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Ebay Kleinanzeige "unberechtigten Kontozugriff auf PayPal"

 Von 
S-lebt
Status:
Beginner
(86 Beiträge, 1x hilfreich)
Ebay Kleinanzeige "unberechtigten Kontozugriff auf PayPal"

Guten Morgen,

ich habe bei eBay-Kleinanzeige ein Artikel für 500€ verkauft.

Ich habe mit dem Käufer telefonisch einen Termin ausgemacht und er teilte mir mit, dass er mir das Geld dann gerne per PayPal senden würde, weil er nicht gerne mit Bargeld rumläuft.

Fand ich bisschen komisch, aber per PayPal friends sollte mir ja nichts passieren. (dachte ich)

Der Käufer kam vorbei, wir haben uns auf 500€ geeinigt und der Käufer sagte mir dann, dass er mir das Geld dann jetzt sofort per PayPal Friends überweisen würde.

Weil mir das aber komisch vorkam, habe ich ihn nach seinem Perso gefragt, um seinen Namen und die PayPal E-Mail zu vergleichen .

Name war übereinstimmend.

Er schickte mir das Geld und alles war gut.

Jetzt 3 Wochen später bekomme ich eine E-Mail von PayPal in der steht, dass der Jenige unberechtigten Kontozugriff gemeldet hat und die 500€ wurden mir vom PayPal Konto abgezogen.

Die Mail:

Zitat:
Wir vermuten, dass Sie eine Zahlung erhalten haben, die nicht vom
PayPal-Kontoinhaber genehmigt wurde. Dies sind die Details der betroffenen
Transaktion:

-----------------------------------
Transaktionsdetails
-----------------------------------


Name des Käufers: xxx
E-Mail des Käufers: xxx@xxx.de
Transaktionscode des Käufers: xxx

Transaktionsdatum: 27. Jan 2020
Transaktionsbetrag: 500,00 EUR
Ihr Transaktionscode: xxx
Bearbeitungsnummer: xxx

Bitte versenden Sie den Artikel nicht, bis unsere Untersuchung
abgeschlossen ist. Wenn Sie den Artikel schon versendet haben, loggen Sie
sich in Ihr PayPal-Konto ein und teilen Sie unter "Konfliktlösungen" die
Einzelheiten der Lieferung mit.



Ich habe PayPal geantwortet und den Fall geschildert. Aber einige Tage später kam folgendes.

Zitat:
Der Fall wurde zugunsten des Käufers aufgrund seiner Angaben entschieden. Der strittige Betrag wurde von Ihrem PayPal-Konto abgebucht.


Bei PayPal angerufen und versucht zu widerrufen. Daraufhin wurde nochmal die Prüfung eingeleitet. Und dann kam folgendes zurück:

Zitat:
Nach Abschluss unserer Untersuchungen sind wir aufgrund der uns vorliegenden Ergebnisse zu dem Entschluss gekommen, die Transaktionen vom zu stornieren. Die nicht autorisierte Zahlung über wurde zurückgebucht.

Leider konnten wir bei Ihnen den PayPal-Verkäuferschutz nicht anwenden


Ich bin mir dessen bewusst, dass kein Verkäuferschutz bei PayPal Friends besteht, aber was kann ich jetzt tun?

Der Käufer hat mich auf allen ebenen blockiert.


-- Editiert von S-lebt am 31.01.2020 06:30

-- Editiert von S-lebt am 31.01.2020 06:35

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Käufer Artikel PayPal Lieferung


17 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guyfromhamburg
Status:
Lehrling
(1837 Beiträge, 363x hilfreich)

Zitat (von S-lebt):
Weil mir das aber komisch vorkam, habe ich ihn nach seinem Perso gefragt, um seinen Namen und die PayPal E-Mail zu vergleichen .
Anzeige erstatten.

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#2
 Von 
S-lebt
Status:
Beginner
(86 Beiträge, 1x hilfreich)

Ich kenne den Namen nicht mehr. Das ist das Problem.

Die Email Adresse ist eine ohne Namen. Er zeigte mir halt sein Profil und den Kontoinhaber dort. Der wr mit dem Perso gleich.

Aber ich erinnere mich nicht an den Namen

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#3
 Von 
fm89
Status:
Lehrling
(1737 Beiträge, 673x hilfreich)

Zitat (von S-lebt):
aber was kann ich jetzt tun?

Dein Konto ist aktuell im Minus? Dann teile PayPal mit dass du der Forderung widersprichst, es gerne auf eine gerichtliche Klärung ankommen lässt und weitere Korrespondenz nicht stattfinden wird.

Weitere Mails, Briefe etc von PP/Inkasso/Anwalt ignorieren, einem Mahnbescheid widersprechen

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#4
 Von 
S-lebt
Status:
Beginner
(86 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von fm89):
Zitat (von S-lebt):
aber was kann ich jetzt tun?

Dein Konto ist aktuell im Minus? Dann teile PayPal mit dass du der Forderung widersprichst, es gerne auf eine gerichtliche Klärung ankommen lässt und weitere Korrespondenz nicht stattfinden wird.

