit man mich zum zahlen zwingen kann.

Zitat (von mepeisen):
Dem Inkasso würde ich, wenn man diesen Weg geht, nur einen Einzeiler schreiben: "Wertes Inkasso. Aufgrund von mir nachweisbarer Vertragsmanipulation und ungerechtfertigter Bereicherung habe ich soeben die Bundesnetzagentur - Verbraucherschlichtungsstelle Telekommunikation - benachrichtigt und eine Schlichtung eingefordert. Ich werde mich Ihnen gegenüber nicht äußern. Ich erwarte die konstruktive Teilnahme der Telefonica an der Schlichtung, um ein von mir angestrebtes teures Gerichtsverfahren zu vermeiden."

Danke, werde ich so versuchen. Und auch gleich morgen eine Kopie des Originalvertrages anfordern.



-- Editiert von justice for all am 18.12.2016 15:41

-- Editiert von justice for all am 18.12.2016 15:45

-- Editiert von justice for all am 18.12.2016 15:55

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
arnonym117
Status:
Praktikant
(719 Beiträge, 224x hilfreich)

Zitat (von justice for all):
Zitat (von mepeisen):
Nochmal zum Mitdenken:
1. bis .9.

alles so richtig


Zitat (von mepeisen):
4. Deine Unterschrift ist nun wo genau darauf? Auf der Vorderseite mit der dir korrekt bekannten Handynummer? Oder auf der Rückseite, quasi dem Blanko-Formular


Das würde mich noch interessieren. Ist auf dieser Rückseite deine Unterschrift drauf? Ist das ein Blanko-Formular, oder stehen deine Kunden- bzw. insbesondere deine Kontodaten schon drauf (vorgedruckt)?

Zitat:
Und auch gleich morgen eine Kopie des Originalvertrages anfordern.


Wenn zumindest nicht die Unterschrift oder besser noch gar nichts auf dieser Rückseite stehen, würde ich an deiner Stelle den OriginalAUFTRAG mit meiner Unterschrift als Beweis für den angeblichen Vertragsschluss anfordern.

Hat O2 für die unbekannte Nummer eigentlich immer nur die Grundgebühren eingezogen oder waren das unterschiedliche Beträge? Je nachdem würde ich zusätzlich einen Nachweis über die Zusendung sowie die Aktivierung der SIM-Karte fordern.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
justice for all
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von arnonym117):

Das würde mich noch interessieren. Ist auf dieser Rückseite deine Unterschrift drauf? Ist das ein Blanko-Formular, oder stehen deine Kunden- bzw. insbesondere deine Kontodaten schon drauf (vorgedruckt)?

Meine Unterschrift ist einmal auf dem Kundendaten-Blatt und einmal auf dem Auftrags-Blatt.
Auf dem Kundendaten-blatt ist meine Name (+Adresse, Bankdaten etc) oben aufgeführt, nur nicht im Unterschriften-Feld - da steht "Unterschrift Vertragsinhaber".
Auf dem Kundenblatt ist meine Unterschrift unter einem kleingedruckten Absatz, in dem steht dass ich die oben stehenden Daten wie Bankdaten etc. bestätige. Außerdem stimme ich u.a. der Verwendung meiner Verkehrsdaten über Nutzung etc. zu...
Auf den beiden Auftragsblättern taucht mein Name gar nicht auf - hauptsächlich sind hier Ankreuzfelder bezüglich Vertragsoptionen - nur meine Unterschrift ist in einem Blanko-Feld.

Zitat (von arnonym117):
Wenn zumindest nicht die Unterschrift oder besser noch gar nichts auf dieser Rückseite stehen, würde ich an deiner Stelle den OriginalAUFTRAG mit meiner Unterschrift als Beweis für den angeblichen Vertragsschluss anfordern.

wie gesagt meine Unterschrift ist sowohl auf Kundenblatt, auf dem ich die Richtigkeit der Kundendaten bestätige, sowie auf dem Auftragsblatt - auf dem zwar nicht mein Name steht aber ich den Auftrag per Unterschrift bestätige.
Ja ich werde den Originalauftrag in voller Ausführung von o2 beantragen.

