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Auktion aus versehen 2 mal gesteigert

 Von 
Geschädigter04
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 4x hilfreich)
Auktion aus versehen 2 mal gesteigert

Ich habe folgendes dämliches Problem.
Ich habe zwei Ebay Accounts--.A & B
Mit Nickname A, habe ich ein festes Gebot von 520 Euro abgegeben.
Dann habe ich es irgendwie vergessen und habe mich mit Nickname B eingelogged und kurz vor Ende der Auktion erneut geboten.
Den Artikel dann auch ersteigert.
Leider habe ich mich dadurch selbst in die Höhe getrieben.
Der Gegenstand wäre für 250 Euro an Nickname A gegangen.
Ich habe aber leider mit Nickname B 420 Euro geboten.

Nun ging der Artikel für 420 Euro an mich.

ISt das Rechtsgültig?





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-- Editiert am 07.02.2010 21:34

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Euro Auktion Bieter


12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Spreeperle
Status:
Praktikant
(573 Beiträge, 164x hilfreich)

Leider ja. Sie sind einen Kaufvertrag eingegangen.

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#2
 Von 
Geschädigter04
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 4x hilfreich)

Hm, eine Rolle spielt doch dabei die Funktionsweise der Plattform ebay.

Wenn ich mit ein und dem selben account geboten hätte, wäre eine Erhöhung nicht möglich gewesen.

Es seih denn ein dritter hätte geboten.

Das war aber hier nicht der Fall.

Hier sind Bieter und Überbieter identisch.

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#3
 Von 
Fulgora
Status:
Praktikant
(900 Beiträge, 342x hilfreich)

Ich finde es gut das du jetzt auf den eBaygebühren hängen bleibst, denn wer besch.... der hat es nicht anders verdient.

Aber zum Thema:
Es muss jemand anderes geboten haben, denn ich kann x-mal auf einen Artikel bieten, immer um 50 Cent höher als Beispiel.
So hat der Artikel zwar x-Gebote, ich bekomme ihn aber wenn ausser mir keiner bietet zum Startpreis.

Und so wie ich es lese hast du wahrscheinlich sogar mit 3 Accounts rumhantiert. Denn dann wäre alles was du schreibst logisch.

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"Dies ist aber keine Rechtsberatung, nur meine persönliche Meinung zu dem o.G. Sachverhalt.
"

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#4
 Von 
Geschädigter04
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 4x hilfreich)

Hallo Nein,

ich habe mit meine Nicknamen A auf eine Auktion von Z geboten.

Z ist ein Fremder.

Dann habe ich mit Nicknamen B kurz vor Ende der Auktion nochmals geboten.

Ich bin A und B

Z ist der Verkäufer.



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#5
 Von 
Fulgora
Status:
Praktikant
(900 Beiträge, 342x hilfreich)

Sorry, dann habe ich das falsch verstanden.

Aber dann sieht es wie folgt aus.

Sie haben als Bieter A den Betrag X geboten. Dann als Bieter B sich quasi selbst hochgeboten. Was dann im Prinzip ihr eigenes verschulden ist. Denn der VK kann nicht ersehen das Bieter A und B identisch sind.

Der VK bekommt nur die Kontaktdaten des Höchstbietenden.

Da sie ja einen gültigen Kaufvertrag als Bieter B für 420 Euro eingegangen sind, ist es egal ob Sie sich als Bieter A selber überboten haben.

Was mich an der Sache aber trotzdem wundert, Sie geben als Bieter A 520 Euro als Gebot ab, dann hätten Sie wenn es irrtümlich der falsche Account war mit dem Sie als Bieter B aufgetreten sind doch dann bewusst einen niedrigen Betrag als ihr eigentliches Höchstgebot abgegeben, was bei eBay aber nicht möglich ist und noch nir möglich war.

Konfus.........



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"Dies ist aber keine Rechtsberatung, nur meine persönliche Meinung zu dem o.G. Sachverhalt.
"

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#6
 Von 
Geschädigter04
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 4x hilfreich)

Was mich an der Sache aber trotzdem wundert, Sie geben als Bieter A 520 Euro als Gebot ab, dann hätten Sie wenn es irrtümlich der falsche Account war mit dem Sie als Bieter B aufgetreten sind doch dann bewusst einen niedrigen Betrag als ihr eigentliches Höchstgebot abgegeben, was bei eBay aber nicht möglich ist und noch nir möglich war.


Ja ich habe 520 Euro gesetzt.

Die Auktion stand dann bei 2 Euro, nach und nach geben alle Ihre Gebote ab und der Preis steigt langsam.

Ich habe den Verkäufer vor 3 Tagen kontaktiert, leider keine Rückantwort.
Ich habe im Plausibel geschildert das ich A und B bin-.






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#7
 Von 
Fulgora
Status:
Praktikant
(900 Beiträge, 342x hilfreich)

Jetzt mal im Ernst, glauben Sie das der VK freiwillig auf 170 Euro verzichtet, weil Sie einen Fehler gemacht haben?