Weitere Mails, Briefe etc von PP/Inkasso/Anwalt ignorieren, einem Mahnbescheid widersprechen

genau ist im minus

ich habe ja widesprochen, die haben das dann abgelehnt. also dann Anwalt einschalten?

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#5
 Von 
NaibaF123
Status:
Lehrling
(1089 Beiträge, 159x hilfreich)

Zitat (von S-lebt):
also dann Anwalt einschalten?
Nein, "Weitere Mails, Briefe etc von PP/Inkasso/Anwalt ignorieren, einem Mahnbescheid widersprechen"

Achja... Paypal ab jetzt, mindestens mit diesem Konto, nicht mehr nutzen, aber das dürfte sich ja von alleine erklären.

-- Editiert von NaibaF123 am 31.01.2020 10:55

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#6
 Von 
S-lebt
Status:
Beginner
(86 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von NaibaF123):
Zitat (von S-lebt):
also dann Anwalt einschalten?
Nein, "Weitere Mails, Briefe etc von PP/Inkasso/Anwalt ignorieren, einem Mahnbescheid widersprechen"

Achja... Paypal ab jetzt, mindestens mit diesem Konto, nicht mehr nutzen, aber das dürfte sich ja von alleine erklären.

-- Editiert von NaibaF123 am 31.01.2020 10:55


hm....okay

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#7
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2650 Beiträge, 1468x hilfreich)

Wie die Vorredner geschrieben hatten:
1. Nicht mehr Paypal nutzen!
2. Mahn- und Drohbriefe als kostenfreies Klopapier nutzen!
3. Gerichtlicher Mahnbescheid (der Ihren Briefkasten zur besten Urlaubszeit in ca. 3-4 Monaten erreichen wird) widersprechen!

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#8
 Von 
S-lebt
Status:
Beginner
(86 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo, gestern ist was total blödes passiert.

Meine Freundin hatte Klamotten retouniert die vorher mit Paypal gezahlt wurden. Das Unternehmen hat das Geld natürlich bei Paypal wieder gutgeschrieben und das Konto ust quasi ausgeglichen bis auf n paar Euro.

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#9
 Von 
Sir Berry
Status:
Schlichter
(7898 Beiträge, 2686x hilfreich)

Ich verstehe jetzt nicht, was daran blöd ist.

Das ein Unternehmen nach rechtlich korrektem Widerspruch den gezahlten Betrag erstattet ist doch ok.

Zu deinem Erstproblem halte ich einige der Ratschläge für sehr gefährlich.

Für mich ist aus all Deinen Beschreibungen jedenfalls nicht klar, ob die Entscheidung von Paypal korrekt ist.

Aber gleich von einer falschen weil nicht haltbaren Entscheidung auszugehen, halte ich ohne vorherige Klärung der Sachlage für nicht ausreichend.
Nehmen wir an, dass der bisher nur behauptete Fremdzugriff auf dem Zahlerkonto tatsächlich zutrifft, wäre die Belastung durch Paypal vertragsgemäß und genau in dem Fall hättest Du bei einer Klage außer zusätzlichen Kosten nichts weiter gewonnen.

Dein Gegner ist nicht Paypal sondern der andere Vertragspartner.

Berry

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#10
 Von 
reckoner
Status:
Unparteiischer
(9864 Beiträge, 3703x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Aber gleich von einer falschen weil nicht haltbaren Entscheidung auszugehen, halte ich ohne vorherige Klärung der Sachlage für nicht ausreichend.
Ich gehe in der Regel davon aus, dass die Antwortschreiber das anders meinen (die Entscheidung ist nicht falsch, nur klagt Paypal es einfach nicht ein).
Die Historie bestätigt das zwar, aber verlassen würde ich mich nicht darauf (vielleicht möchte Paypal ja auch mal einen Präzedenzfall schaffen? - speziell in so eindeutigen Fällen wie diesem hier).

Aber gut, hat sich wohl jetzt erstmal erledigt.

Zitat:
... weil er nicht gerne mit Bargeld rumläuft.
Aber mit Gegenständen die 500 Euro wert sind ... :???:

Stefan

Signatur:Auf einem Schiff befinden sich 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Kapitän?
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#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(74359 Beiträge, 32893x hilfreich)

Zitat (von Sir Berry):
Aber gleich von einer falschen weil nicht haltbaren Entscheidung auszugehen, halte ich ohne vorherige Klärung der Sachlage für nicht ausreichend.

Paypal prüft den "unberechtigten Kontozugriff" nicht gerichtsfest. Das ist nach wie vor eine gewisse Willkür-Entscheidung.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#12
 Von 
Sir Berry
Status:
Schlichter
(7898 Beiträge, 2686x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Paypal prüft den "unberechtigten Kontozugriff" nicht gerichtsfest. Das ist nach wie vor eine gewisse Willkür-Entscheidung.

Harry,

ich kenne Deine Einstellung zu Paypal aus vielen Stellungnahmen und es gibt oder gab sicher auch schon seht zweifelhaft anmutende Entscheidungen.