Zitat (von arnonym117):
Hat O2 für die unbekannte Nummer eigentlich immer nur die Grundgebühren eingezogen oder waren das unterschiedliche Beträge? Je nachdem würde ich zusätzlich einen Nachweis über die Zusendung sowie die Aktivierung der SIM-Karte fordern.


Das war immer ein fester Betrag so weit ich mich erinnere. Ja danke, ich werde auch einen Nachweis über Aktivierung/Benutzung anfordern.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
arnonym117
Status:
Praktikant
(719 Beiträge, 224x hilfreich)

Zitat (von justice for all):
Auf den beiden Auftragsblättern taucht mein Name gar nicht auf - hauptsächlich sind hier Ankreuzfelder bezüglich Vertragsoptionen - nur meine Unterschrift ist in einem Blanko-Feld.


Ist da irgendeines dieser Felder bereits ausgefüllt/angekreuzt? Auch vorgedruckt? Irgendwas, das sich auf einen Auftrag bezieht?

Wenn nicht, haben die dir meiner Meinung nach den Beweis für einen Betrug bereits auf dem Silbertablett serviert. Da bin ich jetzt auf den Nachweis des angeblichen Vertragsabschlusses gespannt.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16059x hilfreich)

Nochmal die genaue Frage: Du schreibst, dass du die 3 Seiten vorliegen hast. Dass insbesondere die Problem-Seite beim dir vorliegenden Exemplar zwar deine Unterschrift trägt, aber vieles nicht ausgefüllt ist. Korrekt?
Und O2 hat dir nun eine Kopie geschickt, wo plötzlich vieles ausgefüllt ist, vor allem auch eine Handynummer, korrekt?

Also ich denke, da braucht es kein Original-Vertrag mehr. Natürlich kann man den anfordern. Aber wie auch arnonym sagt: Die haben dir einen offensichtlichen Betrugsfall durch Manipulation der Vertragsunterlagen auf dem Silbertablett präsentiert. Und das würde ich nun ausnutzen.

Stell bitte nochmal klar. Oder scanne die zwei Varianten mal ein (Mach einen schwarzen Balken bei Vertragsnummern und personenbezogenen Daten und Unterschrift). Damit wir das auch mal sehen. Würde mich wirklich sehr interessieren. Denn es rumorte immer mal, dass einem in Läden immer wieder mal Sachen dazwischen geschoben werden, plötzlich Blätter auftauchen, die man bei Vertragsabschluss nie gesehen hatte. Aber dass die nachträglich Sachen im unterschriebenen Vertrag verändert haben, ist in der Tat neu.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
justice for all
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von arnonym117):
Ist da irgendeines dieser Felder bereits ausgefüllt/angekreuzt? Auch vorgedruckt? Irgendwas, das sich auf einen Auftrag bezieht?

Wenn nicht, haben die dir meiner Meinung nach den Beweis für einen Betrug bereits auf dem Silbertablett serviert. Da bin ich jetzt auf den Nachweis des angeblichen Vertragsabschlusses gespannt.


Die relevanten Felder um einen Vertrag abzuschliessen wie z.B. "24 Monate Laufzeit" sind alle maschinell angekreuzt. Aber ist somit nicht auch ein Betrugsversuch nachzuweisen? Ich hatte ja dadurch kaum eine Möglichkeit die angekreuzten 24 Monate Laufzeit als Extravertrag zu erkennen - die unbekannte Nummer ist wie gesagt nirgends angegeben und beide Verträge sind auf 24 Monate datiert. Ich dachte dass es sich um ein und den selben Vertrag zu bekannter Nummer handelt.
Ich bräuchte hald jetzt am besten den Originalvertrag um zumindest zu belegen wie schwer es war aus dem Stapel Unterlagen einen Extravertrag heraus zu erkennen.

Zitat (von mepeisen):
Nochmal die genaue Frage: Du schreibst, dass du die 3 Seiten vorliegen hast. Dass insbesondere die Problem-Seite beim dir vorliegenden Exemplar zwar deine Unterschrift trägt, aber vieles nicht ausgefüllt ist. Korrekt?
Und O2 hat dir nun eine Kopie geschickt, wo plötzlich vieles ausgefüllt ist, vor allem auch eine Handynummer, korrekt?

