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Kauf gefälschter Ware, Beschlagnahme Zoll

 Von 
fb561102-86
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Kauf gefälschter Ware, Beschlagnahme Zoll

Hallo allerseits,
Ich habe folgendes Anliegen:

Ich habe im Internet (AliExpress) ein Armband gekauft, bei welchem es sich wie sich herausstellte um eine Fälschung von der Marke Louis Vuitton handelt. Ich bekam daraufhin eine Benachrichtigung vom Hauptzollamt, dass die Ware beschlagnahmt wurde und nun vernichtet werden soll. Ich antwortete auf dieses Schreiben nicht, da ich wusste, dass mein "nicht-reagieren" automatisch bestätigt, dass die Ware vernichtet werden kann.

Nun erhielt ich aber ein Schreiben einer Rechtsanwaltskanzlei, in dem ich nun aufgefordert werde, einen Betrag von 235€ zu zahlen um das Grenzbeschlagnahmeverfahren und die Inanspruchnahme des Mandanten der Kanzlei (in dem Fall Louis vuitton) zu begleichen. Muss ich diese Kosten nun wirklich übernehmen?! Immerhin habe ich nur ein Exemplar bestellt und mir war auch nicht bewusst dass es sich um eine Fälschung handelt. Der vernichtung der Ware stimme ich natürlich zu aber ich sehe es eigentlich nicht ein für oben beschriebene Aufwandsentschädigung geradezustehen....

Ich bedanke mich schonmal im Voraus für ihre Antworten!

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Kosten Fälschung Louis


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
NaibaF123
Status:
Lehrling
(1990 Beiträge, 276x hilfreich)

Zitat (von fb561102-86):
Immerhin habe ich nur ein Exemplar bestellt und mir war auch nicht bewusst dass es sich um eine Fälschung handelt.
Da müsste man prüfen, inwieweit das "nicht Wissen" da zutrifft. Salopp gesagt, kaufe ich ein blaues, viereckiges Armband, der Verkäufer schickt dann aber versehentlich eines in LV-Farben und Formen, würde ich das Geld nicht bezahlen. Auch nicht, wenn man die Ware nicht bestellt hätte (wobei da die Story natürlich schwer glaubhaft zu machen ist).

Zitat (von fb561102-86):
aber ich sehe es eigentlich nicht ein für oben beschriebene Aufwandsentschädigung geradezustehen....
Anstatt dass man Froh ist, hier nicht noch mit einer strafbewährte Unterlassungserklärung konfrontiert zu werden...

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#2
 Von 
user08154711
Status:
Lehrling
(1418 Beiträge, 170x hilfreich)

Zitat (von NaibaF123):
strafbewährte
Klugs***modus: strafbewehrt

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#3
 Von 
emmamimimi
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Kanzlei Preu Bohlig & Partner mahnt zu Recht alle Empfänger von vom Zoll beschlagnahmten Fälschungen der Marke Louis Vuitton ab.
Auch wenn Sie behaupten unwissend zu sein, müssten Sie dies belegen und dies bezweifle ich.

Meine Empfehlung:
Abmahnung bezahlen, Geld sparen und nächstes Mal ein Original in einem Louis Vuitton Store kaufen.

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#4
 Von 
Frabato
Status:
Schüler
(383 Beiträge, 38x hilfreich)

richtig. Das hauptzollamt hat dir ja gesagt, dass es eine Fäschung ist. Hättest du dann gesagt: Ohh wußte ich nicht! Machts halt kaputt, sorry! wäre alles ok gewesen.

Da du aber gesagt hast: Ne, will ich doch!
hast du bewußt eine Fälschung gekauft, und darfst an die Firma 235.- zahlen.

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#5
 Von 
Ally McBeal
Status:
Schüler
(330 Beiträge, 88x hilfreich)

Zitat (von Frabato):
richtig. Das hauptzollamt hat dir ja gesagt, dass es eine Fäschung ist. Hättest du dann gesagt: Ohh wußte ich nicht! Machts halt kaputt, sorry! wäre alles ok gewesen...

Eigene Erfahrungswerte??

Ich frage nur, weil ich z.B. bei Wish haufenweise hübsche Schmuckstücke sehe, ohne erraten zu können, welcher "Designer" sich dahinter verstecken könnte. Nur die Tatsache, dass die Schmuckstücke dort nicht immer das sind, was drauf steht (ich reagiere auf Modeschmuck, weshalb ich ausschließlich hochprozentiges Gold und/oder Silber trage), hielt mich von einer Bestellung aus China ab. Wenn das jetzt ein Louis Vuitton-Plagiat wäre, wüsste ich nicht mal etwas davon.

LG

Ally

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#6
 Von 
-Laie-
Status:
Philosoph
(13058 Beiträge, 5236x hilfreich)

Zitat (von fb561102-86):
Muss ich diese Kosten nun wirklich übernehmen?! I
Deiner Schilderung nach: ja

Zitat (von fb561102-86):
ich sehe es eigentlich nicht ein für oben beschriebene Aufwandsentschädigung geradezustehen....
Irrelevant ob du das einsiehst oder nicht.

Zitat (von Ally McBeal):
enn das jetzt ein Louis Vuitton-Plagiat wäre, wüsste ich nicht mal etwas davon.
Da deren Design doch ziemlich eindeutig ist fällt es schwer zu argumentieren, man hätte das nicht gewusst. Möglich ist das zwar durchaus, aber das müsste man dann entsprechend glaubhaft darstellen können. Auch dass man den Namen falsch schreibt ist sicherlich kein Beweis dafür, dass man die Optik der Marke nicht kennen würde.
Schadenersatz ist Zivilrecht und sowieso unabhängig vom Strafrecht.

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