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KV Widerruf, trotzdem Abbuchung -> Insolvenz

19.1.2014 Thema abonnieren
 Von 
hahnhofer
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 7x hilfreich)
KV Widerruf, trotzdem Abbuchung -> Insolvenz

Hallo, ich habe eine Frage:
A bestellt beim Händler W im Nov. Ware für 600 EUR. Nach der Bestellung - die Ware wurde noch nicht vom Händler verschickt - entschließt sich A, die Bestellung zu widerrufen.
Es wurde nun mitgeteilt, dass aus logistischen Gründen ein Storno nicht möglich sei, es soll die Annahme des Postpaketes verweigert werden, was auch erfolgte.
Zwischenzeitlich wurde die Kreditkarte belastet, Ware wurde nie angenomen. Mitte Dez. kam die KK-Abrechnung. Obiger Posten war aufgeführt. Ein Anruf beim Händler W erfolgte, die Rücksendung wäre noch nicht verbucht. Nach mehrmaligen Nachfragen von A hat dieser schließlich den Fall am 26.12. der Kreditkartengesellschaft geschildert mit der Bitte, den Betrag zurückzubuchen. Dies erfolgte jedoch nicht. A soll sich weiter selbst um die Rückerstattung kümmern. Am 06.01. wurde die KK-Gesellschaft nochmals aufgefordert, den Betrag zurück zu buchen. W sendet A am 08.01. nun eine Eingangsbestätigung der Rücksendung, der Betrag soll der Kreditkarte gutgeschrieben werden. Am 10.01. meldet W jedoch Insolvenz an - eine Gutschrift kam nie an.

Wie würde man diesen Fall einschätzen? Muss A zahlen obwohl er nie Ware erhalten hat? Oder steht ihm zumindest trotzdem die Bestellte/Stornierte/trotzdem gelieferte und nicht angenommene Ware zu?

Muss die Kreditkartengesellschaft für den Schaden aufkommen, weil diese eine Rückbuchung nicht wie von A beauftragt durchgeführt hat? Dies wäre vom 26.12.-09.01. möglich gewesen. Bei einer Banklastschrift hätte A diese ja ebenfalls rückbuchen lassen können.

Vielen Dank!

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-- Editiert hahnhofer am 19.01.2014 12:42

-- Editiert hahnhofer am 19.01.2014 12:43

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22737 Beiträge, 14965x hilfreich)

Auf Anhieb würde ich erst mal sagen, dass die Rückforderung zur Insolvenzforderung wird. Aber: Wieso führte die Kreditkartengesellschaft die Rücklastschrift nicht aus? Hat sie sich geweigert? Hat man einen Nachweis für die Anweisung, das zurückzubuchen? Wenn ja, könnte es sogar sein, dass die Kreditkartengesellschaft haftet, wenn sie hier ihre Pflicht, der Rückbuchung zeitnah nachzukommen, verweigert hat.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

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#2
 Von 
hahnhofer
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 7x hilfreich)

Danke für die Antwort.

Auf dem Reklamationsformular an die KK-Gesellschaft vom 16.12. wurde die Situation geschildert. Abschließend dazu mein Wortlaut:
"Ich habe bestellt, storniert und die Ware nie erhalten, da der Postbote mir diese nicht zugestellt hat. Daher bitte ich um eine Gutschrift der 600 EUR".
Die Kreditkartenfirma war offensichtlich der Meinung, dass zunächst die Angelegenheit selbst mit dem Händler geklärt werden soll bzw. auf eine Gutschrift gewartet werden soll.

(Antwortmail: Wir bitten Sie, bezüglich der abgelehnten Sendung nochmals den Händler "W." zu kontaktieren. Bisher ist keine Gutschrift durch "W." eingegangen.)

Antwort von A am 06.01.:
"...Daher bitte ich Sie, diesen Betrag von W. anzufordern - vielen Dank! Weiterhin möchte ich mich erkundigen, wie mit den nun angefallenen Zinsen zu verfahren ist? Werden diese von W. erstattet?"

Wie gesagt, Insolvenzanmeldung von W. am 10.01. - leider hat A. nie direkt von einer "Rückbuchung" gesprochen.
Bisher noch keine Weitere Antwort von der KK-Gesellschaft - allerdings wurden die angefallenen Zinskosten umgehend gutgeschrieben.


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