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Insolvenz -> keine Mietkosten durch Umzug in ein Haus

 Von 
Hermine123mitglied
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Insolvenz -> keine Mietkosten durch Umzug in ein Haus

Hallo Ihr Lieben,

ich bin seit Ende 2017 in Privatinsolvenz und es läuft alles ok.

Ich wohne mittlerweile mit meinem Freund in seinem Haus und habe an sich keine Mietkosten mehr. Ich zahle ihm in bar trotzdem einen Betrag von 350 (Nebenkosten die tatsächlich anfallen) Euro. Wir müssten also einen Untermietvertrag machen.

Problem hier: Mein Freund hat 2 Kinder und muss denen auch Unterhalt zahlen. Er hat nun "Angst", dass die Mieteinnahmen ihm angerechnet werden und er mehr Unterhalt zahlen muss.

1. Frage: wenn ich einen Untermietvertrag dem Insolvenzverwalter vorlege, will er dann auch einen Hauptmietvertrag sehen?
2. Frage: es vermindert sich ja sicher mein Lohn, wenn ich eigentlich keine Mietkosten mehr habe oder?

Also entweder, mein Freund muss mehr Unterhalt zahle (aufgrund meiner Miete die ich ihm zahle) oder mir wird was vom Lohn abgezogen, weil ich keine Mietkosten mehr habe.

Gibt es da irgendwie eine Lösung für?

Vielen lieben Dank!

Hermine

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Insolvenzverwalter Frage


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Schlichter
(7919 Beiträge, 1395x hilfreich)

Zitat (von Hermine123mitglied):
Ich zahle ihm in bar trotzdem einen Betrag von 350 (Nebenkosten die tatsächlich anfallen) Euro. Wir müssten also einen Untermietvertrag machen.
Darf ich fragen, warum du das machst? Und warum du/ihr meint, es müsste ein Untermietvertrag her?
Zitat (von Hermine123mitglied):
Ich wohne mittlerweile mit meinem Freund in seinem Haus
Ist dein Freund denn Mieter in seinem Haus?

Allgemein: Wenn du keine Mietkosten hast, dann vermindert sich nicht dein Lohn.
Aber es bleibt mehr vom Lohn übrig, wenn du keine Mietkosten hast.

Speziell: Eine Person zahlt 350,- an Nebenkosten?
Was ist denn in den NK alles enthalten? Wie viel zahlt dein Freund an NK für sein ganzes Haus?

Meinst du Betriebskosten?

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#2
 Von 
Hermine123mitglied
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Naja ich müsste ihm im Grunde einen günstigeren Betrag nur geben.

Meine Denke war: je weniger Miete ich habe, umso mehr wird mir abgezogen durch meinen Insolvenzverwalter. Daher haben wir uns einen Betrag überlegt der meiner alten Miete ähnelt. Hier enthalten wären Kosten für Strom, Wasser, Abholung der Mülltonnen usw.

Untermietvertrag -> ich muss meinem Insolvenzverwalter doch irgendwas vorlegen.

Meinem Freund gehört das Haus, er hat das gebaut.

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#3
 Von 
Anami
Status:
Schlichter
(7919 Beiträge, 1395x hilfreich)

Zitat (von Hermine123mitglied):
Meinem Freund gehört das Haus, er hat das gebaut.
Dann ist dein Freund der Eigentümer. Also kein Untermietvertrag. Aber ein Mietvertrag. Dein Freund der Vermieter, du die Mieterin.

Eine Mietzahlung ist dann nicht nur Nebenkosten. Wo ist denn da MIETE?
Dein Freund müsste seine Mieteinnahmen auch dem Finanzamt angeben und ungeheure Steuern aus Vermietung und Verpachtung zahlen... :augenroll:
Wenn er wegen seiner ungeheuren Einkommensverbesserung durch deine Zahlung sogar noch mehr Unterhalt an seine Kinder zahlen müsste... ginge wohl selbst bald ...am Stock? :augenroll:
Übrigens: Betriebskosten fließen weiter an die Versorger-und Entsorger. Da bleibt nichts übrig fürs Einkommen.
Andere Betriebskosten wie Grundsteuer, Geb.-Versicherung usw. gehen auch weiter. Sind kein Einkommen. Sein Einkommen erhöht sich nur durch MIETE. Kaltmiete auch genannt.

Deine/eure Denke war mE vollkommen seltsam.

Zitat (von Hermine123mitglied):
ich muss meinem Insolvenzverwalter doch irgendwas vorlegen
Ja, natürlich. Was will er denn haben?
Wie/als was bist du denn jetzt bei der Meldestelle gemeldet?
Und was war das mit dem Lohn? Hast du eine Lohnpfändung?

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#4
 Von 
guyfromhamburg
Status:
Lehrling
(1354 Beiträge, 278x hilfreich)

Zitat (von Hermine123mitglied):
Ich zahle ihm in bar trotzdem einen Betrag von 350 (Nebenkosten die tatsächlich anfallen) Euro.

Nebenkosten in Höhe von 350 Euro? Glaube ich nicht.

Ansonsten: wie wäre es denn mit Ehrlichkeit? Dass Du einen gewissen Kostensatz an Deinen Freund zahlst ... okay. Übe das, was Du jetzt mehr hast, freuen sich die Gläubiger. Die Privatinsolvenz ist nicht dazu da, an die Gläübiger nichts zu zahlen!

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