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Leider fremde Bilder verwendet

9.1.2007 Thema abonnieren
 Von 
Borst
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Leider fremde Bilder verwendet

Hallo, ich habe mir vor kurzem Bilder von einem Freund zusenden lassen und für eine private Ebay-Versteigerung verwendet. Der Artikel ist für 10 € verkauft worden.

Der Käufer hat mich anscheinend angeschwärzt. Ein anderer Anbieter hat sich bei mir gemeldet per Email und behauptet, ich hätte ihm die Bilder gestohlen. Dieser bietet das gleiche Gerät an für 25 € Sofortkauf an. Er verlangt nun 120 € für 4 Bilder. Ansonsten droht mir eine Klage.

Wie stehen seine Chancen bei einer Schadenersatzklage und wie hoch ist eine angemessene Forderung. 120 € für 4 Bilder scheinen mir etwas hoch.

MfG

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24 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
bigjoe
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 2x hilfreich)

1. Woher hat denn dein freund die bilder??

2. 120,- € für 4 Bilder ist noch günstig, falls er ernst macht und eine Schadensersatzklage startet... bis zu 5000,-€ pro Bild sind möglich!

3. ein link zur auktion mit den Bilder wäre nicht schlecht....

gruß BigJoe

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#2
 Von 
Borst
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Mein Freund hat die Bilder von Ebay. Offensichtlich sind es seine, das kann ich nicht bestreiten. Aber das wusste ich ja nicht, sonst hätte ich sie ja nicht verwendet. ich bin leider noch schüler und weiß nicht, wie ich das bezahlen soll. meine bilder sind auch schon verwendet worden und das hat mich nie gestört.

Was soll ich tun? kann man bei sowas gerichtskostenbeihilfe kriegen?

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#3
 Von 
Teasy1
Status:
Student
(2054 Beiträge, 221x hilfreich)

@BigJoe
Bis zu 5000 Euro pro Bild? Das ist nicht wahr, oder?
Hast Du da ein Urteil zu?
Und wir haben die Tussi letztens, die nicht nur unsere Bilder, sondern auch den kompletten Originalauktionstext geklaut hat mit ner Verwarnung davonkommen lassen?

:bang:

-----------------
"Manchmal, aber nur manchmal...
...hilft es, erst das Hirn einzuschalten ;) "

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#4
 Von 
bigjoe
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 2x hilfreich)

mit bis zu 5000,- € meinte ich natürlich schon professionelle Bilder... und wenn der "beklaute" nen sehr guten anwalt hat, also so teuer kann und wird es für dich nicht werden.

Frage deinen Freund woher er die bilder hat, wenn er die geklaut hat! Sollte es so sein, dass er die Bilder von einem anderen anbieter hat, dann melde dich nochmal hier...

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#5
 Von 
Borst
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Also es ist erkennbar, das die Bilder in den Auktionen die gleichen sind. Mein Kumpel hat sie von Ebay, sagt er. Ob es genau diese Auktion war, weiß er nich mehr.

Ich weiß nicht, ob der Gegner überhaupt einen Eigentumsnachweis hat. Es wäre möglich, das sie von einer wieder anderen Auktion stammen. Keine Ahnung.

Also die Bilder sind ganz normal mit einer Digitalkamera gemacht worden, also keine professionelle Bilder.

Es ist so, das bei mir überhaupt nix zu holen wäre. Der Gegner würde doch auf seinen Anwaltskosten sitzen bleiben, oder?

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#6
 Von 
schnee-einsiedel
Status:
Student
(2194 Beiträge, 296x hilfreich)

Es ist so, das bei mir überhaupt nix zu holen wäre

Dann teil ihm das doch mit und warte ab was passiert.
Aber 18 bist du schon?

-----------------
" Was interessiert mich mein dummes Geschwätz von gestern?"

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#7
 Von 
Borst
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja, volljährig bin ich. Ich hab Ihm schon geschrieben, das ich Schüler bin und ich so gut wie kein Geld habe, was ja auch stimmt.

Naja, mal abwarten, ob er seine Drohung überhaupt wahr macht. Ich will mich nur schlau machen, was im schlimmsten Fall auf mich zukommt.

MfG

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#8
 Von 
bengy
Status:
Frischling
(38 Beiträge, 8x hilfreich)

Hallo Borst!

120 EUR sind echt wenig. Sei froh, dass kein Rechtsanwalt eingeschaltet wurde, dann wäre der Betrag um einiges höher. Schildere deine finanzielle Situation , versuche den Betrag zu reduzieren und bitte um Ratenzahlung. Nicht zu reagieren wäre ein Fehler, der teuer werden kann.

VG Bengy

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#9
 Von 
franzjo89
Status:
Schüler
(329 Beiträge, 43x hilfreich)

120 Euro für 4 (verschiedene?) Bilder ist doch 'ne Lachnummer. 120 pro Bild schon eher.. selbst das wäre noch im unteren Bereich.

