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Warum gibt es da Unterschiede?

4.8.2019 Thema abonnieren Zum Thema: Insolvenz Auto
 Von 
H. Odensack
Status:
Praktikant
(500 Beiträge, 103x hilfreich)
Warum gibt es da Unterschiede?

Wenn ich in Insolvenz gehen muss, weil ich eine teure Wohnung, Schmuck und ein Auto gekauft habe, ist das Zeug danach weg. Habe ich aber meine Familie mit Markenklamotten ausstaffiert und bin zudem dreimal jährlich mit Kind und Kegel in Urlaub gefahren, ist nichts mehr zu holen, und ich kann mir nach sieben Jahren einen Grinsen. Warum gibt es da keine Unterschiede?

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Insolvenz Auto


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(69949 Beiträge, 32150x hilfreich)

Zitat (von H. Odensack):
Warum gibt es da keine Unterschiede?

Wo?

Bei der Insolvenz? Da gibt es schon Unterschiede, Stichwort "unerlaubte Handlung".


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
so475670-44
Status:
Praktikant
(532 Beiträge, 162x hilfreich)

Zitat (von H. Odensack):
Wenn ich in Insolvenz gehen muss, weil ich eine teure Wohnung, Schmuck und ein Auto gekauft habe, ist das Zeug danach weg. Habe ich aber meine Familie mit Markenklamotten ausstaffiert und bin zudem dreimal jährlich mit Kind und Kegel in Urlaub gefahren, ist nichts mehr zu holen, und ich kann mir nach sieben Jahren einen Grinsen. Warum gibt es da keine Unterschiede?


Weil man im ersten Fall möglicherweise gar nicht insolvent ist. Es sind ja Vermögenswerte vorhanden (Wohnung, Schmuck, Auto), die zum Begleichen der Schulden herangezogen werden (Einzelpfändung). Insolvenz tritt erst dann ein, wenn eine Privatperson zahlungsunfähig ist oder Zahlungsunfähigkeit droht (§§ 17 , 18 InsO ). Zahlungsunwilligkeit ist immer noch kein Insolvenzgrund.

@Harry van Sell: Mir erschließt sich nicht, inwiefern Klamottenkauf und Luxuskreuzfahrt unerlaubte Handlungen nach §§ 823 bis 853 BGB sein könnten.


-- Editiert von so475670-44 am 06.08.2019 21:19

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(69949 Beiträge, 32150x hilfreich)

Zitat (von so475670-44):
Mir erschließt sich nicht, inwiefern Klamottenkauf und Luxuskreuzfahrt unerlaubte Handlungen nach §§ 823 bis 853 BGB sein könnten.

Im StGB gibt es z.B. auch eine kleine Auswahl: Betrug, Körper- und Eigentumsverletzungen lösen sich auch nicht immer durch eine Insolvenz auf.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#4
 Von 
so475670-44
Status:
Praktikant
(532 Beiträge, 162x hilfreich)

Ach so war das gemeint, dann ist es klar: Forderungen aus unerlaubten Handlungen wie Schadenersatz, Schmerzensgeld oder die Herausgabe gestohlener Sachen sind natürlich nicht von der Restschuldbefreiung umfasst. Dann gibt es auch nach sieben Jahren kein Grinsen.

-- Editiert von so475670-44 am 07.08.2019 01:20

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