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Käufer droht mit Anzeige

2.9.2019 Thema abonnieren
 Von 
smnju
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)
Käufer droht mit Anzeige

Ich habe ein gebrauchtes Kleidungsstück auf eBay privat verkauft. Den Artikelzustand habe ich im Titel beschrieben mit "TOP!" und in der Beschreibung bzw. in den Notizen zum Artikelzustand mit "Keine Mängel". Auf den drei Bildern, die ich hochgeladen habe, kann man auch keine Verfärbung erkennen, und ich habe tatsächlich auch keine bemerkt.
Käufer hat die Auktion gewonnen, 5,50€ + 2,49€ Versand. Zahlte erst nach 11 Tagen, nachdem ich eine eBay Nachricht geschrieben habe, in der ich höflich um Zahlung bat, und ein paar Tage später einen Fall wegen eines nicht bezahlten Artikels eröffnet habe. Er zahlte dann per Überweisung. Nachdem er den Betrag überwiesen hat, kam aus dem nichts folgende Nachricht: "bezahlt, das trikot ohne Mängel" - war schon etwas komisch.
Einen Tag später, an dem auch die Zahlung einging, habe ich den Artikel verschickt.
17 Tage später habe ich eine negative Bewertung von ihm erhalten, in welcher er schrieb, das Kleidungsstück sei ein einziger Fleck, DANACH erst eine private Nachricht: "alter, dein lappen ist einfach nur Betrug!!!!"
Ich habe mich daraufhin per privater Nachricht bei ihm entschuldigt, nach einem Bild gefragt, da ich bei bestem Willen keinen Mangel erkannt habe und auch beim nochmaligen Betrachten der Bilder nichts erkennen konnte, und ihm geschrieben, dass ich mich in diesem Falle natürlich auf Rücksendung und Rückerstattung einlassen würde.
Daraufhin kam nur: "die Menschen werden immer dreister hier, ich gebe das Trikot morgen Abend zur Polizei, soll die sich mit ihnen auseinandersetzen"

In der Beschreibung habe ich bzgl. Gewährleistungsausschluss nur Folgendes geschrieben: "Privater Verkauf: Umtausch und Rückgabe sind ausgeschlossen."
Dennoch hatte ich ihm ja freiwillig Rücksendung und Rückerstattung, wobei ich sämtliche Kosten tragen würde (schrieb ich ihm auch), angeboten.

Was erwartet mich da jetzt, wenn er mich tatsächlich anzeigen sollte? Finde das natürlich mehr als lächerlich und einfach nur dreist, für 5,50€+2,49€ Versand, und dann auch noch, obwohl ich (für ihn kostenlose) Rücknahme und Rückerstattung angeboten habe!

-- Editiert von smnju am 02.09.2019 10:02

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Senior-Partner
(6577 Beiträge, 1225x hilfreich)

Zitat (von smnju):
Was erwartet mich da jetzt, wenn er mich tatsächlich anzeigen sollte?
Nichts. Lass ihn machen.
Er hat geguckt, gekauft, bezahlt, bekommen.
Zitat (von smnju):
dass ich mich in diesem Falle natürlich auf Rücksendung und Rückerstattung einlassen würde.
Warum denn ? Hättest du nicht machen müssen. Oder könnte sich der Artikel auf dem Versandwege derart verändert haben? :grins:

Nicht mehr mit dem Käufer kommunizieren.

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
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#2
 Von 
radfahrer999
Status:
Schlichter
(7393 Beiträge, 4447x hilfreich)

Keine Angst vor Anzeigen. Der sinn einer Anzeige ist, dass jeder alles anzeigen kann...

Kommunikation mit Käufer einstellen. Seine Klamotte, sein Problem.

Signatur:Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)
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#3
 Von 
spatenklopper
Status:
Senior-Partner
(6538 Beiträge, 3198x hilfreich)

Zitat (von radfahrer999):
Kommunikation mit Käufer einstellen.

Nach der Mitteilung, dass man nun vom Kulanzangebot der Rücknahme Abstand nimmt.

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(69717 Beiträge, 32107x hilfreich)

Zitat (von smnju):
Ich habe mich daraufhin per privater Nachricht bei ihm entschuldigt
Zitat (von smnju):
Dennoch hatte ich ihm ja freiwillig Rücksendung und Rückerstattung, wobei ich sämtliche Kosten tragen würde (schrieb ich ihm auch), angeboten.

Prima, so was taugt hervorragend als Schuldeingeständnis.
Ich frage mich immer, was treibt Menschen dazu, sich für was zu entschuldigen, für das sie nicht verantwortlich sind?



Zitat (von smnju):
Was erwartet mich da jetzt,

Hat er ja schon geschrieben, eine Anzeige.

Wenn er den wirklich eine macht und die überlasteten Ermittler das tatsächlich weiterverfolgen, erwartet einen ein Ermittlungsverfahren. Da sollte man sch dann mit voreiligen Entschuldigungen und sonstigen Äußerungen zurückhalten und erst mal von seinem Schweigerecht Gebrauch machen. Und erst mal hier nachfragen welche Optionen man hat.


Zivilrechtlich könnte er auf Rückgabe, Schadenersatz etc. bestehen. Auch da müsste man dann mal schauen, was genau die Optionen sind.

Kann man den Zustand beim versenden beweisen? Wie genau?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#5
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(26294 Beiträge, 14449x hilfreich)

Wenn er den wirklich eine macht und die überlasteten Ermittler das tatsächlich weiterverfolgen, erwartet einen ein Ermittlungsverfahren. Welches angesichts des furiosen Warenwertes 100%ig eingestellt wird (fehlende Vorstrafen vorausgesetzt)...

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#6
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11273 Beiträge, 4878x hilfreich)

Zitat (von muemmel):
Welches angesichts des furiosen Warenwertes 100%ig eingestellt wird (fehlende Vorstrafen vorausgesetzt)...
Und selbst (hypotetisch) wenn nicht: Zu welchem Ergebnis sollten Ermittler denn kommen? Ein gebrauchtes Kleidungsstück wurde verkauft, bezahlt und geliefert.
Ich verstehe das Problem hier gar nicht.

Signatur: Folgende Nutzer werden von mir blockiert und ich kann deren Beiträge nicht lesen: Xipolis; Jule28
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