Nein das ist ein Missverständnis - diese drei Seiten habe ich von Infoscore bekommen. Ich habe nur diese drei Seiten von infoscore und keine eigenen Unterlagen davon. Auf ihnen sind alle relevanten Kästchen für einen Vertragsabschluss maschinell abgehakt. Auf dem Kundenblatt sind meine Kundendaten, auf den beiden Auftragsblättern ist meine Unterschrift ohne meinen Namen. Die unbekannte Nummer ist nirgends aufgeführt.

Zitat (von mepeisen):
Also ich denke, da braucht es kein Original-Vertrag mehr. Natürlich kann man den anfordern. Aber wie auch arnonym sagt: Die haben dir einen offensichtlichen Betrugsfall durch Manipulation der Vertragsunterlagen auf dem Silbertablett präsentiert. Und das würde ich nun ausnutzen.


Ich weiß nicht ob ich mich da unklar ausgedrückt habe, aber Manipulation kann man glaub ich nur in dem Sinne nachweisen dass da einfach ein zweiter Vertrag untergeschoben wurde der als solcher auf den ersten und zweiten Blick nicht erkennbar war. Nachträglich Veränderung bei den Ankreuzfeldern sind aber nicht festzustellen - die Felder sind alle maschinell angekreuzt.

Ich schaue mal ob ich es scannen kann. Versuche grade bei o2 an die Originalunterlagen zu kommen aber man wird nur weitergeleitet und keiner will was finden.

-- Editiert von justice for all am 19.12.2016 13:31

-- Editiert von justice for all am 19.12.2016 13:36

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16059x hilfreich)

Zitat:
Du meinst wenn sie maschinell angekreuzt sind riecht es nach Betrug?

Nein. Dann nicht.
Das alles war etwas in die Irre geleitet bzw. ein Missverständnis.

Dann ist das auch nicht so direkt Betrug. Also keine Vertragsverfälschung o.ä.

Wäre nun noch die Frage, ob Seite 1 und Seite 2 sich signifikant inhaltlich widersprechen.

Ich würde mich von der Argumentation her aber darauf berufen: "Ein einziger Vertrag. Der war nachweisbar 2012 gekündigt.und der Unfug, den zweiten vertrag weiterlaufen zu lassen, funktioniert so nicht."

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
justice for all
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Auszug aus dem Chat mit o2:

An die alten Unterlagen kommen wir nicht mehr ran. Die Daten werden 1 Jahr nach Vertragsende gelöscht.

Ich kann nur die aktuelle Rechnung mit Ihnen klären.


ok wissen Sie wie es dann sein kann dass mir die Firma infoscore einen angeblichen auszug aus dem Vertrag zusenden kann? die müssen doch auch bei o2 anfragen?

Wenn es an Inkasso geht, dann bekommen die alle Unterlagen von o2. Ab da sehen wir nichts mehr.

und von wo bekommt infoscore die Unterlagen dann?

Von o2. Dann sind diese aber nicht mehr bei o2.


aber das geht doch auch nicht von Geisterhand also es muss doch irgendeine Stelle geben von der man die Untrlagen bekommt

Es gibt eine Stelle, die die Unterlagen an Inkasso weiterleitet. Dann haben wir aber nichts mehr.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16059x hilfreich)

Herzallerliebst.

Das bedeutet doch im Umkehrschluss:
Wenn alles nach 1 Jahr nach Vertragsende gelöscht wird, dann ist auch der Vertrag zu der unbekannten Nummer Ende 2013 gelöscht worden.

Du hast dir Screenshots gemacht? Die reiten sich mit ihren Angaben immer weiter rein.

Ich hätte O2 mal gefragt, wie das zusammen passt. Angeblich sei der Vertrag wegen Kündigung gelöscht worden, die Kündigung war 2012, die Löschung als 2013. Und trotzdem konnte 2016 jemand den gelöschten (?) Vertrag ans Inkasso schicken?

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
justice for all
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Zitat:

Ich würde mich von der Argumentation her aber darauf berufen: "Ein einziger Vertrag. Der war nachweisbar 2012 gekündigt.und der Unfug, den zweiten vertrag weiterlaufen zu lassen, funktioniert so nicht."