Ich selbst gehe ganz genau so gegen entsprechende Rechtsverstöße vor. Einige tun gut daran, den Betrag zu bezahlen oder herunterzuhandeln - und das würde ich auch dir raten.
Andernfalls - wenn Rechtsanwälte tätig werden - liegen die Streitwerte bei unberechtigter Verwendung von Fotos zwischen 5.000 und 25.000 Euro, womit wir bei Anwaltskosten zwischen 600 und 900 Euro wären. Im schlimmsten Falle zuzüglich eventueller Gerichtskosten liegst du locker im vierstelligen Bereich. Dann sind die 120 kein Thema mehr.

Vielleicht steuert ja dein Freund etwas dazu, die moralische Schuld zumindest liegt bei ihm. Versucht doch den Betrag auf 100 Euro zu drücken und dann gibt jeder ein Fuffi und ihr seid die Sorgen los ;)

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#10
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(10319 Beiträge, 4661x hilfreich)

Selbst wenn jetzt nichts bei dir zu holen wäre, so schnell verjährt der Anspruch nicht. Der Titel wird schon etwas länger bestehen bleiben, also zahl lieber gleich und fertig.

Viele Grüße, Michael

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#11
 Von 
keinname123
Status:
Lehrling
(1828 Beiträge, 202x hilfreich)

120 Euro sind nicht so schwer zu verdienen. Wenn dir das Geld fehlt, dann verkaufe einige Waren bei ebay, die du nicht brauchst und klau keine Bilder bzw. lass dir keine senden!

Ich würde lieber in diesem Fall schnell 120 Euro zahlen, bevor er zivilrechtlich vorgeht, auf jeden Fall wird es teurer.

Es gilt immer noch der alte Satz:

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!

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#12
 Von 
Borst
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich frag mich, was mit den Leuten los ist. Es kling ja fast so, als würde einem Künstler seine geistiges Werk gestohlen.

Ganz ehrlich, mir von mir werden auch Bilder benutzt und ich gehe nicht dagegen vor. Ich würde mich vor mir selbst in Grund und Boden schämen. Heutzutage geht es nur noch darum, wo man egal wie irgendjemandem Geld aus der Tasche ziehen kann. Ekelhaft.

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#13
 Von 
Klagdichreich
Status:
Bachelor
(3113 Beiträge, 446x hilfreich)

Da zeigt sich mal wieder, dass ich meinen Nick nicht umsonst gewählt habe. :grins:

Ich stimme meinen Vorrednern zu. Der Urheber hat Schadensersatzanspruch. Die Höhe des Schadensersatzes dürfte nicht sehr hoch sein (abhängig vom zu erzielenden Gewinn) aber die Anwaltskosten hauen ordentlich rein.

Ich würde ihm anbieten, die Hälfte zu zahlen, da mehr nicht möglich ist. Ich könnte mir vorstellen, dass er sich auch über geschenkte 60 Euro freuen wird. Ganz wichtig ist übrigens, die Sache schriftlich festzuhalten. Die Klausel "...der Urheber verzichtet mit der Zahlung von 60 Euro durch >Name< auf sämtliche weiteren Schadensersatzansprüche..." sollte unbedingt mit rein. Sonst kannst das Geld gleich in den Kamin stecken.

-----------------
"Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz."

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#14
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(10319 Beiträge, 4661x hilfreich)

@Borst,

du hast ja Recht, aber es ist nun einmal so. Man kann sich natürlich darüber aufregen, aber dazu verpflichtet ist man nicht.

Viele Grüße, Michael

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#15
 Von 
franzjo89
Status:
Schüler
(329 Beiträge, 43x hilfreich)

quote:
Ganz ehrlich, mir von mir werden auch Bilder benutzt und ich gehe nicht dagegen vor.

Dann bist du sehr kulant! Ändert aber nichts an der Sache.

Es ist übrigens ein erheblicher Unterschied, ob man mal für eine Privatauktion ein Bild schnell selbst knippst oder ob man für das Herstellen von Auktionsbilder in selbstständiger beruflicher Tätigkeit täglich viel Zeit investiert und sich danach andere an dieser Arbeit bereichern.

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#16
 Von 
Borst
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

In diesem Falle sind es schnell geknippste Bilder für eine Privatauktion. Der Gegner ist auch als privater Verkäufer angemeldet.

Meine Bilder, die von anderen verwendet werden, sind ja auch nur schnell geknippst. Daher hab ich auch nix dagegen.

Wenn allerdings zeitaufwendig hochwertige Bilder "gestohlen" werden, wodurch das Gewerbe des Eigentümers Schaden erleidet, halte ich rechtliche Schritte sowie Schadenersatz für völlig gerechtfertigt.

Aber in meinem Fall hat der Gegner keinen Schaden.

