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Behinderungsgerechtes Fahrzeug über Stiftungen

21. September 2022 Thema abonnieren
 Von 
Coco21123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)
Behinderungsgerechtes Fahrzeug über Stiftungen

Hallo zusammen
Folgender Fall:
Person A steht kurz vor Privatinsolvenz (8000euro Schulden) person A hat ein schwerbehindertes und schwerkrankes Kind. Person A fährt gerade einen VW Golf 3 türer. Das Kind von Person A würde über Stiftungen ein Auto bekommen um alles leichter zu machen für das Kind und Person A. Das Kind muss zu regelmäßigen therapien und Ärzte. Die beiden wohnen sehr sehr ländlich. Kein Zug nur Bus (3 mal am Tag früh, Mittag, Abend).
Die Frage ist jetzt wenn person A die Spenden annimmt für das Kind, für dieses Auto (das Auto würde nur für und mit dem Kind benutzt werden dürfen, es darf NICHT für Person A zu freudigen Fahrten wie Kaffee trinken, zur Maniküre....benutzt werden, es dient also ausschließlich dem schwerbehinderten Kind) was würde passieren in einer Privatinsolvenz?
Insolvenz ist noch nicht eröffnet, aber kurz davor!

Liebe Grüße Coco

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13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103893 Beiträge, 37575x hilfreich)

Zitat (von Coco21123):
Die Frage ist jetzt wenn person A die Spenden annimmt für das Kind,

Dann würden diese wohl gepfändet werden...

Person A muss das Vermögen des Kindes vollständig von ihrem Vermögen trennen, darf es höchstens treuhänderisch verwalten.
Also entsprechend getrennte Konten, getrennte EC-Karten, sogar getrennte Geldbeutel.
In Idealfalle auch noch eine einfachste Buchführung.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Coco21123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Person A muss das Vermögen des Kindes vollständig von ihrem Vermögen trennen, darf es höchstens treuhänderisch verwalten.


Die Spenden gehen direkt zum Autohändler, Person A bekommt das Geld nicht ausgehändigt!
Die Spenden gehen an ein spendenkonto für das kind einer Stiftung die das Kind unterstützen und diese bezahlt dann die Rechnung für das Auto direkt an den Verkäufer

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103893 Beiträge, 37575x hilfreich)

Zitat (von Coco21123):
Die Spenden gehen an ein spendenkonto für das kind

Das Konto läuft auf den Nanen der Organisation / des Kindes und Person A taucht da höchstens als Bevollmächtigter / Sorgeberechtigter o.ä. ab?



Zitat (von Coco21123):
und diese bezahlt dann die Rechnung für das Auto direkt an den Verkäufer

Dann muss man nur darauf achten, das das Auto in das Vermögen des Kindes geht. Oder bleibt die Organisation Eigentümer?
Wie sieht das mit den Betriebskosten aus, wo kommen die her?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
Coco21123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Das Konto läuft auf den Nanen der Organisation / des Kindes und Person A taucht da höchstens als Bevollmächtigter / Sorgeberechtigter o.ä. ab?


Das kann ich gar nicht beantworten, ob Person A dort erwähnt wird.


Zitat (von Harry van Sell):
Dann muss man nur darauf achten, das das Auto in das Vermögen des Kindes geht. Oder bleibt die Organisation
Eigentümer?
Wie sieht das mit den Betriebskosten aus, wo kommen die her?


Die Organisation verlangt, da das Auto dem Kind gehört und nur zur Nutzung des Kindes dient, das das Kind als Halter eingetragen wird und das Auto auf das Kind angemeldet werden muss. Das Kind verfügt über einen SBA von 100% mit Merkzeichen G, H und B
Die Versicherung muss natürlich eine Erwachsene Person abschließen.
Zudem ist das Auto für 5 Jahre gesperrt, man kann es nicht veräußern oder dergleichen.

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#5
 Von 
Coco21123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Oder bleibt die Organisation Eigentümer?


Übersehen, entschuldige bitte!
Das weiss person A leider nicht, denn den Kaufvertrag darf oder sollte person A nicht unterschreiben, da person A dann ja Eigentümer wäre, richtig? Das Kind ist aber noch nicht Geschäftsfahig.
Person A weiss nur das das Auto dem Kind gehört und nicht der Person A selbst.

Person A hat heute einen Anwalt kontaktiert. Person A überlegt schon den Insolvenzantrag zurück zu ziehen, da person A das Auto dringend benötigt für das Kind. Person A ist richtig verzweifelt. Person A geht auch arbeiten auf 450euro Basis, mehr ist leider nicht drin bei der rund um die Uhr Pflege des Kindes.
Person A rutschte damals durch arbeitsverlust in die Schulden, person A war damals alleinerziehend und kam so in die Hartz 4 Spirale und konnte diverse Rechnungen nicht mehr begleichen.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Coco21123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Coco21123):
Die Frage ist jetzt wenn person A die Spenden annimmt für das Kind, für dieses Auto (das Auto würde nur für und mit dem Kind benutzt werden dürfen, es darf NICHT für Person A zu freudigen Fahrten wie Kaffee trinken, zur Maniküre....benutzt werden, es dient also ausschließlich dem schwerbehinderten Kind) was würde passieren in einer Privatinsolvenz?


Ihr Lieben, Person A hat die Antwort erhalten. Person A muss schriftlich, mit Begründung, von dem Insolvenzverwalter eiinfordern dass das Auto des schwerbehinderten Kindes nicht in die Insolvenzmasse fließt. Es gibt keinen Insolvenzverwalter der das bis jetzt abgelehnt hat!
Dann macht das jetzt person A mal, denn heute kam der Beschluss das die Insolvenz eröffnet ist.

