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Insolvenz und gemeinsames Einkommen in eheähnlicher Lebensgemeinschaft ?

 Von 
hilflos110
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Insolvenz und gemeinsames Einkommen in eheähnlicher Lebensgemeinschaft ?

Hallo Forumgemeinde,
ich setze mich gerade mit der Thematik Insolvenz auseinander und komme bei folgender Frage einfach nicht weiter und denke das mir hier geholfen werden kann.

Folgendes:
Ein Vater von drei kleinen Kindern (2j,3j,6j)lebt in einer heähnlichen Lebensgemeinschaft.Was ihn bleiben muss sind 1979,00€ und alles was drüber ist wird gepfändet bzw. an den TH abgeführt.
Was ist aber wenn seine Lebensgefährtin selbst ein Einkommen hat aus Selbständiger Arbeit ? Zählt bei einer Insolvenz nur sein Einkommen oder auch das Einkommen seiner Lebensgefährtin die Schuldenfrei ist und nicht in die Inso geht ?

Wo kann man sich noch Auskünfte einholen um sich einen Überblick der Gläubiger zu verschaffen ?
Gericht,Gerichtsvollzieher, Schufa und Infoscore sind bereits angeschrieben. Wie sieht es mit Inkassobüros aus oder sind die automatisch beim Gericht im Schuldnerverzeichniss eingetragen ?

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Einkommen gläubig Insolvenz


2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
medicus83
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 3x hilfreich)

Überblick über die Gläubiger.. Wenn die eigenen Akten nicht gut sortiert sind, einfach mal ne Schufa-Auskunft einholen, da müsste so ziemlich alles drin stehen.

Ein Schuldnerberater kann Ihnen da bestimmt sehr gut weiter helfen... Da einfach mal schlau machen...

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#2
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6934 Beiträge, 3820x hilfreich)

Im Hiblick auf das Einkommen gilt, dass bei der Berechnung des pfändbaren Einkommens das Einkommen der Lebensgefährtin nicht angerechnet wird. Die Pfändbarkeit bestimmt sich allein nach dem eigenen Einkommen.

Das würde im Übrigen auch gelten, wenn eine Ehe bestehen würde. Einziger Unterschied zwichen Ehe und eheähnlicher Gemeinschaft ist, dass im Fall der Ehe der Ehegatte auch als Unterhaltspflicht zu berücksichtigen wäre. Bei eigenem Einkommen könnte der Pfandgläubiger bzw. im Fall der Insolvenz der Insolvenzverwalter oder Treuhänder allerdings einen Antrag auf Nichtberücksichtigung stellen. Bei der eheähnlichen Gemeinschaft wird der Partner nicht berücksichtigt.

Im Übrigen frage ich mich, ob du die Lebensgefährtin bei der Berechnung des Pfandbetrages mitgerechnet hast als Unterhaltspflicht, da du schreibst, dass 1979,00 € verbleiben müssten. Wenn man in die Pfändungstabelle guckt ist das, bzw. wenn man ganz genau ist 1979,99 €, die Grenze bis zu der bei 4 Unterhaltspflichten keine Pfandbeträge anfallen. Bisher kann ich aber nur 3 Unterhaltspflichten ersehen, nämlich die 3 Kinder. Bestehen tatsächlich nur diese Unterhaltspflichten und die Lebensgefährtin wurde mitgerechnet, dann würde die absolute Pfändungsfreigrenze bei 1769,99 € liegen.

Im Hinblick auf die Gläubiger ist es so, dass Inkassounternhemen nicht automatisch mit berücksichtigt werden. Die Forderungen der Gläubiger, die durch Inkassobüros vertreten werden, muss der Insolvenzschuldner auch selbst mit angeben. Daher im Zweifel auch die Inkassobüros anschreiben.

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