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seit fast 5 Jahren in der Regelinsolvenz und nichts tut sich

23.2.2021 Thema abonnieren
 Von 
guest-12324.02.2021 20:29:14
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)
seit fast 5 Jahren in der Regelinsolvenz und nichts tut sich

Hallo liebe Forum Gemeide

ich bin wirklich am Boden zerstört. Dank der Selbstständigkeit bin ich in der Regelinsolvenz. Und das Verfahren ist immer noch nicht abgeschlossen. Es zieht sich wie ein Kaugummi. Das Heisst, dass ich immer noch nicht in der Wohlverhaltensphase bin. Ist so ein langer Verlauf normal? ??? Ich empfinde das mittlerweile als Schikane oder der Insolvenzverwalter will sicherlich warten, dass mein Vater verstirbt, damit er das Erbe komplett einstreichen kann. Das Erbe würde ich dann aber komplett ausschlagen, freuen sich wenigstens meine Geschwister und dann schliesse ich ganz ab. Auf ewig in den Fängen eines Insolvenzverwalters zu stecken, das ist das Furchtbarste, was ich je im Leben durchgemacht habe, weil es einfach kein Ende nimmt.

Mein Mutter am Sterbebett begleiten zu müssen, war schon schlimm. Aber das dazu, ist die absolute Hölle auf Erden.

-- Editiert von derivatio am 23.02.2021 08:09

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Weiser
(17117 Beiträge, 2736x hilfreich)

Zitat (von derivatio):
Ist so ein langer Verlauf normal? ???
Kommt drauf an. Kann gut sein.
Zitat (von derivatio):
Dank der Selbstständigkeit bin ich in der Regelinsolvenz.
Nun ja, das kann man auch anders ausdrücken. zB Leider hat es mit deiner Selbständigkeit nicht wie erhofft geklappt.

Es kommt auf die Höhe der Schulden an.
Es kommt auf die Gläubiger an.
Es kommt nicht auf vermutliches Erbe an.

Zitat (von derivatio):
Auf ewig in den Fängen eines Insolvenzverwalters zu stecken, das ist das Furchtbarste, was ich je im Leben durchgemacht habe, weil es einfach kein Ende nimmt.
Das ist falsch. Es nimmt ein Ende.

ganz allgemein:

Schon dreieinhalb Jahre nach Eröffnung des eigentlichen Insolvenzverfahrens kann bei Freiberuflern oder Einzelunternehmern die Restschuldbefreiung erteilt werden, wenn zu diesem Zeitpunkt 35 % der Schulden und zusätzlich alle Verfahrenskosten getilgt wurden.

Andernfalls kann die Restschuldbefreiung nach fünf Jahren erteilt werden, wenn zu diesem Zeitpunkt alle Verfahrenskosten gedeckt sind.

Sechs Jahre nach Eröffnung des eigentlichen Insolvenzverfahrens wird bei natürlichen Personen die Restschuldbefreiung aber in jedem Fall erteilt – und zwar unabhängig davon, ob und wie viele Schulden in dieser Zeit getilgt werden konnten.

Du könntest DEINEN I-Verwalter mal fragen, denn DER weiß ganz genau, worauf es bei DIR ankommt.

Signatur:auch ich verweise auf § 675(2) BGB.
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#2
 Von 
Sunrabbit
Status:
Schüler
(426 Beiträge, 74x hilfreich)

Was wäre so schlimm daran, im Fall eines Erbes, damit seine Schulden (zum Teil oder vollständig) bezahlen zu können?

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#3
 Von 
guest-12324.02.2021 20:29:14
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat:
Zitat (von Anami):
Zitat (von derivatio):
Ist so ein langer Verlauf normal? ???
Kommt drauf an. Kann gut sein.
Zitat (von derivatio):
Dank der Selbstständigkeit bin ich in der Regelinsolvenz.
Nun ja, das kann man auch anders ausdrücken. zB Leider hat es mit deiner Selbständigkeit nicht wie erhofft geklappt.
ja kann man, es wäre auch sehr schön gewesen, wenn alles normal gelaufen wäre, ist es aber nicht und das Projekt, was mir verkauft worden war, wurde zuvor aufgehübscht und mir über einen Makler verkauft. Es war zuvor unverkäuflich, hatte ich ein halbes Jahr nach Kauf erfahren.....ich sag mal ganz ehrlich, da war nichts zu machen...daher bereue ich diesen Schtitt zutiefst, ich hatte mega Herzprobleme und wäre fast gesundheitlich zusammen geklappt.......Mittlerweile sind ja mehrere Kunden von diesem Makler insolvent gegangen

Es kommt auf die Höhe der Schulden an.
Es kommt auf die Gläubiger an.
Es kommt nicht auf vermutliches Erbe an.

Zitat (von derivatio):
Auf ewig in den Fängen eines Insolvenzverwalters zu stecken, das ist das Furchtbarste, was ich je im Leben durchgemacht habe, weil es einfach kein Ende nimmt.
Das ist falsch. Es nimmt ein Ende.

ganz allgemein:

Zitat:
Schon dreieinhalb Jahre nach Eröffnung des eigentlichen Insolvenzverfahrens kann bei Freiberuflern oder Einzelunternehmern die Restschuldbefreiung erteilt werden, wenn zu diesem Zeitpunkt 35 % der Schulden und zusätzlich alle Verfahrenskosten getilgt wurden.

