Hallo,
folgender Fall:
Der Verkäufer hat eine Internetauktion vorzeitig beendet, da der Artikel nicht mehr zum Verkauf steht. Dabei hat er sich verklickt, er hat nicht alle Gebote gelöscht und die Auktion beendet, sondern den Artikel an den Höchstbietenden verkauft. Der Preis lag etwa bei 1/100 des tatsächlichen Wertes des Artikels.
Da der Verkäufer dies bemerkt hat, hat er den Kaufvertrag sofort ggü. dem Käufer nach §119 BGB
abgefochten.
Der Käufer besteht jedoch auf Lieferung des Artikels viel zu niedrigen Preis.
Frage:
Ist die Anfechtung berechtigt?
Wenn ja, muss er nach §122 BGB
Schadenersatz leisten?
Grüße,
lordexcalibur
Auktion vorzeitig beendet, Kaufvertrag entstanden
Problem bei eBay und Co?
Problem bei eBay und Co?



Der Kaufvertrag entsteht auch, wenn man die Gebote 'löscht'. Man kann rechtlich gesehen keine Gebote löschen, da man die Willenserklärung des Bieters nicht einseitig für nichtig erklären kann.
Grundsätzlich ist die Anfechtung nur berechtigt, wenn sich ein offensichtlicher Irrtum in der Artikelbeschreibung befand, den man auch glaubwürdg begründen kann.
Wie ist denn dann §119 BGB
zu verstehen:
§ 119 Anfechtbarkeit wegen Irrtums
(1) Wer bei der Abgabe einer Willenserklärung über deren Inhalt im Irrtum war oder eine Erklärung dieses Inhalts überhaupt nicht abgeben wollte, kann die Erklärung anfechten, wenn anzunehmen ist, dass er sie bei Kenntnis der Sachlage und bei verständiger Würdigung des Falles nicht abgegeben haben würde.
Der Verkäufer hat sich doch hier durch den Klick auf den falschen Button geirrt. Bei Kenntnis der Sachlage hätte er nicht so gehandelt, er hätte den Artikel also nicht für 1/100 des Marktwertes verkauft.
Ich sehe das so wie wenn bei einem Autokauf 1000 EUR auf dem Kaufvertrag stehen, obwohl 10000EUR gemeint waren. Dann ist der Kaufvertrag ja auch anfechtbar.
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Der VK kann möglicherweise erfolgreich anfechten, wenn er alles ganz richtig macht.
Der K hätte allerdings Anspruch auf Schadensersatz, etwa wenn er im Vertrauen auf das Zustandekommen des Kaufvertrages ein anderes günstiges Angebot nicht wahrgenommen hat etc.
Erstmal herzlichen Dank für die Antworten.
Eine Schadenersatzpflicht (nach §823 BGB
) dürfte ja nur bestehen, wenn auch ein Schaden entstanden ist.
Wie könnte denn so ein Schaden aussehen? Wenn der Käufer diese Auktion nicht gewonnen hätte, dann hätte er eben auf einen anderen (gleichen) Artikel geboten.
... den er aber u.U. teurer ersteigern müßte. Vielleicht ist ihm ja gerade ein Schnäppchen entgangen.
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