Sie sind als als Bieter Höchstbietender einen Vertrag eingegangen. Daran gibt es nichts zu rütteln. Vor allem da Sie ja bereit gewesen wären sogar 520 Euro für das Objekt der Begierde zu zahlen.

Hätten Sie mit dem Zweitaccount nun 521 Euro geboten, dann hätten Sie sich ja quasi nicht nur selbst hochgeboten, sondern rechtskräftig überboten.




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"Dies ist aber keine Rechtsberatung, nur meine persönliche Meinung zu dem o.G. Sachverhalt.
"

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#8
 Von 
Geschädigter04
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 4x hilfreich)

Habe mich ja selbst hochgeboten...

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#9
 Von 
Klagdichreich
Status:
Bachelor
(3122 Beiträge, 472x hilfreich)

Ich denke, für diesen sehr einzigartigen Fall ist es schwer, eine 100%-Prognose abzugeben aber ich denke, ein Richter würde foldendermaßen argumentieren:

Das entscheidende Kriterium fürs Zustandekommen eines Kaufvertrages ist die Abgabe von übereinstimmenden Willenserklärungen.
Sie haben die Willenserklärung abgegeben, bis zu 520 Euro für den Artikel zu bieten. Dass Sie sich selbst überboten haben, ist zwar in der Tat selten dämlich, wird aber im Zweifelsfall nicht davor schützen, den Betrag von 420 Euro zahlen zu müssen. Denn damit haben Sie sich ja durch Abgabe der Willenserklärung: "Ich zahle bis 520 Euro." einverstanden erklärt.



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"Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz."

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#10
 Von 
Geschädigter04
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 4x hilfreich)

Aber Tatsache ist ja auch, das wenn ich mit ein und dem selben Nicknamen geboten hätte, es niemals dazu gekommen wäre.

So habe ich das auch ebay geschildert.
Mittlerweile wurde die Auktion storniert, der Käufer hat den Artikel an einen weitern Interessenten verkauft.
Er hatte kein Interesse eineEntscheidung vor Gericht abzuwarten.

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#11
 Von 
bogus1
Status:
Master
(4223 Beiträge, 1384x hilfreich)

Zunächst einmal vorab: Wir gehen davon aus, dass es sich um einen privaten Verkäufer handelt, andernfalls könnte man ohnehin widerrufen, somit gäbe es überhaupt kein Problem.



quote:
Habe mich ja selbst hochgeboten...


Das ist zweifellos dumm gelaufen, wird auch kein Einzelfall sein, das wird hier und da vorkommen. Insbesondere ist zu berücksichtigen, dass die eBay-Nicks anonymisiert sind, wäre der eBay-Nick ohne eine solche Anonymisierung als Höchstbieter aufgeführt gewesen, hätte man es vielleicht noch rechtzeitig gemerkt, dass man ja gegen sich selbst bieten würde.

Allerdings wurde man ja auch über sein Gebot von eBay verständigt, man hat es aber schlicht "vergessen".

Aber nicht jede "Dummheit", um es mal so auszudrücken, ist korrigierbar. Grundsätzlich ist es ja nicht verboten, für sich selbst ungünstige Geschäfte abzuschließen. Es kommt also schon sehr darauf an.

Im Grunde wäre ein solches Gebot nur durch eine Anfechtung zu beseitigen (§ 119 ff. BGB ).

§ 119 BGB
Anfechtbarkeit wegen Irrtums

(1) Wer bei der Abgabe einer Willenserklärung über deren Inhalt im Irrtum war oder eine Erklärung dieses Inhalts überhaupt nicht abgeben wollte, kann die Erklärung anfechten, wenn anzunehmen ist, dass er sie bei Kenntnis der Sachlage und bei verständiger Würdigung des Falles nicht abgegeben haben würde.

(2) Als Irrtum über den Inhalt der Erklärung gilt auch der Irrtum über solche Eigenschaften der Person oder der Sache, die im Verkehr als wesentlich angesehen werden.

Die einzelnen Irrtümer sind hier beschrieben:

http://www.recht-find.de/anfechtung_nach_Paragrafen_119_ff_bgb.htm

Und anscheinend passt nichts so richtig. Und es passt auch nicht. Man wollte die Erklärung so abgeben und hat einfach vergessen, dass man schon mit einem anderen Account geboten hatte und somit gegen sich selbst bietet. Das ging, wenn überhaupt, nur in die Richtung eines (unbeachtlichen) Motivirrtums.

Dass du bei verständiger Würdigung aller relevanter Tatsachen (schon Gebot mit A-Account) über den B-Account nicht geboten hättest, würde dich nicht zur Anfechtung berechtigen.






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-- Editiert am 08.02.2010 09:36

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#12
 Von 
sbsdh
Status:
Schüler
(153 Beiträge, 55x hilfreich)

So sind halt die beklopp.. Käufer. Wollte 520 Euro ausgeben, hat durch Dummheit den Artikel für 421 bekommen (statt 250) und ist unzufrieden.

Wenn Heiner Mayer 519 Euro geboten hätte, wäre er sicher froh gewesen, den Artikel für 520 bekommen zu haben.

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