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#7
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(12363 Beiträge, 4113x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Person A muss schriftlich, mit Begründung, von dem Insolvenzverwalter eiinfordern dass das Auto des schwerbehinderten Kindes nicht in die Insolvenzmasse fließt.
??? - wieso sollte das Vermögen eines Dritten (hier des Kindes) überhaupt in die Insolvenzmasse fließen?
Klar, wenn das Vermögen des Kindes ursprünglich von der Mutter stammt oder irgendwie anders getrickst wurde, dann kann es im Insolenzfall immer zu Komplikationen kommen. Das ist hier aber absolut nicht gegeben, das Auto stammt ja ganz eindeutig von einem Dritten.

Also: Darauf achten das wirklich nur das Kind Eigentümer wird, fertig.

Zitat:
denn den Kaufvertrag darf oder sollte person A nicht unterschreiben,
Doch. A sollte in Vertretung des Kindes unterschreiben (so wie es viele Eltern machen, wenn Kinder Verträge schließen wollen, etwa Mobilfunkverträge, die Mitgliedschaft in einem Sportverein oder irgendwelche Versicherungen).
Solange das Kind durch solche Verträge keine Nachteile hat ist das sogar rechtssicher. Ein Kreditvertrag müsste hingegen vom Vormundschaftsgericht genehmigt werden (das nur mal als Beispiel mit Nachteilen).

Stefan

Signatur:

Auf einem Schiff befinden sich 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Kapitän?

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#8
 Von 
Coco21123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
Doch. A sollte in Vertretung des Kindes unterschreiben (so wie es viele Eltern machen, wenn Kinder Verträge schließen wollen, etwa Mobilfunkverträge, die Mitgliedschaft in einem Sportverein oder irgendwelche Versicherungen).
Solange das Kind durch solche Verträge keine Nachteile hat ist das sogar rechtssicher. Ein Kreditvertrag müsste hingegen vom Vormundschaftsgericht genehmigt werden (das nur mal als Beispiel mit Nachteilen).


Und so fließt das Auto für das Kind nicht in die Insolvenzmasse der Person A oder? Also wenn die Person A den Kaufvertrag unterzeichnet im Auftrag vom nicht geschäftsfähigen Kind?

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103893 Beiträge, 37575x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
Doch. A sollte in Vertretung des Kindes unterschreiben (so wie es viele Eltern machen, wenn Kinder Verträge schließen wollen, etwa Mobilfunkverträge, die Mitgliedschaft in einem Sportverein oder irgendwelche Versicherungen).
Solange das Kind durch solche Verträge keine Nachteile hat ist das sogar rechtssicher. Ein Kreditvertrag müsste hingegen vom Vormundschaftsgericht genehmigt werden (das nur mal als Beispiel mit Nachteilen).

So ist es, im Kaufvertrag steht das Kind, A unterschreibt in Vertretung des Kindes.



Zitat (von Coco21123):
Person A muss schriftlich, mit Begründung, von dem Insolvenzverwalter eiinfordern dass das Auto des schwerbehinderten Kindes nicht in die Insolvenzmasse fließt

Das Vermögen eines Dritten kann gar nicht in die Insolvenzmasse einfließen.
Aber man sollte den InsoV informieren über den Sachverhalt, um Missverständnisse zu vermeiden.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Coco21123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
So ist es, im Kaufvertrag steht das Kind, A unterschreibt in Vertretung des Kindes.


Auch wenn das Kind erst 4 Jahre alt ist?

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103893 Beiträge, 37575x hilfreich)

Zitat (von Coco21123):
Auch wenn das Kind erst 4 Jahre alt ist?

Ja, auch 4jährige können Wertgegenstände ihr Eigentum nennen.

Wobei für einen Kaufvertrag eigentlich gar keine Unterschrift nötig ist.


Es könnte sogar sein, das der 4jährige selber unterschreiben kann (wenn er es denn gelernt hat), Person A müsste den Kauf dann nur noch genehmigen.

Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(12363 Beiträge, 4113x hilfreich)

Hallo,

ja, Vertragspartner ist ja dann das Kind. Die Mutter (oder der Vater, oder sonst ein Erziehungsberechtigter, Vormund etc.) unterschreibt nur stellvertretend.

Ganz davon ab kann ein Gläubiger bzw. der Insolvenzverwalter sowieso nicht auf das Auto zugreifen, denn es besteht ja ein Verkaufsverbot (und wieder: ein wirksames, also nicht nur vorgeschoben um die Insolvenzmasse zu schmälern).

Du musst wissen, dass es durchaus vorkommt, dass Schuldner kurz vor der Insolvenz noch schnell Vermögensgegenstände in Sicherheit bringen, etwa in dem sie den Kindern etwas zuordnen/übertragen/zu billig verkaufen/schenken, und das geht natürlich nicht. Spontan fällt mir da die Insolvenz vom Quelleversand ein, da soll es sowas gegeben haben.
Aber keine Sorge, das betrifft den von dir beschriebenen Fall nicht im geringsten.

Stefan

Signatur:

Auf einem Schiff befinden sich 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Kapitän?

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#13
 Von 
Coco21123
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
Du musst wissen, dass es durchaus vorkommt, dass Schuldner kurz vor der Insolvenz noch schnell Vermögensgegenstände in Sicherheit bringen, etwa in dem sie den Kindern etwas zuordnen/übertragen/zu billig verkaufen/schenken, und das geht natürlich nicht. Spontan fällt mir da die Insolvenz vom Quelleversand ein, da soll es sowas gegeben haben.
Aber keine Sorge, das betrifft den von dir beschriebenen Fall nicht im geringsten.


Man möchte nichts falsch machen, man möchte ja alles ordentlich und ehrlich angeben. Alles andere wäre falsch!

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