Verzweifelt- Insolvenz sinnvoll?

9. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
Crunchip123
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Verzweifelt- Insolvenz sinnvoll?

Hallo!

Ich übe seit Anfang 2020 eine gewerbliche Tätigkeit als Einzelunternehmerin aus. Ich werde seitdem auch steuerlich vertreten.

Mein Mann war bis vor kurzem ebenfalls selbständig (Garten und Landschaftsbau) durch die zurückgehende Auftragslage (größtenteils verursacht durch Corona) mussten wir ausschließlich von meinem Einkommen leben (ca. 2500 brutto) . Seine Selbstständigkeit hat er nun aufgegeben.

Es erreichte mich nun der Einkommensteuerbescheid aus 2021 , demnach muss ich 4.100€ bis zum 2. November nachzahlen. Gleichzeitig dazu kam dann noch ein Bescheid zur Einkommensteuervorrauszahlung 2023 , ca. 3700€ die ich bis zum 10. Dezember dieses Jahres ebenfalls begleichen müsste. Ich habe nun folgende Fragen:

1. Wieso wurde das Jahr 2022 übersprungen? Ist das so üblich?

2. Da diese Doppelbelastung für mich neben unseren laufenden Lebenserhaltungskosten momentan unbezahlbar ist, wäre der einzigste Weg Regelinsolvenz anzumelden. Wäre das in meinem Fall überhaupt sinnvoll? Ich finanziere zurzeit ein Fahrzeug und habe kürzlich einen Kredit aufgenommen (2.000€) um meine Steuerschulden aus 2021 zu begleichen. Ansonsten gäbe es keine weiteren Gläubiger. Im Moment bricht mir nur das Finanzamt mit der Vorauszahlung das Genick. Ich bin mir nun nicht sicher ob ich gleich den Gang zum Schuldnerberater antreten soll.

3. Würde das Fahrzeug in diesem Fall gepfändet werden? Ich bin Eigentümerin aber mein Mann benötigt dieses um seinen zukünftigen Job ausführen zu können.

Ich bedanke mich schonmal vorab für die Hilfe.

Liebe Grüße



-- Editiert von User am 9. Oktober 2023 19:21




3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cirius32832
Status:
Unparteiischer
(9588 Beiträge, 2029x hilfreich)

Zitat (von Crunchip123):
1. Wieso wurde das Jahr 2022 übersprungen? Ist das so üblich?


Wurde 2022 denn schon eingereicht?
Wenn ja, wann - eventuell wird der Bescheid 2022 noch bearbeitet

Zitat (von Crunchip123):
und habe kürzlich einen Kredit aufgenommen (2.000€) um meine Steuerschulden aus 2021 zu begleichen.


Wieso denn das? Ich denke, es wäre besser wenn Sie sich einen Nebenjob suchen, um entsprechend Geld zu verdienen. Zudem ändert sich Ihre finanzielle Situation, wenn Ihr Mann wieder arbeitet.

Was die zukünftige Steuerbelastung angeht, wurde Ihnen diese ja mit dem Vorauszahlungsbescheid mitgeteilt. Diese Summe würde ich auf jedenfall zukünftig in Ihre Finanzplanung einbeziehen, dann gibt es keine bösen Überraschungen.



Signatur:

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#2
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Student
(2661 Beiträge, 782x hilfreich)

Zitat (von Crunchip123):
Ich bin mir nun nicht sicher ob ich gleich den Gang zum Schuldnerberater antreten soll.

Ein Steuerberater wäre sinnvoller.

Zitat (von Crunchip123):
Würde das Fahrzeug in diesem Fall gepfändet werden? Ich bin Eigentümerin aber mein Mann benötigt dieses um seinen zukünftigen Job ausführen zu können.

Da das Auto finanziert wird, wäre es in der Inso weg. Der Finanzierer wird es verwerten und den Rest zur Tabelle anmelden. Auch wenn es vollständig bezahlt wäre könnte es gepfändet werden, denn was geht den Gläubiger oder einen IV an wie der Gatte zur Arbeit kommt.

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#3
 Von 
Garfield73
Status:
Student
(2395 Beiträge, 825x hilfreich)

Zitat (von Crunchip123):
Ich werde seitdem auch steuerlich vertreten.

Und was sagt der Steuerberater dazu?
Hat der sich die Bescheide angesehen?
Hat der nicht vorher errechnet, was rauskommt und Euch informiert?
Das hier passt übrigens auch nicht zusammen:
Zitat (von Crunchip123):
gewerbliche Tätigkeit
Zitat (von Crunchip123):
ca. 2500 brutto

Wie hoch war Dein Gewinn in 2021, wie hoch der Deines Mannes?

Signatur:

Nachdenken ist wie googeln .... nur krasser!

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