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Artikel entspricht nicht der Beschreibung/Abmachung

13.2.2020 Thema abonnieren
 Von 
Sminta
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)
Artikel entspricht nicht der Beschreibung/Abmachung

Hallo zusammen,

Person B bietet auf einer großen deutschen Verkaufsplattform 4 Felgen an. In der Beschreibung wird nicht angegeben, dass die Felgen aufgebohrt werden.

Im Chatgespräch gibt Person B dann aber an, die Felgen aufgebohrt zu haben, diese passen aber optimal an den angefragten Wagen.

Person A kauft die Felgen, diese kommen an und Person A merkt nach der Montage, dass die Felgen nicht fachmännisch aufgebohrt wurden und unfahrbar sind. Mit anderen Worten sie sind schrott.

Person B weigert sich die Felgen zurück zu nehmen, oder etwas vom Kaufpreis zu erlassen.

Lohnt sich für Person A das einschalten eines Anwaltes? Felgenpreis beträgt ca. 1000 Euro.

Danke im Voraus!

Grüße

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(74332 Beiträge, 32889x hilfreich)

Zitat (von Sminta):
Im Chatgespräch gibt Person B dann aber an, die Felgen aufgebohrt zu haben,

Wortlaut der Mitteilung?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
Sminta
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Sminta):
Im Chatgespräch gibt Person B dann aber an, die Felgen aufgebohrt zu haben,

Wortlaut der Mitteilung?

Person B: "Die Felgen wurden vom Vorbesitzer auf die passende Größe aufgebohrt. Einfach alte Felgen runter und die neuen drauf. Ab zum TÜV und eintragen lassen. Fertig."

Beides trifft so nicht zu, die Felgen weisen alle ein unterschiedliches Maß auf + die Eintragung ist garnicht möglich.

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#3
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2518 Beiträge, 652x hilfreich)

.

Zitat (von Sminta):
Einfach alte Felgen runter und die neuen drauf. Ab zum TÜV und eintragen lassen. Fertig."

Wenn man darin eine zugesicherte Eigenschaft sehen kann, ist die Sache eindeutig.


Zitat (von Sminta):
Beides trifft so nicht zu, die Felgen weisen alle ein unterschiedliches Maß auf + die Eintragung ist garnicht möglich.



Die Eintragung ist nicht aufgrund der unterschiedlichen Bohrungen nicht möglich, sondern hier wurden geprüfte, sicherheitsrelevante Bauteile verändert = Kernschrott _ ab in die Tonne!!!

Zitat (von Sminta):
Person A merkt nach der Montage, dass die Felgen nicht fachmännisch aufgebohrt wurden und unfahrbar sind.


Im Bereich der StVZO kann man keine Felgen fachmänisch aufbohren - egal ob fahrbar oder nicht.
Hier besteht Lebensgefahr!!!


Zitat (von Sminta):
oder etwas vom Kaufpreis zu erlassen.



Was will man denn mit einem Nachlass? Den Schrott, der nur noch den Kilopreis wert ist, dann trotzdem auf der Straße fahren und sich und andere gefährden??


gruß charly

Signatur: Gruß Charly
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#4
 Von 
Sminta
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von charlyt4):
.
Zitat (von Sminta):
Einfach alte Felgen runter und die neuen drauf. Ab zum TÜV und eintragen lassen. Fertig."

Wenn man darin eine zugesicherte Eigenschaft sehen kann, ist die Sache eindeutig.


Zitat (von Sminta):
Beides trifft so nicht zu, die Felgen weisen alle ein unterschiedliches Maß auf + die Eintragung ist garnicht möglich.



Die Eintragung ist nicht aufgrund der unterschiedlichen Bohrungen nicht möglich, sondern hier wurden geprüfte, sicherheitsrelevante Bauteile verändert = Kernschrott _ ab in die Tonne!!!

Zitat (von Sminta):
Person A merkt nach der Montage, dass die Felgen nicht fachmännisch aufgebohrt wurden und unfahrbar sind.


Im Bereich der StVZO kann man keine Felgen fachmänisch aufbohren - egal ob fahrbar oder nicht.
Hier besteht Lebensgefahr!!!


Zitat (von Sminta):
oder etwas vom Kaufpreis zu erlassen.



Was will man denn mit einem Nachlass? Den Schrott, der nur noch den Kilopreis wert ist, dann trotzdem auf der Straße fahren und sich und andere gefährden??


gruß charly


Wurde hier einfach verarscht, mir war absolut nicht bewusst dass die Felgen Schrott sind. Den Nachlass habe nur angeboten in der Hoffnung das ich überhaupt etwas zurück bekomme.

Wäre es also ratsam einen Anwalt aufzusuchen oder ihn direkt anzuzeigen?

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#5
 Von 
fm89
Status:
Lehrling
(1736 Beiträge, 673x hilfreich)

Ich tendiere hier dazu, dass du auf dem Schaden sitzen bleiben wirst. Der Verkäufer hat Schrott angeboten und so beschrieben, du hast ihn gekauft.

Es besteht lediglich ein wenig Hoffnung, aus den Worten des VK eine Beschaffenheitsvereinbarung (in etwa: Eintragungsfähig beim TÜV, damit im Bereich der StVO verwendbar) abzuleiten, welche die Felgen nun nicht erfüllen. Das sollte man aber wenn man wörtlich streitlustig ist mit einem Anwalt abklären.

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#6
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2518 Beiträge, 652x hilfreich)

Zitat (von fm89):
Ich tendiere hier dazu, dass du auf dem Schaden sitzen bleiben wirst. Der Verkäufer hat Schrott angeboten und so beschrieben, du hast ihn gekauft.

Würde ich jetzt nicht ganz so schwarz sehen, denn:


Zitat (von Sminta):
Person B bietet auf einer großen deutschen Verkaufsplattform 4 Felgen an. In der Beschreibung wird nicht angegeben, dass die Felgen aufgebohrt werden.



Zitat (von fm89):
Es besteht lediglich ein wenig Hoffnung, aus den Worten des VK eine Beschaffenheitsvereinbarung (in etwa: Eintragungsfähig beim TÜV, damit im Bereich der StVO verwendbar) abzuleiten, welche die Felgen nun nicht erfüllen.


Man könnte auch noch über eine Anfechtung nach § 119 BGB nachdenken.


Zitat (von Sminta):
Wäre es also ratsam einen Anwalt aufzusuchen oder ihn direkt anzuzeigen?



Eine Anzeige bringt dich nicht weiter. Bei der Summe würde ich paar Euro investieren und
mir die Meinung von einem Fachmann holen.

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gruß charly

Signatur: Gruß Charly
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