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#17
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(10319 Beiträge, 4661x hilfreich)

Ändert nichts an der Tasache, daß du fremde Bilder verwendet hast. Lediglich der Streitwert wird geringer sein als bei den professionellen Knipsern. Nochmal, 120€ ist seeeeeeeeeehr human. Zahl und mach das nächste mal deine Bilder selber.


Viele Grüße, Michael

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#18
 Von 
keinname123
Status:
Lehrling
(1828 Beiträge, 202x hilfreich)

Es geht hier nicht darum, warum der Urheber Geld (also Schadensersatz) will, sondern der Ratsuchende möchte wissen, ob er zahlen soll. Natürlich ist ärgerlich, aber der hat trotzdem Glück, nur 120 Euro zu zahlen. Normalerweise verlangt so jemand mehr.

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#19
 Von 
Borst
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Was für einen Eigentumsnachweis müsste denn der Gegner erbringen, wenn es zu einem Prozess kommen sollte. Der Gegner könnte die Bilder ja wiederum von einer anderen Auktion haben und will nur Geld verdienen, obwohl es eigentlich garnicht seine Bilder sind?

Reicht als Eigentumsnachweis die eigene Auktion, die früher gelaufen ist als eine oder muss er schon mehr vorweisen können?

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#20
 Von 
error6
Status:
Schüler
(165 Beiträge, 12x hilfreich)

Und wenn Du die Bilder doch selbst gemacht hast und sie sich nur sehr ähnlich sind, fast identisch? Hast Du die Möglichkeit, selbst Bilder zu machen? Ich meine, vielleicht hat der Kollege sie ja selbst gemacht? Wenn da evt. nur eine Ware in Verpackung abgelichtet wurde? Vielleicht sogar vom Hersteller? Soll keine Aufforderung zum Betrug sein, aber ich meine zumindestens, dass der Kläger beweisen müsste, dass das seine ORIGINALE sind, die DU geklaut haben sollst. Hatte schonmal so einen Fall, da hatten zwei VK die Bilder woanders kopiert und einer wollte vom anderen Ersatz, war schon mehr als komisch..Gauner gegen Gauner..

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#21
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(10319 Beiträge, 4661x hilfreich)

@error6

In welcher Welt lebst du denn? Bei digitalen Photos ist da mehr als einfach diesen Nachweis zu erbringen!


@Borst, DU mußt beweisen , daß die Bilder nicht das Eigentum des anderen sind! Sofern der andere die Bilder als sein Eigentum deklariert und die entsprechenden Dateien nachweisen kann, gibt es zunächst einmal keinen Grund daran zu zweifeln.


Viele Grüße, Michael

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#22
 Von 
error6
Status:
Schüler
(165 Beiträge, 12x hilfreich)

Und wie kann man bei digitalen Fotos den Beweis erbringen? Ich lade mir das Bild `runter, öffne es mit einem Proggi, speicher neu ab, und dann?
Verstelle minimal die Helligkeit, z.B.
Ist nur eine Frage, keine Behauptung, nicht falsch verstehen bitte...
Dann ist doch vom Original nichts mehr vorhanden, oder?
Der Beschuldigte muss in diesem Fall beweisen, nicht umgekehrt?
Dann kann ich Gott und die Welt beschuldigen, alle haben einen Haufen Arbeit und ich sage hinterher: Ach so, dann doch nicht. tut mir leid, ich dachte ja nur sie hätten geklaut...
Nur Theorie, Du hast einen Verkauf laufen, dann gib mir bitte die Nummer. Ich schreibe Dich an und sage: Du, ich meine das ist mein Bild. Und schon hast Du Arbeit ohne Ende, auch wenn nix passiert nachher.
Ich meine ja nur bei Bildern, die nicht allzu privat aussehen.
Wie oben gesagt, ich muss ja nicht Recht haben.
Gruss
:) error6

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#23
 Von 
franzjo89
Status:
Schüler
(329 Beiträge, 43x hilfreich)

Im Streitfall wird davon ausgegangen, dass derjenige der Urheber des Fotos ist, der die entsprechend hochauflösendere und qualitativ bessere sowie unbearbeitete Version des Bildes vorlegen kann. Selbst ältere Digitalkameras speichern die Bilder meist in Auflösungen, die unverkleinert viel größer sind als ein PC-Monitor auf einen Blick darstellen kann. Diese werden für Auktionen verkleinert. Der Rechtsverletzer kann dann nicht im Besitz der hochauflösenderen Bilder sein.. das kann nur der Urheber.

Im Zweifel müsste ein Sachverständiger mit spezieller Software einen Abgleich machen, um herauszufinden wer der Urheber ist. Dieser Spaß ist sehr teuer und ich rate davon eindringlich ab, wenn du schon weißt, was er herausfinden wird.

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#24
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(10319 Beiträge, 4661x hilfreich)

@error6

Nein, dem BEschuldigten muß man die Schuld nachweisen, nicht umgekehrt.
Wenn ich also behaupte, daß die Bilder nicht das Eigentum des anderen sind, dann muß ich dies beweisen können.


Viele Grüße, Michael

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