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Insolvenz: Finanziertes Auto für die Arbeit benötigt

28.4.2015 Thema abonnieren Zum Thema: Haus Auto
 Von 
Karena
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)
Insolvenz: Finanziertes Auto für die Arbeit benötigt

Sehr geehrte Community,
ich hoffe Sie können weiter helfen, denn es geht um einen etwas "verzwickten" Fall.

- Meine Eltern müssen leider in die Privatinsolvenz gehen
- besitzen ein Auto, welches finanziert ist (die Raten wurden bisher immer (!) bezahlt, Restwert: ca. 11.000,-EUR)
- das Auto benötigt aber mein Vater um zur Arbeit zur kommen, da sie auf dem Land leben, gibt es auch keine Busverbindungen. Außerdem arbeitet er im Schichtbetrieb
- das Auto wird auch benötigt um meine Oma (wohnt im selben Haus) zum Arzt zu fahren. Sie ist sehr krank, bekommt auch in den nächsten Jahren mehrere OPs, kann auch nicht mehr selbst Auto fahren

Meine Eltern sind also auf ein Auto total angewiesen. Was können sie nun tun? Ich meine, der Kredit wird ja dann bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens fällig gestellt und das Auto eingezogen, obwohl kein Ratenrückstand besteht. Richtig? Aber wäre das Darlehen schon abbezahlt und das Auto würde somit Ihnen gehören, könnte der Insolvenzverwalter das Auto gegen ein günstigeres austauschen. Aber das funktioniert hier ja nicht, oder? Bzw. welche Möglichkeiten gibt es noch? Was wird jetzt passieren? Es gibt leider niemanden, der das Darlehen meiner Eltern übernehmen könnte. Diese Möglichkeit ist also ausgeschlossen.

Vielen Dank schon mal für Ihre Ratschläge.

Liebe Grüße
Karena

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Haus Auto


9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Krypton
Status:
Praktikant
(551 Beiträge, 434x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Ich meine, der Kredit wird ja dann bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens fällig gestellt und das Auto eingezogen, obwohl kein Ratenrückstand besteht. Richtig?

Richtig.

Zitat:
Aber wäre das Darlehen schon abbezahlt und das Auto würde somit Ihnen gehören, könnte der Insolvenzverwalter das Auto gegen ein günstigeres austauschen.

Auch richtig.

Zitat:
Aber das funktioniert hier ja nicht, oder?

Nein, das funktioniert nicht, denn für eine Austauschpfändung muss der Schuldner Eigentümer des auszutauschenden Gegenstandes sein. Faktisch ist aber die finanzierende Bank Eigentümer - und zwar bis der letzte Cent bezahlt ist.

Zitat:
Was wird jetzt passieren? Es gibt leider niemanden, der das Darlehen meiner Eltern übernehmen könnte.

Dann sehe ich leider schwarz, da mir keine andere Möglichkeit einfällt als die Übernahme durch Dritte. Eine Freigabe aus der Masse scheitert wohl auch, da der IV das Auto selbst gar nicht freigeben kann (weil das Eigentum daran bei der Bank liegt).

Besteht sicher keine Möglichkeit, den Vertrag auf Dritte umzuschreiben? Was ist mit Ihnen selbst? Oder der Oma?

Gruß
Krypton

Signatur:Ich sage das, was ist - nicht das, was man vielleicht gerne hätte.
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#2
 Von 
Karena
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

Hallo Krypton,
Danke für die schnelle Antwort.
Ich glaube nicht, dass meine Oma ein Darlehen bekommt, da sie sage und schreibe ganze 45,-EUR Rente bekommt. :(
Ich selbst habe schon das Haus der Eltern übernommen, damit dieses aus der Insolvenzmasse raus ist. Ein weiterer Kredit ist nicht drin...

-- Editiert von Karena am 28.04.2015 14:34

-- Editiert von Karena am 28.04.2015 14:35

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#3
 Von 
Krypton
Status:
Praktikant
(551 Beiträge, 434x hilfreich)

Zitat:
Ich selbst habe schon das Haus der Eltern übernommen, damit dieses aus der Insolvenzmasse raus ist.

Sie wissen aber schon, dass der Insolvenzverwalter diese Übernahme anfechten kann? Hier ist Benachteiligungsvorsatz gegeben UND Sie wussten, dass Ihre Eltern das Haus der Insolvenzmasse entziehen wollten. Damit scheidet eine Insolvenz eigentlich für die nächsten zehn Jahre aus - sofern Sie ein Interesse daran haben, das Haus zu behalten!

Ernsthaft: Ihre Eltern sollten sich fragen, ob sie zwingend ein Insolvenzverfahren anstrengen müssen...

Signatur:Ich sage das, was ist - nicht das, was man vielleicht gerne hätte.
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#4
 Von 
Karena
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

Ich werde in dem Haus selbst später mal wohnen. Das war sowieso schon länger so geplant. :)

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(70433 Beiträge, 32245x hilfreich)

Zitat:
Ich werde in dem Haus selbst später mal wohnen.

Wenn die Eltern in Insolvenz gehen wohl eher nicht. Oder nur als Mieter ....



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#7
 Von 
Jotrocken
Status:
Junior-Partner
(5916 Beiträge, 1331x hilfreich)

Zitat:
Ich selbst habe schon das Haus der Eltern übernommen, damit dieses aus der Insolvenzmasse raus ist.

Schön. Unter Umständen wird die Hausübernahme nicht nur vom Insolvenzverwalter rückabgewickelt, sondern haben Sie zusätzlich noch ein Problem mit der Staatsanwaltschaft. Bei dieser Übernahme könnten Sie und Ihre Eltern ggf. eine Straftat begangen haben.

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(70433 Beiträge, 32245x hilfreich)

Zitat:
Notfalls soll die Oma einen billigen Gebrauchtwagen kaufen,

Von 45 EUR Rente im Monat???



Zitat:
Klar kann Oma auch den Kredit übernehmen,

Bei welcher Bank bekommt man mit mit Einkommen von 45 EUR/Monat einen 11.000 EUR Kredit???



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#9
 Von 
Krypton
Status:
Praktikant
(551 Beiträge, 434x hilfreich)

Und ich frage noch einmal:

Ist die finanzielle Lage der Eltern wirklich SO verheerend, dass eine Insolvenz unausweichlich wird?

Signatur:Ich sage das, was ist - nicht das, was man vielleicht gerne hätte.
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