Hier geht es aber um diesen Einzelfall, bei dem zumindest ich nicht beurteilen kann ob die Paypal Entscheidung auf nachvollziehbarer Begründung beruht oder wie Du schon mal gerne schreibst ausgewürfelt wurde.

Ohne Klärung dieses relevanten Punktes würde ich keine Klage riskieren, wobei Paypal Forderungen, die als berechtigt eingestuft werden entgegen Stafans Äußerung sehr wohl eingeklagt werden.

Berry

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#13
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(74359 Beiträge, 32893x hilfreich)

Zitat (von Sir Berry):
Hier geht es aber um diesen Einzelfall, bei dem zumindest ich nicht beurteilen kann ob die Paypal Entscheidung auf nachvollziehbarer Begründung beruht

In den Einzelfällen der letzten 2 Jahre hat Paypal in solchen Fällen trotz Aufforderung nie Beweise vorgelegt. Und Paypal hat seine Abläufe immer noch so unstrukturiert wie in den Jahren zuvor.

Aber so gesehen hast Du natürlich recht, auch hier sollte man Paypal auffordern die Wege der Entscheidungsfindung nachvollziehbar dar zu legen.


Ich prophezeie das übliche Blabla. Aber dann hat man das wenigstens nachweisbar.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#14
 Von 
S-lebt
Status:
Beginner
(86 Beiträge, 1x hilfreich)

Ich bin jetzt aber überfragt.

Stand jetzt:

- Das PayPal Konto ist aufgrund der Gutschrift aus einer Retoure nicht mehr im Minus.


Wie soll ich mich nun verhalten?

Anzeige gegen Unbekannt? Ich bin überfragt!

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#15
 Von 
Sir Berry
Status:
Schlichter
(7898 Beiträge, 2686x hilfreich)

Zitat (von S-lebt):
Wie soll ich mich nun verhalten?

Anzeige gegen Unbekannt?

Klar kannst Du das. Und dann wird die Kripo sogar bei Ebay nach den Daten des Käufers fragen und auch erhalten.
Nur dürften die, wenn es sich tatsächlich um einen gut vorbereiteten Betrug gehandelt hat, allesamt falsch sein und das Strafverfahren wird eingestellt.

Eine Anzeige wird nach meiner Einschätzung nichts bringen.

Du bist vermutlich, seh es mir nach, recht blauäugig einem Betrüger aufgesessen, der vermutlich sogar in Absprache mit dem Paypal-Zahler handelte.
Diese Absprache wirst du vermutlich nie beweisen können, den Betrüger selbst vermutlich nie fassen.
Du kannst gegen den Betrüger selbst vorgehen - aber dazu müsstest Du wissen wie Du an ihn heran kommst.

Derzeit stocherst Du im Nebel, damit kommst Du nicht weiter.

Harry,

Zitat (von Harry van Sell):
In den Einzelfällen der letzten 2 Jahre hat Paypal in solchen Fällen trotz Aufforderung nie Beweise vorgelegt.
Das mag für die Forenfälle hier zutreffen, aber die sind sicherlich nicht als Maßstab anzusetzen.
In zwei der mir bekannten Klagefälle war die Entscheidungsfindung objektiv nicht angreifbar, weil der Käufer tatsächlich nicht der Paypalzahler gewesen ist. Da lag die Vermutung der Absprache zwar nahe, aber sie konnte ebenso wenig bewiesen werden, wie die andere Vermutung das Käufer und Paypalzahler identisch seien. Gut gefakt eben.
Und anders als der TV Anwalt Lenßen haben andere Kanzleien auch nicht immer die Möglichkeit wegen solcher Beträge die Ermittlertruppe tagelang zu beschäftigen um belastbare Fakten heraus zu bekommen. Paypal auch nicht.

berry

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#16
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2650 Beiträge, 1468x hilfreich)

Zitat:
Meine Freundin hatte Klamotten retouniert die vorher mit Paypal gezahlt wurden. Das Unternehmen hat das Geld natürlich bei Paypal wieder gutgeschrieben und das Konto ust quasi ausgeglichen bis auf n paar Euro.

Wir haben Dir dringend empfohlen, Paypal nicht mehr zu nutzen.

Zitat:
Wie soll ich mich nun verhalten?

Anzeige gegen Unbekannt? Ich bin überfragt!

Tja, mit der Nutzung von Paypal ist das Geld nunmehr weg. Holen Sie sich das Geld von Ihrer Frau zurück.

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#17
 Von 
reckoner
Status:
Unparteiischer
(9864 Beiträge, 3703x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Wir haben Dir dringend empfohlen, Paypal nicht mehr zu nutzen.
Hat er bzw. die Frau wohl danach auch nicht.

Es ist aber übliche (auch, um bestimmten Betrügereien zu entgehen), dass Rückerstattungen auf dem selben Weg erfolgen wie die ursprüngliche Zahlung. Blöd gelaufen.

Stefan

Signatur:Auf einem Schiff befinden sich 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Kapitän?
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