Ok dann werde ich mich damit an die Schlichtungsstelle wenden und ein Widerrufsschreiben an infoscore senden.

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
justice for all
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Herzallerliebst.

Das bedeutet doch im Umkehrschluss:
Wenn alles nach 1 Jahr nach Vertragsende gelöscht wird, dann ist auch der Vertrag zu der unbekannten Nummer Ende 2013 gelöscht worden.

Du hast dir Screenshots gemacht? Die reiten sich mit ihren Angaben immer weiter rein.

Ich hätte O2 mal gefragt, wie das zusammen passt. Angeblich sei der Vertrag wegen Kündigung gelöscht worden, die Kündigung war 2012, die Löschung als 2013. Und trotzdem konnte 2016 jemand den gelöschten (?) Vertrag ans Inkasso schicken?


Ja habe einen Screenshot.
Anscheinend wurde 2013 nur der Vertrag zu bekannter Nummer gelöscht weil da ja alles bezahlt wurde.
Bei Vertrag zu unbekannter Nummer waren ja Rechnungen offen also haben sie den erst gelöscht als er an infoscore weitergeleitet wurde.

Heißt: Wenn ich nicht durch ein Wunder noch den Originalvertrag finde habe ich nur diese drei Seiten in denen ich 2008 einen Vertrag zu unbekannter Nummer unterzeichnet habe und kann kaum was beweisen.
Nichtmal o2 kann nachprüfen ob ich den Tarif je benutzt habe weil gelöscht......
Ich habe zwar eine Kündigungsbestätigung zu bekannter Nummer aber kann nicht beweisen dass die beiden Verträge zusammen unterzeichnet wurden.

-- Editiert von justice for all am 19.12.2016 14:25

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
spatenklopper
Status:
Unparteiischer
(9557 Beiträge, 3960x hilfreich)

Hat O2 andere Aufbewahrungsfristen?
Die gesetzliche für Verträge, soweit handels- und steuerrechtlich von Bedeutung, beträgt 10 Jahre (nach deren Beendung), von daher wundert mich die ominöse O2 1 Jahres Frist doch etwas. ;)

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16059x hilfreich)

Gelöscht bezieht sich sicher nur auf den durch den Support einsehbaren operativen Bestand. Das ist sogar geboten.
Natürlich müsste das zusätzlich durchaus für Betriebsprüfungen archiviert werden bis zu 10 Jahre.

Die Aussagen sind halt lustig. Alles Dinge, die man gegen sie verwenden kann, die so einfach erst mal als Unfug aussehen.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
justice for all
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von spatenklopper):
Hat O2 andere Aufbewahrungsfristen?
Die gesetzliche für Verträge, soweit handels- und steuerrechtlich von Bedeutung, beträgt 10 Jahre (nach deren Beendung), von daher wundert mich die ominöse O2 1 Jahres Frist doch etwas. ;)


Zitat (von mepeisen):

Natürlich müsste das zusätzlich durchaus für Betriebsprüfungen archiviert werden bis zu 10 Jahre.


Ja stimmt. Danke für die Erinnerung. Damit kann ich immerhin dem Verbraucherschutz gegenüber argumentieren dass o2 absolut desinteressiert daran ist die Sache zu meinen Gunsten, oder zumindest fair aufzuklären.
Das ist schon krass, da flattert ne Mahnung über 300 € ins Haus wofür man vorher nie ne Rechnung gesehen hat und dann bietet einem der eigene Mobilfunkanbieter nicht mal ne Chance das ganze nachzuvollziehen. Sondern nur "zahlen Sie sofort sonst!..."
Über die Feiertage bin ich in der alten Heimat und werde mal mein Jugendzimmer durchsuchen ob ich nicht doch noch den Originalvertrag von 2008 finde.
In der Zwischenzeit, bzw. heute werde ich den Verbraucherschutz anschreiben und ein Anwaltsbüro, welchem dieses Geschäftsgebahren von o2, Verträge unterzujubeln bekannt ist habe ich bereits kontaktiert.

Vielen Dank jetzt schon mal an mepeisen, arnonym und allen Anderen für die tolle erste Hilfe, ich wünsche schonmal schöne Feiertage und werde informieren wie das ganze ausgeht!

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 234.702 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
96.519 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen