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Bestimmt schon zu oft gehört: Käufer liefert nicht...

 Von 
Dirk.A
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 3x hilfreich)
Bestimmt schon zu oft gehört: Käufer liefert nicht...

Nehmen wir an, man hätte Mitte November über Ebay einen Artikel "ersteigert" und
auch bezahlt (zwei Teilbeträge: EUR 12,50 und EUR 4,40)!
Der Verkäufer würde behaupten, dass nur der Betrag von EUR 4,40 eingegangen sei. Daraufhin hätte der Käufer seine Bank um Gutschriftprüfung gebeten und die Bank hätte ihm nochmals schriftlich bestätigt dass der angeblich ausstehende Betrag dem Konto des Verkäufers gutgeschrieben wurde! Doch dieser würde weiterhin steif und fest behaupten, dass der Betrag von EUR 12,50 noch fehlt und würde sich weigern, die Ware (ein Spiel) auszuliefern.
(Er wäre vom Käufer in mehreren Mails u.a. von dem Ergebnis der Prüfung seiner Bank unterrichtet worden und wäre aufgefordert worden, die Ware zu versenden bzw. das Geld zurückzuüberweisen.)
Ich weiss nicht, ob man nun dem Verkäufer betrügerische Absichten unterstellen sollte, aber ich denke, darauf läuft es fast hinaus. (Seine Bewertungen, die anfangs auf so Negatives nicht hinwiesen, sprechen jetzt allerdings Bände.)
Nun meine Frage:
Wie sollte man in diesem Falle weiter vorgehen?
Anzeige wegen Betrug? (Was wären die Konsequenzen für ihn?) Müsste so einer Anzeige auch direkt in Verbindung mit einer Zivilklage stehen?
Rechtsbeistand (Anwalt)?
Würde es überhaupt Sinn machen, für diesen "geringen" Betrag von insgesamt EUR
16,90 Rechtsbeistand in Anspruch zu nehmen? Und damit die Rechtschutzversicherung
zu belasten? Oder besser aus eigener Tasche zahlen? Oder den Betrag als schlechte
Erfahrung abhaken. (Doch das würde denjenigen sicherlich freuen und ermutigen, so
weiterzumachen.)

Vielen Dank für's Lesen und für Eure/Ihre hilfreichen Antworten.

Dirk

-- Editiert von Dirk.A am 11.01.2005 21:50:32

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Betrag Käufer Verkäufer


2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Stefan72
Status:
Schüler
(200 Beiträge, 25x hilfreich)

ob man den Rechtschutz belasten soll ist eine gute Frage. Bedenken Sie doch auch, das vielleicht beim Verkäufer nichts mehr zu holen ist. EV bereits abgelegt, dann bleiben Sie auf Ihre Kosten sitzen ( selbstbeteiligung ). Setzen Sie doch einfach den Käufer eine Frist, Schriftlich per Einschreiben. Fordern Sie Ihr Geld zurück, wenn er nicht bereit ist zu liefern. Reagiert er nicht dann beantragen Sie einen Mahnbescheid, ist wesentlich günstiger. Die entstehenden Kosten können sie natürlich auch zurückverlangen. Ich denke persönlich man sollte den Rechtschutz nicht unbedingt bei solchen Summen in Anspruch nehmen. Meldung an Ebay nicht vergessen.

gruß

Stefan

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#2
 Von 
Laeuschen
Status:
Lehrling
(1293 Beiträge, 59x hilfreich)

habe eben eine freundin gefragt - polizistin - also, selbst für einen euro könnten sie theoretisch anzeige erstatten. es gibt da so staffelungen dieser bagatellen, bis zehn euro, bis zwanzig usw.

also: anzeige? ja ist möglich!

was das mit dem RS angeht: dort anfragen, ob die die sache zahlen würden....wäre das einfachste. oder abhaken - eben, wie sie es möchten und wieviel aufwand es ihnen wert ist!!!

-----------------
" Mein sehr junger Padawanschüler...möge die Macht mit dir sein!"

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