...die kann leider nicht jeder Schuldner aufbringen....ich jedenfalls nicht

Zitat:
Andernfalls kann die Restschuldbefreiung nach fünf Jahren erteilt werden, wenn zu diesem Zeitpunkt alle Verfahrenskosten gedeckt sind.

ja das habe ich vor, das ändert aber nichts daran, dass das Verfahren solange weiterläuft, bis es halt endlich beendet wird, dis kann über das Ende der Restschuldbefreiung hinausgehen... und solange bleibt er/sie ja der InSo Verwalter/IN....

Sechs Jahre nach Eröffnung des eigentlichen Insolvenzverfahrens wird bei natürlichen Personen die Restschuldbefreiung aber in jedem Fall erteilt – und zwar unabhängig davon, ob und wie viele Schulden in dieser Zeit getilgt werden konnten.

Du könntest DEINEN I-Verwalter mal fragen, denn DER weiß ganz genau, worauf es bei DIR ankommt.


Zitat (von Anami):
Zitat (von derivatio):
Ist so ein langer Verlauf normal? ???
Kommt drauf an. Kann gut sein.
Zitat (von derivatio):
Dank der Selbstständigkeit bin ich in der Regelinsolvenz.
Nun ja, das kann man auch anders ausdrücken. zB Leider hat es mit deiner Selbständigkeit nicht wie erhofft geklappt.

Es kommt auf die Höhe der Schulden an.
Es kommt auf die Gläubiger an.
Es kommt nicht auf vermutliches Erbe an.

Zitat (von derivatio):
Auf ewig in den Fängen eines Insolvenzverwalters zu stecken, das ist das Furchtbarste, was ich je im Leben durchgemacht habe, weil es einfach kein Ende nimmt.
Das ist falsch. Es nimmt ein Ende.

ganz allgemein:

Schon dreieinhalb Jahre nach Eröffnung des eigentlichen Insolvenzverfahrens kann bei Freiberuflern oder Einzelunternehmern die Restschuldbefreiung erteilt werden, wenn zu diesem Zeitpunkt 35 % der Schulden und zusätzlich alle Verfahrenskosten getilgt wurden.
Leider habe ich nicht das Geld dazu, wie viele ehemalige Selbstständige nicht. 35 Prozent kann schon sehr viel sein

Andernfalls kann die Restschuldbefreiung nach fünf Jahren erteilt werden, wenn zu diesem Zeitpunkt alle Verfahrenskosten gedeckt sind.

Sechs Jahre nach Eröffnung des eigentlichen Insolvenzverfahrens wird bei natürlichen Personen die Restschuldbefreiung aber in jedem Fall erteilt – und zwar unabhängig davon, ob und wie viele Schulden in dieser Zeit getilgt werden konnten.

Zitat:
Du könntest DEINEN I-Verwalter mal fragen, denn DER weiß ganz genau, worauf es bei DIR ankommt.

so genau, involvieren die mich auch nicht...es kommen lediglich Fragen zu dies und das, welche ich dann innerhalb der 2 Wochenfrist beantworte....
...letztendlich habe ich angst, wenn die ganzen Insolvenzen aus der Coronazeit hinzukommen, dass mein Verfahren noch ewig andauert, es gibt ja in der Regelinsolvenz keine Fristen für die Beendigung eines Verfahrens...

Bekommt der InsoVerwalter eigentlich erst mit Beendigung des Verfahrens den Hauptteil seines Honorars?

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#4
 Von 
guest-12324.02.2021 20:29:14
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Sunrabbit):
Was wäre so schlimm daran, im Fall eines Erbes, damit seine Schulden (zum Teil oder vollständig) bezahlen zu können?

mein Vater hatte im Krieg nichts ausser sein Wissen und hat dieses benutzt, um seine Famillie zu gründen, ich könnte es nicht übers Herz bringen....für meine Dummheit sein Besitz zu opfern....außerdem kann ich mir das vorstellen, wie das abgehen würde...bisjetzt hat mir das Verfahren schon gereicht....ganz ehrlich von einigen Gläubigern wurde ich während der Selbstständigkeit mit undursichtigen Rechnungen geprellt...über ein Büro hatte ich die Rechnungen checken lassen und es kam heraus, dass ich jeden Monat 1000 bis 2000€ zuviel zahlten musste ....sehr verschlüsselte Rechnungen mit ganz vielen Artikeln über eine extra Agentur...teilweise musste ich 4 Monate auf den Ausgleich warten und es immer wieder einfordern.....Und die Softwarefirma war mit dem Liefernaten ganz dick

Der Makler, der mir das Projekt verkauft hatte, klüngelte mit dem Banker rum, der das Projekt finanziert hatte.


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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(85992 Beiträge, 34765x hilfreich)

Zitat (von Sunrabbit):
Was wäre so schlimm daran, im Fall eines Erbes, damit seine Schulden (zum Teil oder vollständig) bezahlen zu können?

Das es "weg" ist - es also andere haben.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#6
 Von 
Loni12
Status:
Lehrling
(1098 Beiträge, 200x hilfreich)

Da man die Schritte einer Insolvenz öffentlich nachverfolgen kann, haben sie da schon mal geschaut, was das Gericht bisher einstellte.

https://www.insolvenzbekanntmachungen.de/cgi-bin/bl_suche.pl

Glaube kaum, dass sie das Erbe bei einer Insolvenz ausschlagen dürfen.

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#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(85992 Beiträge, 34765x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Glaube kaum, dass sie das Erbe bei einer Insolvenz ausschlagen dürfen.

Doch, das darf man immer.
Wenn es nichts verwertbares gibt bzw. nur Schulden zu vererben sind ist es egal.
Falls nicht, kann es einen die Restschuldbefreiung kosten.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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